Alle Beiträge von admin

Äpfel an der Eiche

Das meint man jedenfalls im ersten Augenblick beim Anblick dieses Gallapfel. Diese toll gefärbten Früchte sind nur so groß wie eine Schnecke und ganz sicher keine Früchte.

Gallapfel Eichenblatt Gartenbänderschnecke
Größenvergleich eines Gallapfels mit einer Gartenbänderschnecke

Sie sind das Produkt eines Insekts, der gemeinen Gallwespe, die im zeitigen Sommer ein Ei in einer Blattader der Eiche platziert. Dort entwickelt sich die Larve, die in dieser Zeit des Jahres schlüpft.

Der Baum wehrt sich gegen diesen Eindringling und bildet um die Larve eine Wucherung, die sich zu diesem schönen Gallapfel entwickelt.

Galläpfel Traube Eichenblatt
Eine kleine Traube von Galläpfeln an der Unterseite eines Eichenblattes

Wie ich höre und lese wurde aus den Galläpfeln eine Tinte und Gerbstoff zur Lederverarbeitung hergestellt. Vor allem aber sind sie ein schöner Schmuck der herbstlichen Eichen.

Wer mag, kann die Galläpfel zerkleinern, kochen und dann einen Eisennagel in den Sud legen (besser Eisen- II-Sulfat dazugeben). Nach einiger Zeit bekommt man eine Lösung, Wenn man mit dieser Lösung schreibt kann man das Nachdunkeln der Schrift beobachten. Ein Spiel, das man gut mit Kindern ausprobieren kann. (Beispiel)

 

 

Arche Noah pop-up Store Wien

Vom 12. bis 28. Oktober 2017 ist die Vielfalt wieder in der Stadt! Denn über einen begrenzten Zeitraum im Oktober bietet ARCHE NOAH wieder vielfältige Schätze für Ihren Garten: Bio-Obstbäume, Bio-Beerensträucher, Bio-Erdbeerraritäten, Bio-Topfkräuter, Bio-Pfingstrosen, umfassendes Bio-Saatgut, ausgezeichnete Fachbücher und diverses Zubehör gibt es dann im ARCHE NOAH pop-up Store in Wien, professionelle Beratung natürlich inklusive.

https://www.arche-noah.at/einkaufen/pop-up-store-wien

Obstaroma

Jetzt wo die Erntezeit ihren Höhepunkten entgegen strebt, ist die hohe Zeit der aromatischen heimischen Obstsorten. Und aromatische Obstsorten schmecken roh, getrocknet und gekocht, in Kuchen, im Eis, in Marmeladen, in Salaten und vielen anderen Gerichten und Zubereitungen. Es gibt da allerdings noch eine, sagen wir, etwas edlere Form der Obstverwertung. Man fängt das Aroma gebündelt und intensiviert in alkoholischer Form ein und fabriziert nach alter Alchemistenmanier die schönsten Brände und Geiste.

Nun obliegt es hierzulande der Regierung, die Erlaubnis zur Herstellung solcherlei Lieblichkeiten zu erteilen. Diese Erlaubnis zu bekommen ist wiederum mit mancherlei Schwierigkeiten, Auflagen und Kosten verbunden. Selbst zu destillieren ist also in aller Regel nicht erlaubt. In manch anderen Ländern ist es traditionell einfacher, seine Ernte derartig zu verwerten.

Man muss aber annehmen, dass es wohl so manchen Obstfreund reizt, sich in die Illegalität zu begeben und seine Obstgetränke im Verborgenen zu komponieren. Dazu ist ein gerüttelt Maß an Wissen, sowie einige Geschicklichkeit in der Beschaffung geeigneten Materials, so wie hochentwickelte Fertigkeit und Sorgfalt im Umgang mit alledem nötig. Andernfalls begibt man sich schnell in Gefahr, seiner wertvollen Gesundheit erheblich zu schaden.

In früheren Zeiten gab es auf dem Lande in jeder Bauernschaft ein paar „Fachleute“, die sich auf derlei Zauberkunst verstanden, und damit so manche dörfliche und familiäre Festlichkeit nachhaltig bereicherten, allerdings auch für so manches unbeabsichtigte Feuerwerk sorgten. In unseren nördlichen Breiten standen dabei naturgemäß nicht die aromatischen Obstsorten, sondern Getreide und Erdfrüchte zur Verfügung, während im Süden die Kunst der Obstdestillation weiter verbreitet war.

PENTAX ImageHeutzutage findet man im Internet jegliche gewünschte Anleitung, sei es zur mikrobiellen Zucht seltenster Amöben bis zum Bau atomarer Sprengköpfe. Es ist eben so! Doch unter all diesen Anleitungen gibt es auch Lichtblicke, wie beispielsweise unser aller Gartenseiten beweisen. Und es gibt Anleitungen zum . . . richtig:         zum Obst destillieren, oder brennen wie der Volksmund sagt.

Weitestens davon entfernt, solcherlei gesetzeswidrige Tun gut zu heißen, geschweige denn selbst zu praktizieren, ist das Lesen über dieses verwerfliche Schaffen ganz legal und befriedigt wenigstens den Wissensdurst:  Wie stellt man denn eigentlich einen guten Obstbrand her? Außerdem, so staunt der rechtsbeflissene Laie, wie hoch entwickelt ist doch der menschliche Geist, und welche phantasievollen Fertigkeiten entwickelt  manch findiger Kopf, wenn es darum geht, Apparate für die Obstgeistdestillation zu bauen?

Besonders amüsant ist hierzu www.schnapsbrennen.at, eine österreichische Webseite, die nicht nur einer unvorstellbar großen geistvollen Anhängerschaft Heimat gibt, sondern neben einem unübersehbaren Schatz an geistigen Rezepten und Weisheiten, eine immense Sammlung an Fotos mit von Laien gebauten Destillationsapparaten beherbergt.

Nun überlass ich es der geneigten Leserschaft, sich bei einem guten und legal erworbenen Gläschen möglichst heimischen Obstbrandes mit diesem gehäuften Wissen und den vielen Bildern einen amüsanten geistigen Ausflug in die Welt der (teuflischen) Schnapsbrennerei zu erlauben.

Das Essgarten Kochbuch – überraschende Rezepte mit Funkie, Magnolie & Co.

 

Koch- oder Gartenbuch?

Ist es ein Kochbuch oder ein Gartenbuch, was die beiden niederländischen Autoren Frederik und Heike Deemter hiermit im Ulmer Verlag herausgebracht haben? Eine klare Kategorie ist hier wirklich nicht zu benennen. Doch das wollten die Autoren auch sicher nicht.

Das Buch ist jedenfalls für Gartenfreunde und für Feinschmecker gleichermaßen überraschend. Was hier verarbeitet und präsentiert wird, habe ich bisher fast immer im Grünabfall entsorgt.

Das Essgarten Kochbuch Eugen Ulmer VerlagFunkie und Magnolie

Der japanische Staudenknöterich, Bambus und die Zierquitten sind mir schon länger als essbar bekannt, und ich habe zumindest letztere häufig verarbeitet.

Wenn dagegen auf einmal aus meinem Hopfen das teuerste Gemüse der Welt wird, oder die Funkien zur Delikatesse avancieren, wenn Hartriegel und Magnolie zur Zubereitung köstlicher Gerichte dienen sollen, komme ich doch gehörig ans Staunen.

Das Essgarten Kochbuch Eugen Ulmer VerlagInsgesamt 27 Pflanzen haben die Autoren porträtiert und mit ihnen eine Vielzahl von tollen Gerichten kreiert, die schon beim Lesen eine ganz neue Lust auf den Garten machen. Dabei vergessen Sie nicht , auch auf die gebotene Vorsicht hinzuweisen, um Enttäuschungen oder Schlimmeres zu vermeiden.

Das Essgarten Kochbuch Eugen Ulmer Verlag

Fazit

Es macht Spaß, diesen üppigen bunten Strauß durchzustöbern und dabei zu überlegen, „was habe ich noch im Garten stehen, das ich in einem ungewöhnlichen Snack verwandeln könnte“. Ich hatte auch sofort die Idee mit meinen Nachbarn eine kleine, gemeinsame kulinarische Reise durch unsere Gärten zu unternehmen.

Jede Pflanze wird ausführlich und liebevoll  bebildert vorgestellt, bevor manchmal gleich mehrere  überraschende Rezepte, ebenfalls in Schrift und Bild folgen.

Der Serviceteil enthält neben einem umfangreichen Register und einigen Bezugsquellen vor allem auch weiterführend Quellen für den interessierten „Gartenkochfreund“.

Das Essgarten Kochbuch Eugen Ulmer Verlag

Info:

Mein Blumengarten – Wie er mir gefällt

Mein Blumengarten Ulmer Mascha Schacht

Das eigene Paradies

Mit wirklich liebevoller Hingabe präsentieren Verlag und Autorin ein hochwertiges Buch, dass sich auf 160 Seiten mit „nichts anderem“ beschäftigt, als mit einem wahren Feuerwerk an Wissen und Ideen. Nichts Weiteres im Sinn als die Verwirklichung vom ganz privaten Traum eines eigenen kleinen (oder großen) Paradieses hat Mascha Schacht mit dieser unglaublichen Fülle an Informationen und Wissen.

Mein Blumengarten Ulmer Mascha Schacht

Lebendige Gärten

Die Autorin zeigt das unvergleichlich Schöne und Nützliche der bunten Kostbarkeiten, angelegt in Gärten, die das krasse Gegenteil darstellen zu dem Trend, der seit einigen Jahren unsere Gartenlandschaften befallen hat. Kieselsteine, Schotter und Geröll, die alles Leben aus den Gärten vertreiben als Alternative zu diesen Wunderwerken der Natur, die dagegen helfen, Vielfalt zu schaffen und zu erhalten.

Jeder Gartenbesitzer kann hier erleben, was er verpasst, wenn er seine wertvollen Flächen besenrein abtötet. Dieses Werk ist wahrlich dazu geeignet, dem unguten Trend eine äußerst attraktive Alternative entgegenzusetzen.

Mein Blumengarten Ulmer Mascha Schacht

Es fühlt sich gut an

Und wenn das selbstgesteckte Tagesziel erreicht ist, die Trockenmauer steht, die Teichfolie verlegt oder das neue Beet umgegraben und bepflanzt ist, dann scherzen vielleicht die Arme, die Kehle schreit nach Kaltgetränken und man möchte nie wieder aus dem Liegestuhl aufstehen, in den man erschöpft gesunken ist. Aber – es fühlt sich verdammt gut an!

Nur einer der vielen Sätze, die die Leidenschaft der Autorin zu einem Garten zeigen, der selbst geschaffen, gestaltet, verändert und gepflegt wird.

Attraktiver Inhalt

Mit sieben Abschnitte und einem umfangreichen Serviceteil baut Mascha Schacht ihr Buch auf, das schon in den einleitenden, vorbereitenden Kapiteln immer wieder ihre Freude und Hingabe zu diesem Thema zeigt.

Das Register, dass sinnigerweise allen Kapiteln vorangestellt wurde, zeigt mit seinen weit mehr als 350 Begriffen, wie unglaublich vielfältig die Möglichkeiten sind, in seinem eigenen Reich seine eigenen Gartenträume zu verwirklichen. Das alles wird ergänzt und untermalt mit grandiosen Fotos, die Appetit machen, sofort mit der Verwirklichung der Ideen loszulegen.

Dabei werden auch die problematischen Aspekte des Pflanzenschutzes nicht ausgeblendet, sondern mit dem modernen Wissen einer erfahrenen Gärtnerin sinnvoll und leicht nachvollziehbar angegangen. Das Werk ist hochwertig eingebunden und neben der wunderschönen Bebilderung mit vielen veranschaulichenden Grafiken ergänzen und zusammengefasst.

Mein Blumengarten Ulmer Mascha SchachtInfo:

  • Mein Blumengarten – Wie er mir gefällt
  • Autorin Mascha Schacht
  • Verlag Eugen Ulmer, 2017
  • 160 Seiten, 180 Farbfotos, 31 farbige Zeichnungen, gebunden
  • ISBN 978-3-8001-0928-9,  24,90 EUR
  • Link: Ulmer/Mein Blumengarten

Pflanzliche Antibiotika selbst gemacht

 

Heilen und vorbeugen mit Gewürzen und Kräutern

Hätten Sie gewusst, dass Kurkuma, Sternanis und Gewürznelken gegen Hepatitis schützen? Oder ist Ihnen bekannt, wie Sie mit dem Einsatz von Kapuzinerkresse, Wacholderbeeren und Petersilie gegen Harnwegsinfekte vorgehen könnten?

Mit diesem Buch hat die Autorin und Inhaberin einer Naturheilpraxis einen umfangreichen Ratgeber geschrieben und liebevoll gestaltet. Claudia Ritter ist Heilpraktikerin und ganzheitliche Ernährungsberaterin mit einem profunden Wissen über traditionelle Heilkräuter, dass sie um die vielen Erfahrungen anderer Kulturen erweitert hat.

Antibiotika selbst gemacht Ritter Ulmer

Inhalt

Auf knapp 50 Seiten gibt die Autorin umfangreiche Anleitungen sowohl für Vorbeugung als auch Behandlung von Bronchitis bis Zahnschmerzen. Außerdem zeigt sie, dass solcherlei durchaus mit kulinarischen Genüssen einhergehen kann.

Antibiotika selbst gemacht Ritter Ulmer

Diesem Hauptteil geht eine ausführliche Einführung in diesen Themenbereich von Antibiotika und deren Inhaltsstoffen, so wie wichtigen Vorbedingungen voraus.

Antibiotika selbst gemacht Ritter Ulmer

Es folgt ein kurzer Exkurs zur Vorbeugung sogar gegen die so sehr gefürchteten multiresistenten Keime. Es ist schon erstaunlich, wozu die vielen Gewürze und Kräuter äußerst nützliche und wirksame Helfer sind, wenn man sie gezielt einsetzt.

40 Seiten widmet die Autorin anschließend den Beschreibungen und wichtigen Details der Kräuter und Gewürze. Im Serviceteil findet der Leser Literaturhinweisen und Register.

Fazit

Das gesamte Buch ist reich und treffend bebildert. Die äußerst präzise geschriebenen Abschnitte erklären gängige Infektionen und ihre sinnvolle Behandlung. Und das Buch ist erfrischend frei von esoterisch weltanschaulichen Weisheiten.

Es werden einfach kenntnisreich die Wechselwirkungen von Inhaltsstoffen der Kräuter und Gewürze mit dem Körper erklärt. Die Rezepte und Behandlungshinweise sind klar und nachvollziehbar beschrieben.

Infos

 

Feders kleine Kräuterkunde

Immer auf Tour

Spätestens nach seinen vielen TV-Auftritten avancierte Jürgen Feder zum Enfant Terible der deutschen Botanikerszene. Dabei ist er eigentlich mehr der Indiana Jones der Straßenränder und Industriebrachen.

Er wies spektakulär auf die Wanderrouten exotischer Pflanzen hin, die sich nicht zufällig entlang der modernen Verkehrsrouten befinden. Feder entdeckte seltene Arten an Plätzen, die auf uns so profan und unnatürlich wirken, dass wir sie zu ihrem Vorteil oft jahrzehntelang völlig unberührt gelassen haben.

Nun hat dieser beinahe hyperaktiv anmutende Botanik-Gelehrte eine neue Reise in die Welt der verborgenen und alltäglichen Wegbegleiter und Brachenbewohner angetreten. Der neue Akzent liegt auf der Verzehrbarkeit, ja wertvollen Nahrung, die viele Pflanzen bieten.

Essbare Kräuter

Zwar hatte Jürgen Feder schon lange darauf hingewiesen, welche Pflanzen essbar sind oder eben nicht. Aber in diesem handlichen Führer durch die Dschungel, die sich in den ersten 50 Zentimetern über dem Erdboden auftun, ist der Fokus auf den Nahrungs- oder sogar Heilwert der Pflanzen gerichtet.

Ca. 140 Arten vom „Acker-Hellerkraut“ bis zum „Zurückgebogenen-Amarant“ umfasst dieses kleine große Kompendium. Doch der Autor wäre nicht Jürgen Feder, wenn sich dieses Taschenbuch nicht wie eine Folge abenteuerlicher Berichte über viele Safaris am Bahndämmen oder am Rande einer Deponie, an Fluss- und Kanalufern längs und quer durch Deutschland lesen würde.

Bei aller Unterhaltsamkeit, bei all dem informativen Fachwissen kann man in diesem Buch auch immer wieder entdecken, mit welchem Engagement und welcher Liebe sich Feder stets für die kleinen Biotope zu unseren Füßen, an Orten, an denen wir gerade die nicht erwarten, begeistert und stark macht.

Straßenrand Kleine Kräuterkunde Jürgen Feder

Inhalt

Jeder seiner „Entdeckungen“ widmet der Autor neben einem Foto eine ausführliche Beschreibung und Hinweise auf Verwendung und Nutzen. Seine Begeisterung für die mehr oder weniger verborgene Vielfalt zu unseren Füßen und Reifen zeigt sich diesmal besonders in deren unmittelbarem Nutzen als Nahrung.

So fällt auch der Anhang umfangreich aus. Neben ein paar Lieblingsrezepten des Autors, gibt es ein Pflanzenregister und je ein Sachregister für Gesundheit und Küche.

Einen  wertvollen Begleiter gibt uns Jürgen Feder mit diesem Taschenbuch an die Hand.  Es macht einfach Spaß zu lesen und zu stöbern, und sich damit bei seinen eigenen Safaris  begleiten zu lassen.

Wenn Sie also in Zukunft auf irgendeinem Autobahnrastplatz einen quirligen schlanken Mann am Boden hocken sehen und beobachten, wie er sich diverse Kräuter einverleibt, dann werfen Sie ihm nicht mitleidsvoll ein Geldstück zu, sondern bitten ihn um ein Autogramm.

Info

Erstes Buch von Jürgen Feder: Feders fabelhafte Pflanzenwelt

Projekt Holzbackofen

Drei Laien als Ofenbauer

Die Brutto-Grundfläche des Ofens soll ca. 1 Quadratmeter sein. Den Anfang machen 4 Löcher im Boden, die mit Hilfe eines Erdbohrers erstellt wurden, und in die anschließend jeweils normale Kunststoff-Abflussrohre versenkt wurden. Die Tiefe beträgt hier ca. 60 cm.

Holzbackofen selbst bauen
Betonfüllung in den Abflussrohren

Betonfüllung in den Abflussrohren. Diese Rohre wurden ca. 20 cm über dem Boden gekappt und ausgerichtet. Anschließend mit Beton gefüllt. In den frischen Beton wurden handelsübliche KS-Flachstürze eingelegt und ausgerichtet.

Holzbackofen selbst bauen
EInzelfundamente mit Kalksandstein-Flachstürzen

Angelegt wurde damit ein Fundament in U-Form. Die Grundmauer in U-Form wurde mit Betonsteinen (geklebt) ausgeführt.

Holzbackofen selbst bauen
Die stehenden Fundamente helfen mit, trotz kompakter Erscheinung des Ofens eine gute Arbeitshöhe zu bekommen.

Auf diese Grundmauer wurde anschließend eine Fläche wiederrum aus Flachstürzen, die etwas höher dimensioniert sind, ausgelegt. Aus Kostengründen wurde nicht vollflächig verlegt, sondern die Zwischenräume mit Dämmmaterial beklebt.

Holzbackofen selbst bauen
12 cm starke Kalksandstein-Stürze

Auf Seite der späteren Öffnung kam ein normaler Rasenkantenstein.

Holzbackofen selbst bauen
Eingemauerte Ofentür

Ab hier wurde mit Mauermörtel weitergearbeitet. Die vordere Außenwand wurde mit einem Handform-Klinker und die Brennkammer mit einem Klinker höherer Dichte aufgesetzt.

Holzbackofen selbst bauen
2 Lagen Schamotteplatten mit den Belüftungsrohren in der Rückwand

Die Fläche der Brennkammer wurde passgenau mit zwei Schichten aus Schamotteplatten lose ausgelegt. Dabei wurde auf die erste Schicht die Öffnungstür so aufgesetzt, dass die Zweite Schicht absatzlos an den Türrahmen anschließt.

Holzbackofen selbst bauen
Sägespäne eingefüllt

Der entstehende Brennraum wurde nun mit feuchtnassem Sägemehl gefüllt und mit diesem Material die Form des Brennraums als Schalung geformt und festgelegt.

Holzbackofen selbst bauen
Fertiges Gewölbe, zur Rückseite seicht erhöht.

Um diese Schalung konnte nun das Gewölbe des Brennraums gemauert werden. Dabei wurde eine Öffnung für den Rauchabzug und in der Mitte des Gewölbes an der Vorderwand und zwei kleine Öffnungen für Frischluftzufuhr in der Rückwand über dem Boden eingemauert.

Holzbackofen selbst bauen
Die „Schalung“ Sägesüäne werden ausgeräumt.

Nach dem Abtrocknen konnte das Gewölbe durch die Ofentür ausgeräumt werden. Anschließend wurde der gesamte Brennraum in 6 cm mineralische Dämmplatten eingehüllt und das Ganze mit Ziegeldraht befestigt und ausgeformt.

Holzbackofen selbst bauen
In Mineralwolle-Dämmplatten eingepackter Brennraum

Holzbackofen selbst bauen
Ziegeldraht über die Dämmung als Putzbewehrung und zum Vorformen des Gewölbes

Auf diese Bewährung wurde schließlich der Putz aufgetragen, der nun bündig an die Grundmauer aus Betonstein anschließt. Gleichzeitig mit dem Putz wurde der Rauchabzug mit Drosselklappe eingesetzt und mit Faserband abgedichtet. Somit ist der Wandaufbau wie folgt: 11,5 cm Klinker, 6 cm Dämmung, 2-3 cm Putz.

Holzbackofen selbst bauenAuf die vordere Randsteinplatte kam nun noch eine Lage Klinker und darauf eine Lage für den Außenbereich geeigneter Fliesen.

Es folgen noch Einpassung in die Gartenstruktur und ein Anstrich mit Fassadenfarbe zum Schutz des Putzes. Auch zwei dünne Metallhülsen zur Temperaturmessung wurden noch eingefügt.

Langsam und in mehreren Etappen wurde der Brennraum angeheizt. Zum ersten Backen haben wir 5 bis 6 Stunden angeheizt und die Temperatur langsam auf ca. 400 Grad gesteigert und schließlich gehalten.

Holzbackofen selbst bauen
erste Belohnung (noch mit überflüssigem Backpapier)

Die Belohnung war der erste Flammkuchen. Anschließend wurde die Glut ausgeräumt und das Temperaturverhalten des Ofens beobachtet. Kleine Probebrötchen wurden ab ca. 270 Grad gegart. Der Temperaturabfall entspricht dem gewünschten und fürs Brotbacken notwendigen Verlauf.

Alles über Hochbeete

„Hoch die Beete“

Rechtzeitig zur neuen Gartensaison hat der Verlag Ulmer ein sehr umfangreiches Buch zum Thema „Hochbeete“ vorgelegt. Besonders schön ist die anschauliche Vielfalt der Ideen und Konzepte, die vielfältige Gestaltung dieses Beettyps, der mit einigen handfesten Vorteilen für Pflanzen und Gärtner aufwarten kann. Voraussetzung dafür ist die richtige Planung und Umsetzung.

Die zunehmende Begeisterung der Menschen, auch in kleinen Wohn- und Gartensituationen die Anstrengungen für einen Selbstanbau auf sich zu nehmen, um sich hernach mit den verdienten  Früchten zu belohnen, kommt auch in diesem Werk zum Ausdruck und soll dem Leser Mut machen.

Mein Bienengarten Ulmer Verlag

Garten und Handwerk

Die gartenerfahrene und -begeisterte Autorin Tara Nolan versteht es, mit eindrucksvollen Bildern neugierig zu machen. So startet sie auf annähernd 50 Seiten damit, die vielfältigen Umsetzungen von erhöhten Beeten zu zeigen und damit gleichzeitig jedem Gelegenheit zu geben, etwas zu finden, das seinen Ansprüchen und Möglichkeiten entspricht.

Anschließend begibt sich in die Autorin auf das weite Feld praktischer Umsetzung, indem sie sich zunächst den Grundlagen und in den anschließenden Kapiteln den Modellen für verschiedene Ansprüche und Grundvoraussetzungen zu widmen.

Mein Bienengarten Ulmer VerlagGroße Gärten, kleine Gärten – für beide Situationen bietet sie Lösungen, die immer wieder überraschen und die Hemmschwelle für die Konkretisierung eines solchen Projektes senken. Denn Tara Nolan begnügt sich nicht mit dem Zeigen, sondern führt den Interessierten durch Bauanleitungen bis hinein in die Werkzeugkunde. Sogar für die handwerklichen Laien zeigt sie verblüffende Ideen und Lösungen.

Mein Bienengarten Ulmer Verlag

Fazit

Zuerst macht es einfach Spaß, dieses Buch durchzublättern und sich an der Fantasie anderer Gärtner zu freuen, Dann beginnt man, konkrete Beispiele anhand des Leitfadens und der Anleitungen gedanklich durchzuspielen. Und -mir ging es so- man stöbert in seinem eignen „Archiv“ nach vermeintlich unbrauchbaren Gefäßen und Materialien zu wühlen. Glauben Sie mir, man findet immer etwas.

Beeindruckend ist diese liebevoll zusammengestellte Vielfalt der Ideen allemal. Tara Nolan ergänzt zudem noch durch ein Kapitel für Rankhilfen und Pflanzenstützen und einem Serviceteil aus Register, einigen Bezugsquellen und einer ganzen Reihe interessanter und einschlägiger Internetadressen zum Vertiefen.

Wer sich also mit dem Gedanken trägt, oder auch nur Interesse an  dieser Kulturart hat,  hält mit diesem Buch ein umfassendes  und erschöpfend informatives Werk in der Hand.

Mein Bienengarten Ulmer Verlag

Info