Oenothera biennis - Gemeine Nachtkerze

Die Nachtkerze – Wildgemüse und Eisenbahnpflanze

Die Gartenlaube

Eine kleine Meldung aus „Die Gartenlaube“ in der schon 1884 darauf hingewiesen wird, das die moderne Eisenbahn zur Verbreitung von Pflanzenarten in Gebiete beitrage, in der diese Pflanzen vorher nicht anzutreffen waren passt nun genau zu der ersten heute mit einem kleinen Steckbrief im Heilpflanzenlexikon beschriebenen Wildpflanze. Die bereits im 17. Jahrhundert als Zierpflanze aus Nordamerika eingeführte Gemeine Nachtkerze entspricht genau diesem Typus des Neophyten. Heute würde man sie vielleicht als „Global Player“ bezeichnen, oder ihr einen Migrationshintergrund bescheinigen.

oder Bahndamm

Der Zufall wollte es wohl, dass ich die Gemeine Nachtkerze heute  an einem Bahndamm entdeckt habe. Bei den Recherchen zur Pflanze musste ich wieder einmal feststellen, dass in Deutschland niemand verhungern muss, der ein wenig Pflanzenkenntnis besitzt.

Ist doch auch die Gemeine Nachtkerze in allen Teilen essbar. Ihre Blätter finden in als Salat Verwendung und die  rübenartigen Pfahlwurzeln können wie Schwarzwurzeln gekocht werden. Außerdem sind Ihre Samen Grundlage des Nachtkerzenöls, dass zu Hautcremes verarbeitet wird. Bereits die Indianer Nordamerikas nutzten sie  als Heilpflanze und auch heute wird sie noch in der Naturheilkunde verwendet. Besonders die Blätter enthalten Linolsäure und werden zur Linderung von Neurodermitis verwendet.

4 Gedanken zu „Die Nachtkerze – Wildgemüse und Eisenbahnpflanze“

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