Knopperngallwespe, Stieleiche, Kerreiche, Gartennetzwerk.com

Aliens im Garten

Wiederholung des letztjährigen beliebten Artikels

Dass in den letzten Tagen wieder vermehrt große Mengen Eicheln auf dem Boden lagen, nahm ich zwar irgendwie wahr, aber da ja nun Eichen darüber standen, hab ich dieser Selbstverständlichkeit keine weitere Beachtung geschenkt. Dass auch einige anders geformte Gebilde daneben und dazwischen lagen hab ich ebenfalls nicht weiter beachtet.

Heute allerdings fand ich bei genauerem Hinsehen, dass fast die Hälfte der am Boden liegenden Früchte diese außerirdische Form hatten. Ich schaute mich um und sah weit und breit in der Nachbarschaft keinen Baum oder Strauch, dem diese Dinger hätten zugeordnet werden können.

Der folgende Geistesblitz war keiner, eher ein schleichendes Aufflackern einer Ahnung: Gallwespe! Das könnte es sein! Ich schnitt unter großen Mühen eine dieser Gebilde auf musste unwillkürlich an den von Brent Spinner gespielten, panzerknackenden Wissenschaftler in „Independence Day“ denken.

Als Nichtbotaniker und Nichtentomologe war ich nun schon ganz schön stolz auf mich. Denn im Inneren befand sich tatsächlich eine kleine weiße Larve und, Google sei Dank, konnte ich die sogenannte Knoppengallwespe als weichen Inhalt dieses äußerst harten und verholzten Raumfahrzeugs identifizieren.

Die Eier werden demnach im zeitigen Frühjahr in die Blütenknospen der Eichen (Stieleichen und Zerreichen) gelegt. Hieraus entstehen schon im direkt folgenden Mai die Gallwespen, die ihre Eier wiederum zwischen Frucht und Fruchtbecher der Eiche legen.

Und erst daraus entwickeln sich diese holzig-knorrigen und klebrigen Gallen, in deren Innern, in einer weiteren Kammer die Larven und schließlich das fertige Insekt heranwachsen, das dann im folgenden Frühjahr schlüpft und den Kreislauf von vorne beginnen läßt.

„Das nenn ich eine unheimliche Begegnung“

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