Archiv der Kategorie: Übrigens

Projekt Holzbackofen

Drei Laien als Ofenbauer

Die Brutto-Grundfläche des Ofens soll ca. 1 Quadratmeter sein. Den Anfang machen 4 Löcher im Boden, die mit Hilfe eines Erdbohrers erstellt wurden, und in die anschließend jeweils normale Kunststoff-Abflussrohre versenkt wurden. Die Tiefe beträgt hier ca. 60 cm.

Holzbackofen selbst bauen
Betonfüllung in den Abflussrohren

Betonfüllung in den Abflussrohren. Diese Rohre wurden ca. 20 cm über dem Boden gekappt und ausgerichtet. Anschließend mit Beton gefüllt. In den frischen Beton wurden handelsübliche KS-Flachstürze eingelegt und ausgerichtet.

Holzbackofen selbst bauen
EInzelfundamente mit Kalksandstein-Flachstürzen

Angelegt wurde damit ein Fundament in U-Form. Die Grundmauer in U-Form wurde mit Betonsteinen (geklebt) ausgeführt.

Holzbackofen selbst bauen
Die stehenden Fundamente helfen mit, trotz kompakter Erscheinung des Ofens eine gute Arbeitshöhe zu bekommen.

Auf diese Grundmauer wurde anschließend eine Fläche wiederrum aus Flachstürzen, die etwas höher dimensioniert sind, ausgelegt. Aus Kostengründen wurde nicht vollflächig verlegt, sondern die Zwischenräume mit Dämmmaterial beklebt.

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12 cm starke Kalksandstein-Stürze

Auf Seite der späteren Öffnung kam ein normaler Rasenkantenstein.

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Eingemauerte Ofentür

Ab hier wurde mit Mauermörtel weitergearbeitet. Die vordere Außenwand wurde mit einem Handform-Klinker und die Brennkammer mit einem Klinker höherer Dichte aufgesetzt.

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2 Lagen Schamotteplatten mit den Belüftungsrohren in der Rückwand

Die Fläche der Brennkammer wurde passgenau mit zwei Schichten aus Schamotteplatten lose ausgelegt. Dabei wurde auf die erste Schicht die Öffnungstür so aufgesetzt, dass die Zweite Schicht absatzlos an den Türrahmen anschließt.

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Sägespäne eingefüllt

Der entstehende Brennraum wurde nun mit feuchtnassem Sägemehl gefüllt und mit diesem Material die Form des Brennraums als Schalung geformt und festgelegt.

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Fertiges Gewölbe, zur Rückseite seicht erhöht.

Um diese Schalung konnte nun das Gewölbe des Brennraums gemauert werden. Dabei wurde eine Öffnung für den Rauchabzug und in der Mitte des Gewölbes an der Vorderwand und zwei kleine Öffnungen für Frischluftzufuhr in der Rückwand über dem Boden eingemauert.

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Die „Schalung“ Sägesüäne werden ausgeräumt.

Nach dem Abtrocknen konnte das Gewölbe durch die Ofentür ausgeräumt werden. Anschließend wurde der gesamte Brennraum in 6 cm mineralische Dämmplatten eingehüllt und das Ganze mit Ziegeldraht befestigt und ausgeformt.

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In Mineralwolle-Dämmplatten eingepackter Brennraum

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Ziegeldraht über die Dämmung als Putzbewehrung und zum Vorformen des Gewölbes

Auf diese Bewährung wurde schließlich der Putz aufgetragen, der nun bündig an die Grundmauer aus Betonstein anschließt. Gleichzeitig mit dem Putz wurde der Rauchabzug mit Drosselklappe eingesetzt und mit Faserband abgedichtet. Somit ist der Wandaufbau wie folgt: 11,5 cm Klinker, 6 cm Dämmung, 2-3 cm Putz.

Holzbackofen selbst bauenAuf die vordere Randsteinplatte kam nun noch eine Lage Klinker und darauf eine Lage für den Außenbereich geeigneter Fliesen.

Es folgen noch Einpassung in die Gartenstruktur und ein Anstrich mit Fassadenfarbe zum Schutz des Putzes. Auch zwei dünne Metallhülsen zur Temperaturmessung wurden noch eingefügt.

Langsam und in mehreren Etappen wurde der Brennraum angeheizt. Zum ersten Backen haben wir 5 bis 6 Stunden angeheizt und die Temperatur langsam auf ca. 400 Grad gesteigert und schließlich gehalten.

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erste Belohnung (noch mit überflüssigem Backpapier)

Die Belohnung war der erste Flammkuchen. Anschließend wurde die Glut ausgeräumt und das Temperaturverhalten des Ofens beobachtet. Kleine Probebrötchen wurden ab ca. 270 Grad gegart. Der Temperaturabfall entspricht dem gewünschten und fürs Brotbacken notwendigen Verlauf.

Gewinnspiel für Baumentdecker

Initiative aus der Wirtschaft

Eine nachahmenswerte wie lobenswerte Zusammenarbeit geht hier ein Finanzunternehmen mit dem WWF ein. Bereits im Kindesalter tiefere Einblicke in die Natur und die Naturzusammenhänge zu bekommen, ist eines der großen Ziele des WWF, der zu diesem Zweck das Baumentdecker Set entwickelt hat und anbietet.

Visualvest Baumentdecker Initiative mit WWF

Mit Geschichten um das Eichhörnchen Filu und den Baumstumpf Prunella, so wie den Ausstattungen für etliche Spiele und Aufgaben rund um den Themenbereich Baum bekommen Erzieherinnen und Erzieher ein attraktives Paket in die Hand, um Kinder speziell an die Thematik Baum und Umgebung des Baumes heranzuführen und zu begeistern.

Pterocaria fraxinifolia , Flügelnuß

Zusammenarbeit mit dem WWF

VisualVest liegt genau wie dem WWF viel daran, Kinder bereits früh für die Themen Nachhaltigkeit und ökologische Verträglichkeit zu interessieren. Das Unternehmen investiert in Nachhaltigkeit und bietet Interessenten die Möglichkeit, ihr Geld in Portfolios aus nachhaltigen Fonds anzulegen. Mit den so genannten GreenFolios ermöglicht es VisualVest, in Länder und Unternehmen anzulegen, die nachweislich nachhaltig wirtschaften. Mehr als nur Rendite.

Aus diesem Grund verlost VisualVest unter dem Motto „Kinder entdecken die Natur“ nun aktuell 50 Baumentdecker-Sets des WWF Deutschland an KiTas. Gerade Kindergartenkinder für die Natur zu begeistern ist nicht schwer. Es macht den Kids einen riesen Spaß, die Natur und alle Bäume im Wald selbst zu entdecken.

Zeder, Zypresse, Gartennetzwerk.com

Wie nehme ich teil?

Also auf zur Facebookseite von VisualVest und dort im Post einen Kommentar hinterlassen, in dem ihr mitteilt, was ihr euch für die Zukunft der Kinder wünscht! Mit etwas Glück gewinnt ihr dann ein tolles Baumentdecker-Set für die KiTa eurer Wahl und schenkt damit euren Kindern, Enkeln, Patenkindern, … wertvolle Naturzeit.

 Visualvest Baumentdecker Initiative mit WWF

Moore – Urlandschaften mit Charme und Wert

Eine der Landschaften, die besonders prägend für die norddeutsche Tiefebene sind, ist die Welt der Moore.

Moor am frühen Morgen Birgit Meyer NaturfotografieSchon seit der frühesten Besiedlung des Nordens sind Moore von Mythen umrankt, man vermutete in Ihnen die Heimat einiger eher nicht so besonders beliebter Geister und Nebelwesen. Das Moor galt vielfach als unüberwindlich und als Pforte in die Anderswelt, das Jenseits.

Eine großflächige Nutzbarmachung und Besiedelung weiten Moorflächen ist ein Phänomen des zwanzigsten Jahrhunderts. Erst große Maschinen machten es möglich, effektive Entwässerungssysteme zu schaffen. Heute versucht man einige der alten Moore durch Vernässung zu renaturieren.

Meine Lieblings- Moorfotografin ist mit dieser Landschaft gleichsam verwachsen. Birgit Meyer versteht es, diese Landschaft in all ihrer Schönheit und einzigartig-geheimnisvollen Erscheinung einzufangen. Schon mehrfach habe ich einen winzigen Teil ihrer Moorbilder hier gezeigt.

Ein paar Sommerbilder aus dem Moor zeigen, dass es diese Landschaft, die in früheren Zeiten als unnütz und überflüssig angesehen wurde, im höchsten Maße wert ist, geschützt zu werden.

Mein besonderer Dank gilt Dir, Birgit!