Karotten, Gemüseanbau, Möhren, Rote Rüben, Wurzeln, Gartenflora

Karotten – Vielfalt im Garten

große Unterschiede bei Karotten

In vielen Gemüsegärten gehören Möhren beziehungsweise Karotten zur Stammbesetzung. Je nach Sorte und Region können Karotten bis Anfang Juli gesät werden. Angesichts des mittlerweile sehr großen und vielfältigen Sortiments ist die Auswahl nicht unbedingt einfach. Die Unterschiede der Sorten betreffen unter anderem der Wurzelform und -farbe. Wer sich bei der Farbe nicht festlegen kann, hat vielleicht Lust, erstmal eine bunte Saatgut-Mischung auszuprobieren.

Niederländische Legende

Heute sind die meisten angebauten Möhren orange, während vor gut 300 Jahren gelbe, violette, weiße und auch rote Sorten vorherrschten. Selbst hellorangefarbene Möhren gab es schon lange, bevor ab dem 16. Jahrhundert in den Niederlanden orangefarbene Möhren gezüchtet wurden. Dieser intensive Orangeton geht auf das Beta-Karotin zurück, das eine Vorstufe des Vitamin A ist. Nicht weniger gesund sind die violetten Sorten, denn sie enthalten zusätzlich als sehr gesund geltende Anthozyane. Im Garten sind alle Sorten, egal ob in Weiß, Gelb oder in Rot, gleichermaßen einfach zu kultivieren.

Sortenvielfalt

Nach der Form ihrer Wurzeln werden Möhrensorten in vier Hauptgruppen eingeteilt:

  • Nantaise-Typen: zylindrisch mit stumpfer Spitze
  • Imperator-Möhren: lang und spitz zulaufend,
  • Pariser-Markt-Möhrchen: klein und rundlich
  • Chantenay-Typen: kurz und kegelförmig.

Anbau

Möhren wachsen eigentlich überall und, wenn der Boden immer gleichmäßig feucht ist, selbst in Blumentöpfen. Ideal sind mindestens 20 cm tiefe Kübel. Am besten eignen sich für den Anbau in einem solchen relativ hohen Gefäß kurz wurzelnde und frühe bis mittelfrühe Sorten.

Wichtig ist das Vereinzeln der kleinen Pflanzen, sobald sich das erste Laubblattpaar zeigt. Wenn die Rüben etwa bleistiftdick sind, steigt der Wasserbedarf. Nach längerer Trockenheit muss zunächst vorsichtig gegossen werden, denn eine zu hohe Wassergabe kann dazu führen, dass die Möhren längs aufreißen, weil sie dann schnell zu viel Wasser aufnehmen. Was den Boden betrifft, sind die Pflanzen nicht sonderlich wählerisch, bevorzugen jedoch leichte bis mittelschwere Böden.

Gemüseanbau, Möhren, Rote Rüben, Wurzeln, Gartenflora

Gute Nachbarschaft

Rote Bete und Mangold, Erbsen und Salat sowie Zwiebeln und Lauch sind gute Nachbarn für Möhren. Den beiden Letztgenannten wird nachgesagt, dass sie sogar die Möhrenfliege verwirren können. Wirksamer sind jedoch Anbaupausen, Schutznetze und Sorten, die weniger anfällig für die Möhrenfliege sind. In einem Hochbeet finden Möhren ideale Bedingungen, denn die Erde ist hier meist locker und nicht verdichtet. Von mindestens 50 cm hohen Hochbeeten hält sich die Möhrenfliege auch meist fern, da ihre maximale Flughöhe bei nur 45 cm liegt.

https://www.gartenflora.de/mein-garten/gartenpraxis/obst-gemuese-kraeuter/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.