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Winterlinge blühend pflanzen

Winterlinge für strahlendes Gelb im Februar

Winterlinge sind nicht so bekannt wie Schneeglöckchen. Zu Unrecht, denn sie sind ebenfalls hübsche „Zwiebelzwerge“. Winterlinge trotzen Eis und Schnee und wecken schon früh die Vorfreude auf den Frühling . Die robusten kleinen Zwiebelblumen öffnen ihre leuchtend gelben Blüten schon im Februar. So bringen sie sehr zeitig fröhliches Gelb in den Garten. Winterlinge sind wegen ihrer außergewöhnlichen Blütezeit auch besonders wertvoll als Futterquelle für die ersten Bienen und Wildbienen.  

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Hahnenfuß schon bei Frost

Winterlinge, botanisch Eranthis, gedeihen am besten im lichten Halbschatten unter Gehölzen, auf humusreichem Boden, der im Sommer nicht völlig austrocknet. Wenn der Standort den kleinen Zwiebelblumen zusagt, können sie sich zu regelrechten Blütenteppichen entwickeln. Das ist beispielsweise im Jenaer Rautal eindrucksvoll zu beobachten. Man schätzt, dass dort im Februar rund 1,5 Millionen leuchtend gelbe Blüten zu bestaunen sind.

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Damit sich die kleinen Frühlingsboten gut entwickeln, dürfen sie nicht durch Bodenbearbeitung gestört werden. Die Knollen befinden sich nah an der Oberfläche und werden dort leicht beim Hacken beschädigt. Die Zwiebelblumen können sich auch durch Aussaat vermehren. Dann dauert es allerdings einige Jahre, bis sie zum ersten Mal blühen.

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Knollen für schnelles Ergebnis

Deutlich schneller geht es, wenn Sie Knollen pflanzen. Knollen sind im Herbst erhältlich und blühen schon im nächsten Februar. Um ihnen vor dem Pflanzen eine Starthilfe zu geben, werden die harten Knöllchen über Nacht zum Quellen in Wasser gelegt. Anschließend kommen sie etwa 4 cm tief in die Erde.

Winterlinge kann man auch gut während der Blüte pflanzen. Wenn Freunde einige Pflanzen aus ihrem Garten abgeben oder wenn die jetzt im Handel erhältlichen getopften Winterlinge gepflanzt werden, bilden sie die Keimzelle eines schönen Blütenteppiches aus Winterlingen. Und solch ein Teppich wird mit den Jahren immer größer.

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Winterlinge als Geschenk

Sollten sich die Winterlinge im Laufe der Zeit zu gut entwickeln, können können Sie sie während der Blütezeit ausgraben und eintopfen. In dieser Form haben sie ein schönes Geschenk. Sie eignen sich dann zum Beispiel mit Moos verschönert oder mit Weidenzweigen umrahmt auch bestens für kleine Frühlingsstillleben.

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Geschenke mit Herz – nicht nur am Valentinstag

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Der 14. Februar – der Valentinstag – ist für viele Paare der Tag, an dem rote Rosen verschenkt werden, um dem oder der Liebsten zu sagen „ich liebe dich“. Doch auch an einem anderen Tag lässt sich jemandem mit einem liebevoll gestalteten Blumenarrangement eine Freude machen. Sie ist wahrscheinlich umso größer, je überraschender das Geschenk ist.

Die Zeit um den Valentinstag herum ist ideal zum Sammeln von Inspirationen für Geschenk-Ideen mit Herz. Früher wurden Blumen oft genutzt, um auch ohne Worte Botschaften zu versenden. Sowohl der Art der Blumen als auch der Farbe der Blüten kam – und kommt immer noch – eine bestimmte Bedeutung zu. Weiße Blüten beispielsweise stehen für Reinheit und Ehrlichkeit, rosafarbene Blüten symbolisieren Sehnsucht, und die Intensität des Rottones kann die Tiefe der Beziehung und die Stärke der Leidenschaft widerspiegeln.

Der Gruß zum Valentinstag

Die Bedeutung, die bestimmten Blumen und manchmal auch ihrer Farbe zugeschrieben wird, ist heutzutage jedoch oft nicht mehr bekannt. Sie kann außerdem variieren. Wer mit seinem Blumengeschenk etwas Bestimmtes ausdrücken möchte, schreibt diese Botschaft deshalb am besten auf einen kleinen Kartengruß, der zusammen mit den Blumen überreicht wird. Wobei die Blumen nicht unbedingt persönlich überreicht werden müssen. Stattdessen lässt sich mit ihnen zum Beispiel schon der Arbeitsplatz oder die Wohnung schmücken, bevor der oder die Beschenkte eintrifft.

Gartenflora, Valentinstag, Valentines, BauernverlagDer Strauß zum Valentinstag oder zwischendurch für jemanden, der einem wichtig ist, muss nicht extravagant sein. Es ist auch die Idee dahinter, die zur Freude beiträgt. So kann ein Arrangement aus mehreren kleinen Sträußen in besonderen Vasen oder recycelten Gefäßen mit einer handgeschriebenen Botschaft eine schöne Überraschung sein.

Gartenflora, Valentinstag, Valentines, BauernverlagWelche Blumen zum Vatentinstag

Weil Tulpen und andere Zwiebelblumen bis in den Frühling hinein auch als Topfpflanzen erhältlich sind, lassen sich mit ihnen zum Beispiel schöne kleine Blüteninseln gestalten. Anregungen zur Gestaltung solch farbenfroher Miniaturgärten oder für schöne Sträuße bieten auch die aktuellen Blumentrends. Für die Innenraumgestaltung in diesem Jahr haben die Experten die Trends Punk Rebooted, Re-assemble sowie Romance 3.0 identifiziert.

Gartenflora, Valentinstag, Valentines, BauernverlagZu Punk Rebooted gehört unter anderem das bewusste Brechen gestalterischer Regeln. Typisch für diesen Trend sind auch starke Farbkontraste und die Nutzung roh und industriell anmutender Materialien. Der Trend Re-assemble lebt davon, dass neue und alte Materialien auf verspielte Weise miteinander kombiniert werden und er wirkt bunt und fröhlich. Einige Merkmale des Trends Romance 3.0 sind die Verwendung von üppigen Blumenarrangements sowie hochwertig anmutender Materialien und Farben.

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Genießen statt Gießen

Genießen statt Gießen

„Gut – eben wieder ein Buch, das sich einreiht in die Legion der Gartenratgeber. Wieder ein Leitfaden, der mir aufzeigt, wie ich es richtig mache.“

Doch es wäre nicht Annette Lepple, wenn hinter ihrem Titel nicht etwas Spezielles, eine besondere Idee, eine sich unterscheidende Grundhaltung zu finden wäre.

Ich darf meinen Garten erleben und muss ihn nicht als Arbeitsplatz verstehen. Diese sehr qualifizierte Gartenkennerin und Gartenbauexpertin ermuntert dazu, unbefangen auf den Garten zuzugehen.

Natürlich bedarf es auch dazu einigen Verständnisses und Aufwandes, mein erweitertes Wohnzimmer so zu gestalten, dass ich mich darin wohlfühle, ohne zu viel darin zu zu ackern.

Die Theorie

geht auf die Grundbedingungen, Grundvoraussetzungen in Lage, Boden und Klima ein, und sie ermuntert dazu, alte, oft arbeitsintensive Gartenkonzepte, mit denen wir aufgewachsen sind, in die Ecke zu stellen und die Natur in den Vordergrund zu rücken. Der Schwerpunkt gilt dabei der Versorgung des Gartens mit Wasser.

Ich selbst sehe in meiner Umgebung den verrückten Spagat. Wir lieben die „unberührte“ Natur und kultivieren im besseren Fall enorm aufwändige, Friedhofs- und durstige Golfplatzlandschaften oder schaffen uns neuerdings die sterilen toten Stein- und Kieswüsten,

Die Praxis

Der neue Aspekt ist: „Trau Deinen Pflanzen etwas zu!“ Klingt eigentlich ganz gut, was aber wenn es drauf ankommt? Was ist, wenn es „furztrocken“ wird? Was ist, wenn es klirrend kalt ist?

Viele Pflanzen beweisen es, und die Möglichkeiten mit Ihnen zu gestalten, sind unendlich, wie viele der scheinbar unwirtlichsten Landschaften auf dem Planeten beweisen. Und sie beweisen auch, dass viele überlieferte Garten-Weisheiten weit hinter denen der Natur zurückstehen.

Sorgfältige Planung und gute Vorbereitung stehen auch hier am Anfang. Sich den Gegebenheiten anpassen und nicht gegen sie zu arbeiten ist die von Annette Lepple beschriebene Praxis. Den Boden „ausloten“ und hinsichtlich seiner Möglichkeiten gestalten ist die Empfehlung.

Das Ergebnis

„Legen Sie die Gießkanne aus der Hand, und tanzen Sie lieber mit den Blüten!“ Man kann es kaum schöner ausdrücken.

Manch erfahrene Gartenliebhaber wird sich wohl ungläubig die Augen reiben, bevor er sich vielleicht sogar lächelnd entspannt zurücklehnt, wenn er erfährt, dass es durchaus ein Zuviel an Arbeit und Anstrengung gibt.

Dies ist der vielleicht schönste Abschnitt des Buches, der eindrucksvoll vor Augen führt, was mit dieser Einstellung alles möglich ist. Eine ganze Reihe an Beispielen zeigen, wie dieser nur scheinbar reduzierte Anspruch tolle Gärten hervorgebracht hat.

Pflanzenportraits

Annette Lepple zeigt als „kleine“ Auswahl mehr als hundert Beispiele von Pflanzen, die mit extremen Bedingungen klar kommen. Und das offensichtlich bereits viel länger als es besorgte Gärtner gibt. Sie verweist auf die „Intelligenz der Pflanzen“, ein mich sehr beeindruckender Begriff.

Fazit

Nachdem mir ihr erste Werk Gartenträume – Gärten mit Gefühl, aus dem Sommer 2015 in die Hände gefallen war, hatte ich schon eine veränderte Sicht auf Garten bekommen. Das setzt die Autorin in diesem Buch fort.

Mit wirklich wenigen Ratschlägen zeigt sie die Wege auf, zu einem Garten zu kommen, den man genießen kann, und dessen Pflegeaufwand auf ein Minimum schrumpft.

Annette Lepple schreibt nicht nur schön, sondern alle Fotos des reich und anschaulich bebilderten Bandes sind bis auf ganz wenige Ausnahmen auch von ihr.

Ich empfehle auch dieses Buch selbst denjenigen gerne weiter, die nicht unbedingt vorhaben, ihren Garten neu anzulegen oder umzugestalten. Es macht Spaß, sich mit der Grundidee zu beschäftigen, und das Buch einfach zu genießen. Und dann schafft sich die Idee vielleicht stetig mehr Platz: „Pflege nicht eine Rasenwüste und sehne Dich nur nach der Blumenwiese, sondern schaffe sie!“

Info

  • Genießen statt Gießen, Trockenheitstolerante Gärten gestalten
  • Autorin und Fotografin Annette Lepple.
  • Verlag Eugen Ulmer, 2018, ISBN 978-3-8001-5844-7
  • 144 Seiten, 155 Farbfotos, 6 farbige Pläne, Flexcover.
  • Preis 24,90 Euro

Selbstversorgt durch die kalte Jahreszeit

Praxisorientertes Gartenbuch

Wie schon aus dem Titel des Buches „Selbstversorgt durch die kalte Jahreszeit, Sorten, Kultur, Pflege, Rezepte“ zu erkennen ist, handelt es sich bei diesem Praxisbuch thematisch um Anbau und Pflege, Ernte und Verbrauch von Wintergemüse.

Selbstversorgt durch die kalte Jahreszeit, Selbstversorgung, Gemüsekultur, Gartengestaltung, Nutzgarten Leopold Stocker Verlag

Grundsätzliche Voraussetzungen

Ein erstes Kapitel beschäftigt sich mit den grundlegenden Voraussetzungen, die für den Anbau solcher Gemüsesorten zu beachten sind. Sehr umfangreich wird diese Thematik von Bodenbeschaffenheit bis zu den Schädlingen, von Wetter bis Lagerung durchleuchtet.

Sorgfältige Planung spart Arbeit

Im zweiten Abschnitt geht es um die konkrete Planung und Vorbereitung des Gartens, so wie die Abstimmung der Arbeitsschritte und -organisation des Gartenzeitraums.

Wie wichtig all diese Überlegungen und Planungen sind, um bei Anbau, Pflege und Ernte zu einer gewissen Routine zu gelangen zeigt der Umfang dieser ersten Teile. Sie umfassen mehr als ein Drittel des Buches.

Selbstversorgt durch die kalte Jahreszeit, Selbstversorgung, Gemüsekultur, Gartengestaltung, Nutzgarten Leopold Stocker Verlag

Geeignete Sorten

Erst danach geht die Autorin im thematischen Hauptteil auf die einzelnen Gemüsearten ein. Sie führt sehr ausführlich mehr als zwanzig Gemüse und Gemüsefamilien auf, die sich für eine Winterbevorratung eignen. Jede einzelne wird umfangreich mit Wort und aussagekräftigen Bildern beschrieben. Hinzu kommt noch ein ausführlicher Teil mit einer ganzen Reihe von Kräutern.

Selbstversorgt durch die kalte Jahreszeit, Selbstversorgung, Gemüsekultur, Gartengestaltung, Nutzgarten Leopold Stocker Verlag

Lagerung, Konservierung, Zubereitung

Abschließend geht die Autorin auf die Verarbeitung und Zubereitung der Gemüse ein. Von der Lagerung und Konservierung bis zum „sofortigen Genuss“ gibt es eine Menge von Anleitungen und Rezepten.

Der Anhang führt neben dem Register auch eine gute Adressliste für den Bezug robuster und alter, seit Generationen entwickelter und erprobter Sorten auf.

Fazit

Das Buch trägt einem nicht ganz neuen Trend in der westlichen Welt Rechnung. Man möchte nicht mehr so abhängig von durchgestylten Massenprodukten sein und wendet sich zunehmend der eigenen Aufzucht von Gemüsen zu, die sich durch Vielfalt, gesunden Inhaltsstoffen und de Wert der eigenen Arbeit an sich auszeichnet.

Besonders in Städten ist diese Bewegung seit einigen Jahren zu beobachten, während in ländlichen Räumen der Anteil häuslicher Versorgungsgärten noch immer zurückgeht. Doch Heide Hasskerl gibt allen Gärtnern dort wie hier einen differenzierten und verlässlichen Leitfaden an die Hand.

Selbstversorgt durch die kalte Jahreszeit, Selbstversorgung, Gemüsekultur, Gartengestaltung, Nutzgarten Leopold Stocker Verlag

Information

  • SELBSTVERSORGT DURCH DIE KALTE JAHRESZEIT
  • Autorin: Heide Hasskerl, Leopold Stocker Verlag
  • Praxisbuch
  • 207 Seiten, durchgehend farbig bebildert, Hardcover
  • ISBN 978-3-7020-1627-2, Preis €  19,90

Die großen Gärtner

40 Persönlichkeiten – 500 Jahre Gartengeschichte

Unter dem zugegebenermaßen schlichten Titel „Die großen Gärtner“ hat die DVA einen ganz großen Band über weltweit angelegte besonders herausragende Gärten herausgebracht.

die großen Gärtner, Random House, Deutsche Verlagsanstalt
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Nicht nur die ganz berühmten Namen wie Vita Sackville-West, Claude Monet und Thomas Jefferson tauchen hier auf, sondern auch die weniger bekannten wie Lelia Caetani und Steve Martino.

Der Autor Stephen Anderton hat es verstanden, einen beeindruckenden Bild- und Informationsband zu gestalten, der tief in die Geschichte uralter und moderner Gärten einzutauchen.

Gärtner von China bis Chikago

Von China im 15. Jahrhundert bis ins Amerika des 20. und 21. Jahrhunderts wird der Betrachter und Leser in eine höchst künstlerische Welt geführt, die der der großen Malerei und Bildhauerei in nichts nachsteht.

die großen Gärtner, Random House, Deutsche Verlagsanstalt
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Landschaften, die in ihrer Unberührt- und Unversehrtheit für uns so faszinierend sind, Urwälder, Wüsten, Steppen und Gebirge finden Ihr Gegenüber in vom Menschen gestalteten Räumen.

Da sind Städte und Verkehrslandschaften, die solcher Natur als den  vom Gestaltungswillen des Menschen geschaffenen gegenüberstehen.

Und dann gibt es die Gärten, die vom Menschen geschaffenen Räume, die in ihrer Fülle der Gestalt gewordenen Ideen, gleichsam eine Zwischenwelt präsentieren.

Hier begegnen wir allen Prinzipien der Natur und der Kultur wieder. Vom strengen Ordnungsprinzip japanischer Gartenwelten und französischer Renaissancegärten bis zum scheinbar Zufälligen zum scheinbar Natürlichen und Ursprünglichen englischer Landschaftsgärten.

die großen Gärtner, Random House, Deutsche Verlagsanstalt
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Repräsentative Beispiele großer Gärtner

Die Kunst des Autors liegt im vorliegenden, aufwändig und liebevoll gestalteten Band, nicht so sehr in der Vollständigkeit der Auflistung aller besonderen Gärten. Im Gegenteil ist es die kunstvolle Beschränkung, die Präsentation besonders typischer und natürlich prominenter Garten- und Landschaftskunstwerke und ihrer Erschaffer.

Es sind ihrer 40  —  40 Vertreter einer ganz besonderen Kaste, fast immer multitalentierter Persönlichkeiten, deren Werke wir heute so bewundern, vor deren Schaffenskraft wir uns oft genug kleinlaut verbeugen wollen.

Um die Werke von Malern und Bildhauern in ihrer Fülle erleben zu können, besuchen wir große Museen. Wir können dort gleichsam durch die Regionen und Zeiten unserer Welt spazieren und erleben die Vielfalt von Kunst auf kleinem Raum.

die großen Gärtner, Random House, Deutsche Verlagsanstalt
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So einfach machen es uns die Gartengestalter nicht. Um Ihre Kunst erleben zu können müssten wir viel und weit reisen, und hätten dennoch das Gefühl, Vieles und Wichtiges zu verpassen.

Die großen Gärtner – Information und Anreiz

Stephen Anderton kommt uns mit diesem großartigen Band weit entgegen, nimmt uns mit in die Gedankenwelt der Künstler und zeigt mit aussagekräftigen Bildern wenigstens Ansätze.

Der Leser und Betrachter fühlt sich immer wieder aufgefordert, seine Siebensachen unter den Arm zu klemmen und dem Buch folgend, diese Gärten direkt zu erfahren.

Das Werk stimmt ein und initiiert Wünsche und vielleicht sogar konkrete Pläne auf dieser Fährte zu reisen.

Dieses Buch ist eigentlich nicht dafür gedacht, es in einem Rutsch zu durchlesen, auch wenn man sich schwer von den immer neuen Eindrücken lösen kann. Es eignet sich besonders dafür, es in seiner Umgebung griffbereit zu positionieren, um es immer aufs Neue in die Hand nehmen zu können.

So wie mit einem dauerhaften Reiseführer kann sich der Leser immer wieder aufs Neue in die Zeiten und Gärten hineinbegeben, in sie hineinträumen, um die unglaubliche Fülle an Informationen und vor allem die fotografierten und gemalten Impressionen aufzunehmen.

Wer einem nicht unbedingt nur gartenbegeisterten Menschen eine echte Freude machen möchte, hat mit diesem Band dazu die beste Gelegenheit.

die großen Gärtner, Random House, Deutsche Verlagsanstalt
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Informationen

  • Die großen Gärtner, 40 Persönlichkeiten – 500 Jahre Gartengeschichte
  • Steven Anderton, Verlagsgruppe Random House
  • DVA Bildband, ISBN: 978-3-421-04085-5
  • Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 304 Seiten,
  • 18,6 x 24,6 cm, Preis 34,95 Euro
  • Erscheinungstermin: September 2017

(Leseprobe mit integriertem Menü vergrößern)

Sprossbox – eine gute Idee für Kinder

Sprossbox Bildungsprogramm für Kinder

„Sprossbox – Der Schulgarten fürs Fensterbrett“ ist ein gemeinnütziges Bildungsprogramm, welches Kindergartenkinder und Grundschüler für ihre Umwelt und den Lebensmittelanbau sensibilisiert.

Sprossbox – Der Schulgarten für´s Fensterbrett from heimgruen on Vimeo.

Den Initiatoren ist es eine Herzensangelegenheit, Kindern das notwendige Wissen und natürlich die Leidenschaft fürs Gärtnern zu vermitteln; insbesondere dann, wenn sie keinen eigenen Schulgarten haben. Um die Sprossboxen – also die kleinen Schulgärten – den Bildungseinrichtungen kostenfrei zur Verfügung stellen zu können, benötiget die Initiative jede Unterstützung!

Darum ist es möglich über Startnext (https://t.co/vPWlSAjimm) den Machern zu helfen und eines der tollen Dankeschöns zu erwerben.

Apfel mit Birne vergleichen

Apfel und Birne sind Einwanderer

Obwohl man Äpfel nicht mit Birnen vergleichen soll, versuche ich es nun doch einmal. Bei der Erstellung der Sortenlisten in Franks Pflanzenlexikon sind ihm nämlich einige Dinge aufgefallen.

Viele Apfelsorten sind in Deutschland gefunden oder gezüchtet worden. Die meisten bei uns gepflanzten Birnen stammen jedoch aus Frankreich oder Belgien. Alte deutsche Apfel- und Birnensorten gibt es kaum. Die wenigen, die es gibt, haben meist nur eine regionale Verbreitung. Das kann allerdings auch kaum verwundern.

Weniger Birnen als Äpfel

Benötigt die Birne doch für ein gutes Wachstum ein viel wärmeres Klima, da die ältesten Sorten doch aus dem Mittelmeerraum stammen. Obwohl Birnen schon seit dem 8. Jahrhundert in Kultur sind, haben sie nie einen so massenhaften Anbau wie die Äpfel erreicht. Ihr Marktanteil beträgt nur etwa 1/3 im Vergleich zum Apfel. So verwundert es nicht, dass auch die Zahl der Birnensorten viel übersichtlicher ist. Ich hatte daher bei der Erstellung der Listen viel weniger mit Synonymen zu kämpfen. Eine Ausnahme macht allerdings die Sorte Regentin, für die es über 60 verschiedene Namen geben soll.

Auch ist die Birne fast gar nicht als kleiner Baum oder als Buschobst zu halten. Für die Veredlung von Birnen kommen als Unterlage nur eine Birnensorte oder die Quitte in Frage. Deutsche Sorten wurden verstärkt erst Ende des 19. Jahrhunderts durch die Baumschule Späth bei Berlin und in Geisenheim gezüchtet .

Wo sind die Alten

Während es viele neuere Apfelsorten gibt, die die alten Sorten zu verdrängen drohen, sind die bekanntesten und beliebtesten Birnensorten bereits im, oder vor dem 19. Jahrhundert entstanden. Wer hätte schon gedacht, dass eine so bekannte Sorte wie „Clapps Liebling“ vor mehr als 150 Jahren in den USA entstanden ist. Noch älter ist die wohl bekannteste aller Birnen: Die Williams Christ Birne wurde schon um 1770 von einem Lehrer in England gefunden. Selbst Sorten mit so deutschen Namen wie „Pastorenbirne“ oder „Vereinsdechantsbirne“ kommen ursprünglich aus Frankreich.

In Norddeutschland sind also Äpfel viel verbreiteter als Birnen, die viel mehr Platz und  Wärme benötigen. Dazu mag auch der schwer zu bekämpfende Birnengitterrost beigetragen haben, den die Bäume zwar in der Regel überleben, sie aber doch sehr schwächt. Dennoch waren eingemachte Birnen in meiner Kindheit der Standard-Nachtisch im Wechsel mit selbstgemachtem Apfelmus, an das meiner Meinung nach das  schlabbrige Apfelmus aus dem Supermarkt nie herankommen wird.

Das Kraut der schönen Mädchen

Ruta graveolens Weinraute
Ruta graveolens – Weinraute

Die Weinraute

Um manche Pflanzen und manches Kraut ranken sich die sonderbarsten Geschichten, besonders wenn sie schon lange von Menschen als  Kulturpflanze genutzt werden. Ein solcher Fall ist die Weinraute. Schon die Römer der Antike kannten und nutzten sie. Auch in vorchristlicher Zeit war sie im nahen Osten bekannt und wird daher heute in einigen Bibelgärten gezeigt.

Gewürz und Schutz

Ursprünglich als Gewürzpflanze zur besseren Verdauung den Speisen beigegeben, glaubte man  schon bald noch weitere Wirkungen erkannt zu haben.  Bei Kolikschmerzen sollte sie helfen und Ihre Einnahme wurde Männern empfohlen, die vor Liebe blind waren. Die Weinraute würde ihre Sehkraft und ihre Sinne schärfen. So würde es Ihnen leichter fallen sich von ihrer Angebeteten zu trennen.

Der griechische Sophist Aelianus gar wusste um 180 nach Christus zu berichten, dass  die Wiesel Rautenblätter fraßen, um im Kampf gegen Schlangen bestehen zu können.  Also rieb man sich Füße und Waden mit dem übelriechenden Kraut ein, um selbst gegen Schlangenbisse gefeit zu sein.

Gegen Viehzeug und böse Geister

Die Insekten abwehrende  Wirkung  der Raute hatte man bereits erkannt, daher band man sich ab dem Mittelalter Rautenzweige um den Hals. Denn was gegen Ungeziefer half, musste schließlich auch böse Geister abwehren. Ähnlich mögen wohl die Mönche gedacht haben, die ihre Schwierigkeiten mit dem Keuschheitsgelübde hatten. Sie nutzten das Kraut um ihre Triebhaftkeit einzudämmen.

Das Kraut als Pestmittel

Als dann die Pestzüge Europa heimsuchten, sah man in der Weinraute auch hier zusammen mit anderen Kräutern ein Allheilmittel, wohl durchaus mit Erfolg. Solcherlei Wirkung ließ einige Unholde nicht untätig bleiben. Auf Essigbasis stellten sie ein Gebräu aus Weinraute, Lavendel, Salbei, Thymian und Rosmarin her, rieben sich damit ein und drangen in die Häuser von Pesttoten ein, um sie auszuplündern. Als man sie erwischte, sollen die vier Diebe in dem anschließenden Prozess gegen Preisgabe der Rezeptur freigekommen sein. Der Vierdiebe-Essig war erfunden. Diese Geschichte soll sich um 1630 im französischen Toulon zugetragen haben.

herbe la  belle fille

Einem anderen Umstand hat die Weinraute ihren Spitznamen „Kraut der schönen Mädchen“ zu verdanken. Entstanden ist er ebenfalls in Frankreich als „herbe à la belle fille „.  So sehr lange soll es noch nicht her sein, dass in Paris eine Pflanzung von Rauten mit einem Eisengitter eingezäunt werden musste. Die Rauten wurden nämlich regelmäßig von „schönen Mädchen“ geplündert, die sich in eben diesen Umständen befanden.

Der Genuss der Weinraute hat nämlich erwiesener Maßen nicht nur abführende Wirkung, sondern kann bei Schwangeren leicht zu Fehlgeburten führen, was die schönen Mädchen des horizontalen Gewerbes zu nutzen wussten.

Weihnachtsgarten für Leib und Seele

Der Weihnachtsgarten in Krefeld wirkt märchenhaft und zeitgemäß zugleich

(djd). Der Krefelder Weihnachtsmarkt empfängt seine Besucher in diesem Winter erstmals mit einem stimmungsvollen Stadtidyll. Zu Füßen der Dionysiuskirche im Herzen der Stadt entsteht vom 23. November bis zum 23. Dezember ein kleiner Weihnachtsgarten:

Hier werden Himalayabirken, Zieräpfel, Schwarzkirschen und roter Hartriegel eine verträumte Atmosphäre schaffen, und gemütliche hölzerne Waldmöbel laden zum Ausruhen, Entspannen und Genießen der festlichen Adventstage ein.

Dieser stilvolle Treffpunkt ist einen Ausflug wert für alle, die in der Vorweihnachtszeit besinnliche Momente oder auch exklusive Geschenkideen suchen.

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Innovativ und handgemacht: Das Modell des Weihnachtsmarkts weckt Vorfreude auf die Adventszeit. Foto: djd/Stadt Krefeld

Kreatives Kunsthandwerk „made in Krefeld“

Bei der Auswahl der Markthändler wurde besonderer Wert auf Handwerk „made in Krefeld“ gelegt: Die Händler zeigen ihre schönsten Kreationen – von originellen Kunstwerken aus Beton über modische Taschen aus Kulissen des Krefelder Stadttheaters  bis hin zu kreativ-nützlichen Dekoartikeln für alle Bereiche des Haushalts.

Ein hochwertiger Krefeld-Gin, ein besonderes Stadtparfüm und viele andere Produkte machen „made in Krefeld“ erlebbar.

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Rund um einen gemütlichen Treffpunkt unter geschmückten Bäumen gruppieren sich die Holzhütten der Krefelder Kreativen. Foto: djd/Stadt Krefeld

Nach dem Einkaufsbummel laden gemütliche Lauben, Tische und Bänke zum Verweilen bei einem Glas „vin brulè bianco“, heißen Gin-Variationen oder einem Apfelpunsch aus heimischen Äpfeln ein.

Dazu gibt es italienische Knabbereien, und frisch aufgebrühter Kaffee aus eigener Röstung ist als „Christmas Edition“ eine anregende und wärmende Getränkealternative.

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Zu Füßen der Dionysiuskirche entsteht in Krefeld ein einzigartiger Weihnachtsgarten. Foto: djd/Stadt Krefeld

Unikate und Designerstücke

Zu den Highlights unter den Geschenkideen aus Krefeld gehören beispielsweise handgefertigte Taschen, sogenannte Kulturbeutelz, die als Unikate aus Kulissen des Krefelder Stadttheaters hergestellt wurden.

Designhandwerk aus Porzellan, Beton oder Glas von jungen 15Kreativen ist zu bewundern.

Mit dem Mond durch Gartenjahr

Dass der Mond Einfluss auf das Leben unseres Planeten hat, ist ja nichts Neues

Der Stocker Verlag bringt seit Jahren den Gartenkalender „Mit dem Mond durchs Gartenjahr“ heraus. So auch für das anstehende neue Jahr 2018.

Mond, Gartenjahr, Mondjahr, Gartenarbeit

Mit vielen erklärenden und einführenden Artikeln ist dieser „Kalender“, der eher ein umfangreicher und informativer praktischer Begleiter ist, gespickt.

Mond, Gartenjahr, Mondjahr, Gartenarbeit

Auch für Interessierte, die bisher keine Berührung zwischen Garten und Mond wirklich wahrgenommen haben, stellt dieses kleine Kompendium einen sehr guten Leitfaden für alle anstehenden Entwicklungen und Phasen im Laufe des Gartenjahres dar.

Die ersten gut 20 Seiten führen den Leser in die Zusammenhänge zwischen unserem Planeten und seinem treuen Begleiter ein, ohne den das Leben auf der Erde wie wir es kennen, wohl nicht vorstellbar ist.

Mond, Gartenjahr, Mondjahr, Gartenarbeit

Von der Bodenbearbeitung bis zum Weinbau und Vieles mehr umfasst das Buch die meisten Aspekte rund um diese interessanten und wichtigen Zusammenhänge.

Ein paar Gedanken zum Einfluss des Trabanten auf unser eigenes Leben und den ganz praktischen Umgang runden die Thematik so ab, dass der eigentliche Kalender für jeden praktisch und leicht genutzt werden kann.

mit dem mond durchs gartenjahr 2018

Info:

  • MIT DEM MOND DURCHS GARTENJAHR 2018
    Leben und Arbeiten in Harmonie mit Mond und Planeten
  • Vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage
  • Autor: Michel Gros, Verlag: Leopold Stocker,
  • ISBN 978-3-7020-1674-6
  • 128 Seiten, durchgehend farbig bebildert, brosch.
    Preis 9,95 Euro
  • Webseite:  Leopold Stocker