Archiv der Kategorie: Botanik

Baum des Jahres 2017 ist die Fichte

Fichte (Rotfichte) Picea abies

Wenn es neben der Buche und Eiche einen weiteren typischen Baumvertreter in Mitteleuropa zu nennen gibt, ist es die Fichte. Oft mit den Tannen verwechselt ist die typisch-regelmäßige Kegelform gerade auch der älteren Fichten, das Stereotyp für das Weihnachtssymbol schlechthin.

Fichte Baum des Jahres 2017In meiner Kindheit gab es nur die Fichte als duftintensiven Weihnachtsbaum, bis sie von der plastikgleichen, langweiligen Nordmanntanne abgelöst wurde. Allerdings fand man ihre Pracht auch besonders schnell am Fußboden wieder.

Fichtenzapfen sind es, die wir im Wald auf dem Boden finden und Tannenzapfen nennen. Einen Tannenzapfen müssten wir uns schon direkt vom Baum pflücken, da von Ihnen bei Reife nur die Spindel übrigbleibt.

Fichte Baum des Jahres 2017Die Fichtennadeln sind diejenigen, die wir gar nicht mögen, weil sie, spitz und hart, nicht ganz so freundlich und umgänglich zu händeln sind, wie die weicheren, stumpferen Tannennadeln. Auch das Tannennadelschaumbad müsste Fichtennadelschaumbad heißen.

Die jungen, frühjährlichen Austriebe lassen sich gut in Speisen und Getränken in der Küche verwenden. Das wissen auch einige Vertreter von Läusearten, die, von Bienen gemolken, für den dunklen würzigen Waldhonig sorgen.

Fichte Baum des Jahres 2017Alles in allem ist die Fichte eine ursprüngliche heimische Baumart und sicher eine würdige Kandidatin für den „Baum des Jahres“ im nächsten Jahr!

Wer sich eingehender mit den Unterschieden von Fichte und Tanne beschäftigen möchte, findet hier einen guten „Lehrpfad“.

Fichte Baum des Jahres 2017

Apfelbeere Aronia

Apfelbeere, Aronia

Ernte von August bis Oktober. Anspruchsloser Strauch mit ca. 10 Millimeter großen Früchten. Die zum Kernobst zählenden Früchte enthalten neben Vitamin C auch andere hohe Anteile an Wirkstoffen, wie Vitamin K und Flavonoide. Die besonders gepriesenen Heilwirkungen sind aber nicht unumstritten. Beispielsweise enthalten Holunderbeeren ganz ähnliche Mengen an solchen Wirkstoffen. Auf jeden Fall aber ist sie, richtig zubereitet lecker:

Aronia Apfelbeere Vitaminobst

Christines Aronia oder Apfelbeerenmarmelade

„Seit ich diese Marmelade entdeckt habe, ist sie zu meiner liebsten geworden!“

Christines Rezept: „Da die Apfelbeeren sehr trocken sind, ist es etwas aufwändiger, sie zu Marmelade zu verarbeiten.“

Drei gleiche Teile Früchte, Gelierzucker (2:1) und Apfel- oder Birnensaft (Pfirsichsaft geht auch) in den Kochtopf geben und mit dem Mixstab nach kurzem Aufkochen pürieren (die winzig kleinen Kernchen spürt man nicht) und weitere 3 Minuten kochen.

In heiße Gläser füllen, kurz auf den Kopf stellen – fertig!

Aronia3

Felsenbirne – schön und schmackhaft

Die Felsenbirne (Amelanchier) ist im Frühjahr eine der auffälligen Blüher. Über und über mit Blüten bedeckt und mit dem leicht ins Rötliche gehenden frischen Laub gehört sie in dieser Zeit zu den attraktiven Gartenbäumen/-sträuchern. Dass ihre kleinen tiefroten Früchte schmecken und gut in der Küche für Marmeladen, Chutneys, sogar für Wein und Likör verwendet werden können, ist weniger geläufig. Zugegeben es ist aufgrund der Größe der Früchte etwas mühsam, sie in ausreichender Menge zu sammeln.

Zarte Frühlingsboten

Krokusse von Claus DreßlerSo ganz langsam zeigt sich die Sonne in den letzten Tagen und bringt die ersten Farbboten zum Leuchten.

Krokusse von Claus DreßlerMit dieser außergewöhnlichen Perspektive fängt der Fotograf Claus Dreßler nicht einfach die allerorten sprießenden Krokusse ein, sondern er bannt gleich ein ganzes Potpourri an Tönen auf die Bilder und betont gleichzeitig die ungewöhnliche und faszinierende Transparenz der Blüten.

Krokusse von Claus Dreßler Krokusse von Claus Dreßler Krokusse von Claus Dreßler

Stechapfel – Datura stramonium

Obwohl schon bei Hildegard von Bingen erwähnt ist der weiße/gemeine Stechapfel in Mitteleuropa/Deutschland erst seit der Entdeckung der neuen Welt heimisch und stammt wohl aus Nordamerika. Die kräuterkundige Nonne sprach nach übereinstimmenden Quellen wohl eher vom Indischen Stechapfel.

Stechapfel_thorn-apple-ephraimstochterIn früheren Zeiten durchaus für verschiedene Anwendungen gegen Asthma, als Aphrodisiakum angewandt, gehört der gemeine oder weiße Stechapfel wohl eher in die Kategorie der Drogen. Seinen Alkaloiden werden eintrübende, Bewusstsein trübende und lähmende Wirkungen nachgesagt, die durchaus erhebliches tödliches Potential enthalten.

Stechapfel_daturaSein Erscheinungsbild ist als buschiger, mit seinen auffällig gezackten mittelgroßen Blättern und weißen, trompetenförmigen Blüten durchaus attraktiv. Allerdings öffnen sich die Blüten aufgrund der Lebensweise ihrer Bestäuber erst in den Abendstunden. Die auffälligen Samenkapseln sind ein weiterer Hingucker, erinnern sie doch stark an die Früchte der Kastanien. Herangereift öffnen sie sich sternförmig und geben viele schwarze Samen frei.

Stechapfel_datura-binghamdiDatura stramonium, so sein botanischer Name, zählt sich zu den Nachtschattengewächsen und wächst auf nährstoffreichen Böden sehr buschig bis zu einer Höhe von gut einem Meter und darüber heran.