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Tomatenvielfalt – Tomatenkrankheit Blütenendfäule

Tomaten, Blütenendfäule, Christine Zimmermann, Gartennetzwerk.com

(Christine Zimmermann) Die Blütenendfäule, die diese Schädigung der Tomate hervorruft, ist nicht ansteckend wie die Braunfäule. Sie entsteht durch Kalziummangel, entweder weil bei Stickstoffüberdüngung die Pflanze das Kalzium nicht aufnehmen kann, oder eben grundsätzlich zu wenig davon im Boden ist.

Weden die Stellen weggeschnitten, kann man die Tomate ruhig essen, bei Braunfäule geht das nicht.

Bei Befall bekommt jede Tomate eine kleine Handvoll gut eingegossenes Gesteinsmehl und Algenskalk. Oft reifen dann die nächsten Früchte gesund weiter heran. Man kann ebenso normalen Gartenkalk oder kohlensauren Kalk nehmen. Bereits beim Pflanzen kommt ein wenig von dem Kalk und Kompost unter die Tomate ins Erdloch.

Wie z.B. bei den länglichen, gibt es generell anfälligere Sorten. Auch bei mir gibt es immer wieder mal solche Braunstellen, die entweder nur die Schale verfärben, oder wo ein ganzes Stück braunschwarz runzelig wegtrocknet.

Weitere Artikel zur Tomatenvielfalt: Flaschentomaten, grüne Tomaten, Cherokee Purple, Marianna´s Peace, Himbeerfarbene von Laibach, Cocktailtomaten, Paradiesapfel, Don Camillo und Peppone, Resi, und Red Cavern

unbekannte Schönheit

Manchmal entdeckt man wirklich besondere Pflanzen, so wie hier in „Nachbars Garten“ Noch nie gesehen und nicht einmal eine Ahnung, um welche Exotin es sich hier handelt. Das sie eine solche sein muss, ist eigentlich klar. Die Spitzen der Blütenblätter, sofern es welche sind, erinnerten mich an die Köpfe kleiner Seepferdchen. Wahrscheinlich zuviel Fantasie. Vielleicht weiß ja einer von Euch mehr darüber? Aber ganz egal wie sie heißt, sie ist ein kleiner Hingucker – die unbekannte Schönheit.

Ein Lob auf das Social Net – sie ist enttarnt: Leonotis nepetifolia oder Löwenohr (Löwenschwanz) heißt sie und kommt vom südlichen afrikanischen Kontinent.

Un(erwünschte)kräuter – was tun?

Wir haben bereits über sogenannte Unkräuter, besser Wildkräuter, in diesem Blog geschrieben und dabei auf die oft uralte Bedeutung dieser Gewächse hingewiesen. Dennoch wissen wir natürlich, dass es für viele ein Ärgernis bedeutet, unerwünschte Gewächse zwischen den geliebten und umhegten Lieblingen zu entdecken, und man kann sie in der Regel auch nicht alle aufessen.

Eine Möglichkeit der Beseitigung von Giersch und anderen hartnäckigen Gartenliebhaberbegleitkräutern ist das althergebrachte und überaus geschätzte regelmäßige Unkraut jäten. Das Schönste daran ist neben der Entdeckung, dass einige Kräuter von solch emsigen Tun völlig unbeeindruckt zu sein scheinen, die Tatsache, dass diese Tätigkeit auch der körperlichen Ertüchtigung und Figurerhaltung zuträglich ist.

Eine weitere Möglichkeit ist das Verbrennen oder Verbrühen des Unkrauts. Dabei ist Großmutters Hausrezept, das Kochwasser von Kartoffeln, Reis und Nudeln wohl nur dann zu empfehlen, wenn ohne Salz gekocht wurde. Und der Umgang mit dem Gasbrenner ist auch nicht jedermanns Sache und nur auf gepflasterten Flächen  sinnvoll.

Gut und wirksam ist dagegen das Mulchen, das den Unkrautpflanzen das lebensnotwendige Licht entzieht und als Nebenwirkung die Feuchtigkeit länger im Boden hält. Dazu gibt es verschiedene Materialien, die sich zum Mulchen eignen. Grundsätzlich ist jedes verrottende Pflanzenmaterial geeignet, das frei von Unkrautsamen ist.

Rindenmulch ist dabei zunehmend beliebt und wird inzwischen sogar in unterschiedlichen Farben angeboten. Man benötigt  für eine entsprechende Wirksamkeit allerdings auch eine ausreichend dicke Schicht von 1o Zentimetern an aufwärts.

Zunehmend findet man auch Kies als Mulchmaterial. Dabei sieht man dann hin und wieder Auswüchse, die inzwischen nahe an den Vorschlag „Betonieren und grün anstreichen“ heranreichen.

Unkrautbekämpfung, Gartennetzwerk.com
vorsichtshalber nächtens aufgenommen

Man erreicht einen guten Effekt auch mit wasserdurchlässigen Vliesen, oder dem langsam verrottendem Zeitungspapier oder Wellpappe. Wenn man diese Methoden kombiniert, können die Schichten mit bspw. Rindenmulch dünner ausfallen.

Die schönste Methode ist aber doch die sinnvolle Bepflanzung mit Bodendeckern. Dazu sind verschiedene Pflanzengesellschaften möglich. Wunderschöne Beispiele findet der geneigte Leser in Franks Pflanzenlexikon.