gemeiner Holzbock, Ixodes ricinus

Gartensaison ist auch Zeckensaison

Auch der streunende Naturfotograf ist gefährdet
Auch der streunende Naturfotograf ist gefährdet

Zecken vermehrt auch in Norden

Auch bei uns im Norden fängt man sich den gemeinen Holzbock, die Zecke leider immer häufiger ein. Während in früheren Zeiten der „Weißwurstäquator“ die Grenze für vermehrtes Auftreten von Zecken war, bringt man sich diese kleinen Gesellen mittlerweile auch hier immer öfter aus dem eigenen Garten mit. Es sind wohl zuerst die vierbeinigen Warmblüter, die durch unsere Gärten streichen und für eine stetige Vermehrung nicht nur in den Wäldern sorgen. Nun wäre das alles nicht so tragisch, wenn nicht von vielen dieser Spinnen- und Milbenverwandten eine erhöhte Gefahr für die Erkrankung mit FSME und Borreliose ausgehen würde.

Zecken im Garten
Gelegenheit für den Holzbock

Gefährdung regional unterschiedlich

Die FSME Risikogebiete in Deutschland befinden sich noch weithin im Süden, also in Rheinland-Pfalz, dem Saarland, im südlichen Hessen und südlichen Thüringen, in Baden-Württemberg und Bayern. Österreich und die Schweiz gehören ebenfalls zu dieser Zone. Wer hier wohnt oder Urlaub macht, sollte sich den Impfschutz gegen FSME zulegen oder ihn wieder auffrischen lassen.

gemeiner Holzbock, Ixodes ricinus
gemeiner Holzbock oder Zecke – Foto Rainer Fuhrmann – Brandenburger Naturfotos

Zecken treten in mehreren Entwicklungsstufen auf. Alle von ihnen, die Larven, die Nymphen und die adulten Tiere sind auf das Blut ihrer Wirte angewiesen, saugen also, wenn sie können. Während man die adulten Zecken und die Nymphen noch gut erkennen kann, muss man schon sehr genau hinschauen, um die nur 0,05 mm kleinen Larven zu entdecken. Die richtige Entfernung und Impfmöglichkeiten wird von Fachleuten ausführlich geschildert.

Impfen wichtig

Am 7. April war der diesjährige Weltgesundheitstag, der im Zeichen eben dieser, durch Organismen wie der Zecke übertragenen Erkrankungen stand. In dem Zusammenhang erinnerte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung an die Impfungsmöglichkeiten gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Die Symptome einer solchen Erkrankung sind zum Beispiel Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen, und schwere Verläufe können Gehirnhaut- sowie Rückenmarksentzündungen zur Folge haben.

gemeiner Holzbock, Ixodes ricinus
gemeiner Holzbock oder Zecke – Foto Rainer Fuhrmann – Brandenburger Naturfotos

Gerade jetzt, wenn die Temperaturen wieder ansteigen und die Sonne die Garten- und Naturfreunde wieder ins Freie ruft, steigt gleichzeitig die Aktivität der Zecken. Sie suchen sich die Stellen am Körper, die für sie durch Wärme und schnelle Erreichbarkeit der Blutgefäße attraktiv sind und injizieren beim Biss Gerinnungshemmer, die Erreger enthalten können. Allerdings brauchen die kleinen Tierchen einige Zeit, um sich durch die Haut zu arbeiten. Wenn man sich also nach Garten- und Naturerkundung gründlich absucht, möglichst auch gegenseitig, kann man der FSME-Gefahr recht sicher entgehen. Gegen die Borreliose gibt es allerdings keinen Impfschutz.

2 Gedanken zu „Gartensaison ist auch Zeckensaison“

  1. Der Weißwurstäquator mag vielleicht für FSME-importierende Zecken gegolten haben, aber ‚ wildes ‚ Kind in Natur bin ich mit Holzböcken schon vor einem halben Jahrhundert im Norden konfrontiert gewesen.
    Und in meinen Garten werden sie zwar durchaus durch unseren Hund importriert, ich kann aber nicht feststellen, daß sie hier ein neuen Lebensraum gefunden haben.
    Deinen letzten Satz kann ich aber voll und ganz unterstreichen ….keep cool und such dich und deinen Hund nach Spaziergängen in der Natur ab…
    LG Sisha…die schon zwei Mal die Wanderte hatte…

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