1958 Gruga Essen

Gruga Essen, Ein Park mit Geschichte (1)

Auf eine lange Geschichte zurückblicken kann der Grugapark in Essen. Auf einer Brachfläche mitten im Revier entstand hier ab 1927 ein bis dahin einzigartiger Volkspark. In schwerer Zeit  wurde hier über ein Arbeitslosenprojekt ein botanischer Garten angelegt, der das Messegelände mit Gartenausstellungen  aufwerten sollte.  Im Juni 1929 endlich konnte bei strahlendem Sonnenschein die „Große Ruhrländische Gartenausstellung“ eröffnet werden – daher der Name Gruga.

Das gute Wetter hielt 100 Tage und so sprach man in Essen von Grugawetter.  Die nationalsozialistische Zwangsherrschaft bescherte dem Park zunächst eine Verdoppelung seiner Fläche, dann die „2. Reichsausstellung des deutschen Gartenbaus“ die Ausnutzung für die Nazi- Ideologie und schließlich die fast vollständige Zerstörung durch den von den Nazis angezettelten Weltkrieg.

1950 begann dann der Wiederaufbau. Abermals war es eine Ausstellung, diesmal die „2. Große Ruhrländische Gartenbau-Ausstellung“ die der Motor für den Park war.  Zur Bundesgartenschau 1965 erfolgte dann die Erweiterung auf die heutige Größe von 70 ha.

Somit ist der Grugapark in Essen ein positives Beispiel, wie aus einer Industriebrache, motiviert durch große Ausstellungen ein Erholungspark für die städtische Bevölkerung enstanden ist.

Die nachbearbeiteten Fotos in der Galerie stammen aus einem Album meines Vaters, Gärtnermeister wie ich.  Sie wurden im Mai 1958 dort von ihm aufgenommen. Mit der Grugapark verbindet mich daher auch meine eigene Familiengeschichte.

Fortsetzung folgt…

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