Forellenbohnen, Gartennetzwerk.com

Bohnen – Hülsenfrüchte mit Charakter

Die Körnerbohnen oder Trockenbohnen sind bei uns vielfach in Vergessenheit geraten, oft auch, weil sie in unserer Küche kaum noch eine Rolle spielen. Es gibt viele alte Sorten dieser Hülsenfrucht, und sie sehen sogar richtig schön aus. Auch hier hat Christine einige Sorten und Erfahrung mit ihnen zu bieten.

„Meine Lieblingskörnerbohne, die mich getrocknet bis weit in den Winter hinein begleitet, ist die Schwabenbohne. Sie sind mal mehr violett schwarz gepunktet, mal fast rosa oder fast schwarz gefärbt.“ Es handelt sich dabei um eine alte Kultursorte. Allein schon diese eine Sorte bringt eine herrliche Farbvielfalt hervor.

„Die Schwabenbohne mag ich so, weil man bei ihr nicht auf harte Häutchen beisst oder gar die Einzelbohnen noch mal häuten muss. Sie hat sogar schon ungewürzt einen wunderbaren Geschmack.“

„Zumeist lasse ich sie, nachdem ich sie am Abend zuvor eingeweicht habe, 2 Stunden vor sich hin köcheln. Dann darf sie z.B. in Brühe, gewürzten Gemüse und Kartoffelstückchen noch ein wenig weitergaren.“ Sie schmeckt sowohl im Eintopf oder im Chili, oder, oder…

Die Schwabenbohne ist sehr robust und die Schnecken sind nur in der allerersten Zeit interessiert. Sie klettert Ca. 3 Meter hoch an allem was man ihr anbietet und braucht dann bis zur Ernte im Oktober weiter keine Beachtung.

Die zweite Bohne, die Forellenbohne ist etwas kleiner. Auch sie ist eine alte Sorte, die unter Gartenfreunden von einem zum anderen weitergegeben wird. Auch die Forellenbohne sieht wunderschön aus mit beigem Grund, mal blau oder braun gesprenkelt. Ihr Vorteil ist, dass sie in jungem Zustand auch grün geerntet werden kann. Dafür braucht man, wegen ihrer Größe etwas länger die Körner aus zu puhlen.

Jedes Jahr zur ergibt sich eine große Portion Bohnen, die noch in großen prallen grünen Hülsen stecken. Diese werden dann vor dem Frost auch abgeerntet, gleich komplett gegart und, für die schnellen Gerichte, portionsweise verpackt, eingefroren.

„Wer einmal so eine Mahlzeit verspeist hat, den kann eine Dosenbohne garantiert nicht mehr reizen.“

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