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Mein Bienengarten

Bienensterben ist in aller Munde

Dass wir in der Regel dabei nur unsere emsigen Honiglieferanten im Sinne haben, verstellt uns den Blick auf die unglaubliche Artenvielfalt dieser Insektengattung.  Und so viele von Ihnen leben in unserer unmittelbaren Umgebung, doch wir nehmen sie gar nicht wahr, weil sie in der Regel nicht in auffälligen Staaten, sondern einzeln (solitär) leben.

Mein Bienengarten Ulmer Verlag

Bestenfalls die zu den „Bombus“-Arten -was für ein passender Name- gehörenden Hummeln brumseln sich im Garten noch ab und zu in unseren Fokus.

Neue Einsicht nötig

Die Autorin Elke Schwarzer hat sich in einem kurzweiligen und nicht zu wissenschaftlichen Werk nun dieser unglaublich interessanten Gartennachbarn angenommen und den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Bienen- und Hummelsterben und der zunehmend verarmenden Gartenlandschaft hergestellt.

Beispielsweise die nur spärlich, weil pflegeleicht, mit Koniferen gespickten Kiesflächen, die mit dem Begriff „Garten“ nun gar nichts mehr zu tun haben. Sie bieten  einfach keine Lebensgrundlage für die auf Pollen- und Nektarnahrung angewiesenen Insekten mehr.  Das in der Regel noch übervolle Angebot der Frühlingsblüher reduziert sich im weiteren Jahresverlauf so stark, dass ganze Völker unterernährt und damit krankheitsanfällig werden und schließlich eingehen.
Wir vertrauen nicht mehr der Blütenvielfalt, den heimisch entwickelten ortsansässigen Stauden- und Sträuchergesellschaften, mit denen die Natur ein feines und ausgewogenes Nahrungsangebot bis in den Spätherbst hinein gestrickt hat. Wir holen uns stattdessen pflegeleichte, immergrüne, oder nur mit Scheinblüten ausgestattete Vertreter in den Garten, die für Bienen und andere Insekten eine Nahrungswüste darstellen.

Mein Bienengarten Ulmer Verlag

Anregung zu  guter „Nachbarschaft“

Elke Schwarzer stellt in ihrem Buch nun in sehr sympathischer Form die Wildbienenarten, die Hummeln und die für diese Arten jeweils wichtigen Nahrungspflanzen im Zusammenhang vor. Jeweils mit einem „Steckbrief“ versehen, der die wichtigsten und einprägsamen Informationen auflistet, werden in Wort und besonders ausdrucksstarken Fotos Tiere und Pflanzen vorgestellt.

Dabei unterscheidet sie zwischen „Hotspot-“ und Füllpflanzen, also die Bienenmagneten und die Randvertreter.  Auch die richtigen Nistmöglichkeiten werden ausgiebig behandelt, denn so manche vermeintlich gute  „Nisthilfe“ entpuppt sich bei genauer Betrachtung als wenig hilfreich.

Abgeschlossen ist das Buch mit einem umfangreichen Serviceteil, der noch einmal weitere Informationen, sowie eine Fülle von Literatur- und Internethinweisen bietet.

Mein Bienengarten Ulmer Verlag
Fazit

ich habe mich selbst seit vielen Jahren für die unglaubliche Fülle der interessanten Wildbienen interessiert und einiges darüber gelesen. Dennoch hat mich dieses Buch in seiner so überaus liebevollen und sympathischen Informationsvielfalt ganz besonders gefallen und ich empfehle es nicht nur gerne weiter, sondern ich lege es jedem Gartenbesitzer ans Herz.

Info

Termine im Vermehrungsgarten Hannover

Der Vermehrungsgarten – Termine für 2017

(Download PDF)

Vermehrungsgarten Hannover
Foto: www.vermehrungsgarten.de

Nicht alle haben das Gärtnern bei Oma gelernt, selbst in der Gärtnerausbildung werden nicht mehr alle Bereiche vermittelt. Gartenkurs, das ist wie Spanisch lernen oder Tango tanzen, was man bisher nicht gelernt hat, das kann man noch anfangen.

Für alle offen

Alle Termine sind allgemein offen. Die Kurse stehen Klein-, Haus-, BalkongärtnerInnen und Interessierten offen.

Vermehrungsgarten Hannover
Foto: www.vermehrungsgarten.de

Diese Terminankündigungen finden sich bald auch wieder auf der Internetseite www.vermehrungsgarten.de. Eine Anmeldung ist besonders für die Kurse unbedingt und rechtzeitig notwendig. Zu den Terminen „Anpacken am Nachmittag“ sind alle ohne Anmeldung herzlich eingeladen. Alle Arbeit findet weiterhin ehrenamtlich statt.

Vermehrungsgarten Hannover
Foto: www.vermehrungsgarten.de

Wachsende Internetseite

Die Internetseite des Vermehrungsgartens wächst. Hier gibt es Kulturanleitungen und Sortenbeschreibungen, die helfen, Fehler im Anbau und bei der Auswahl der Sorten für den eigenen Garten zu vermeiden. Es geht vor allem um den Erhalt alter, samenfester Sorten, die nicht mehr im Handel zu bekommen sind. 

Gartenadresse: An der Bauerwiese 42. Hannover-Ricklingen

SCHLAFMOHN, ENGELWURZ UND APHRODITES QUITTEN

Die Pflanzen der Heiligen und Gottheiten,

Haben Sie gewusst, dass ein goldener Apfel unsterblich macht? Naja, jedenfalls glaubt das die alte illustre Gesellschaft in Walhall und Asgard bei täglichem Biss in einen dieser Alleskönner. Für Normalsterbliche davon übrig geblieben ist ja bekanntermaßen  der gerne auch von Usern des gleichnamigen IT-Konzerns verballhornte Satz „an apple a day keeps the doctor away“.

Schlafmohn, Engelwurz und Aphrodites Quitten
Baldrianblüte (Foto. Claudia Ritter)

Oder wer weiß schon, dass der Name des Baldrians von Baldur, einem strahlendem Spross Odins stammt. Außerdem ermöglicht das Kraut, die germanischen Wälder auf den Rücken von Hirschen zu erkunden, jedenfalls gelingt dies der Göttin Freya oder Frigg, der Gespielin Odins und immerhin zuständig für die Heilkunst.

Wenigstens wissen ja die Freunde von Asterix, Obelix und ihrer Wohngemeinschaft, dass die Misteln von Miraculix & Co. richtig verarbeitet Wahnsinnskräfte verleihen. Achtung – unbedingt mit einer goldenen Sichel schneiden! Doch auch ohne dieses exklusive Gartengerät der Druiden geerntet, verfügt diese Pflanze über eine ganze Reihe erstaunlicher, heilsamer Wirkungen.

Schlafmohn, Engelwurz und Aphrodites Quitten
Schlafmohn (Foto: Claudia Ritter)

Heilanwendungen und Rezepte

Fünfzig solch interessanter Pflanzen hat die Autorin Claudia Ritter in dem jüngst erschienenen Buch zusammengetragen. Mit höchst informativen Geschichten und Fakten rund um jede einzelne von ihnen bringt sie dem Leser eine ganze Reihe von Aspekten nahe. Vor allem stellt sie den informativ/unterhaltsamen Zusammenhang zwischen Wirkungsweisen der Pflanzen und den ihnen zugeordneten Sagen- und Religionsgestalten her.

Zu jeder Pflanze gehören aussagekräftige Fotos, Darstellungen der Götter und Heiligen, unterhaltsame Geschichten und Berichte voll botanischen Wissens, Benennung der wirksamen Inhaltsstoffe und Wirkungsweisen, so wie schließlich eine Reihe nachvollziehbarer Rezepte.

Schlafmohn, Engelwurz und Aphrodites Quitten
Granatapfel (Foto: Norbert Griebl)

Mit viel Liebe wurde hier ein Wissen zusammengetragen und kurzweilig wiedergegeben, das vom Alant bis zur Weinrebe die Pflanzen der Götter vorstellt, sie in den ihnen gebührenden kulturgeschichtlichen Zusammenhang stellt und ihre viele Jahrhunderte genutzte Bedeutung in der Volksmedizin und besonders ihre Verwendung in der Küche mit einer Vielzahl anwendbarer Rezepte angemessen würdigt. (wenn nötig auch mit deutlichen Warnhinweisen).

Ein umfangreiches Literaturverzeichnis rundet dieses Buch ab.

Schlafmohn, Engelwurz und Aphrodites Quitten
Foto: Mag. Gertrude Tritthart

Fazit

Ich kann dieses Werk von Claudia Ritter uneingeschränkt auch als wertvolles Nachschlagewerk empfehlen. Hier werden keine reißerischen Heilsversprechen dargestellt, wie sie einem so oft in entsprechend angehauchten Veröffentlichungen begegnen. Hier werden dem Leser bekannte und weniger bekannte Pflanzen sachlich und dennoch unterhaltsam umfassend vorgestellt. Dabei liegt der Hauptaspekt natürlich in den seit jeher und oftmals bis heute praktizierten Anwendungsmöglichkeiten.

Ganz sicher hilft dieses Buch der Bewahrung uralten Wissens über die Wirkungsweisen und Anwendungen der Pflanzen, von dem schon so viel unwiederbringlich verloren gegangen ist.

Info

  • SCHLAFMOHN, ENGELWURZ UND APHRODITES QUITTEN – Die Pflanzen der Heiligen und Gottheiten, Heilanwendungen und Rezepte
  • Claudia Ritter, Verlag Leopold Stocker, ISBN 978-3-7020-1618-0
  • 160 Seiten, Hardcover, durchgehend farbig bebildert
    Preis 19,90 Euro

Heimische Pflanzen für den Garten

Heimische Arten

Ein ganzes Feuerwerk an Blühern und Laubpflanzen brennt die Autorin Elke Schwarzer ab und zeigt eindrucksvoll wie umfangreich und sinnreich komplett unsere heimische Pflanzenwelt ist. Für jede spezielle Nische, jeden Standort, alle Licht- und Feuchteverhältnisse  ist ein Kraut gewachsen.

Ulmer Verlag Elke Schwarzer Heimische Pflanzen Ulmer Verlag Elke Schwarzer Heimische PflanzenSie alle machen den naturnahen Garten zu einer Oase für den Besitzer aber auch die auf diese heimischen Arten angewiesenen Insekten, Vögel und Säugetiere.

Wer kennt noch die Pimpernuss und Weinrose, den echten Beinwell, die Bergminze und Blaustern, die Hainsimse und Herzgespann oder Kirschpflaume und Felsenkirsche.

Ulmer Verlag Elke Schwarzer Heimische PflanzenDie Autorin bringt sie dem interessierten Leser und Gärtner nahe und überhaupt oder wieder ins Gedächtnis. Dass viele dieser Pflanzen nebenbei auch noch zum Naschen oder zu gesundheitsfördernden Behandlungen dienen können, ist dabei nur nebenbei bemerkt.

Im ersten Teil beantwortet Elke Schwarzer die Frage nach dem Sinn der Verwendung heimischer Pflanzen. Sie beschreibt die Wechselwirkung von Insekten, Pflanzen und Vögeln und nicht zuletzt die positiven Auswirkungen auf den Menschen, den Gartenbesitzer. Gleichzeitig will sie keine Dogmen, sondern Anregungen vermitteln und betont den entspannten Umgang mit dem Thema.

Ulmer Verlag Elke Schwarzer Heimische Pflanzen100 Blumen, Sträucher und Bäume für mehr Artenvielfalt

Der zweite Teil führt die Pflanzengruppen auf, geteilt nach Stauden, Kletterpflanzen, Sträuchern und Bäumen. Stets mit einem aussagekräftigen Foto, einem Steckbrief und immer einem gewichtigen Tipp stellt die Autorin die Pflanzen vor.

Den Abschluss bildet ein umfangreiches Register, einigen Leseempfehlungen und vor allem geeigneten Bezugsquellen für diese heimischen Pflanzen.

Ulmer Verlag Elke Schwarzer Heimische PflanzenFazit

Das Buch ist unkompliziert, anschaulich sehr übersichtlich gehalten und ein wertvoller Ratgeber für den Insekten-, Tier- und Pflanzenfreund, der ja eigentlich in den meisten Gärtnern steckt.

Jeder, der seinen Garten naturnah und heimisch geprägt gestalten will, sollte dieses sehr informative kleine Buch in seine Bibliothek aufnehmen.

Info

  • Elke Schwarzer
  • Heimische Pflanzen für den Garten. 100 Blumen, Sträucher und Bäume für mehr Artenvielfalt.
  • 2016. 128 Seiten, 117 Farbfotos, kartoniert
  • ISBN 978-3-8001-8455-2.
  • Preis: 12,90 Euro, (Österreich € 13,30)

Die Gründonnerstagssuppe

Die Gründonnerstagssuppe

Führung mit Rita Büsing, Kräuterexpertin aus Oldenburg. Die Gründonnerstagsuppe ist eine alte Tradition. Unsere Vorfahren wussten, wie wichtig die ersten jungen Kräuter im Frühjahr sind. Wir werden Kräuter im Garten sammeln, das Neunerlei, die „drei mal drei“ grünen Kräuter zur Suppe verarbeiten und genießen! Dazu gibt es Kräuterbrötchen mit Brennnesselsamen und einen herzhaften Dipp aus frischen Kräutern sowie leckeren Kräutertee.

Veranstaltungsinfos: 17. April ,19 Uhr, Bauerngarten Anke zu Jeddeloh, Wischenstr. 9,26188 Edewecht-Jeddeloh I, www.bauerngaerten-nordwest.de0909, Tel.:  04405 7302