Montagsgedicht – Wegwarte

Cichirium intybus – Wegwarte

Nach langer Zeit setzen wir die Reihe der Montagsgedichte heute mit dem Gedicht Wegwarte des Heidedichters  Hermann Löns fort.

Wegwarte

Es steht eine Blume, Wo der Wind weht den Staub, Blau ist ihre Blüte, Aber grau ist ihr Laub.

Ich stand an dem Wege, Hielt auf meine Hand, Du hast Deine Augen Von mir abgewandt.

Jetzt stehst du am Wege, Da wehet der Wind, Deine Augen, die blauen, Vom Staub sind sie blind.

Da stehst du und wartest, Daß ich komme daher, Wegewarte, Wegewarte, Du blühst ja nicht mehr.

von Hermann Löns (1866-1914)

Ein Gedanke zu „Montagsgedicht – Wegwarte“

  1. ein schönes Gedicht
    was mir auffällt ist, daß die Wegwarte identisch die gleiche Blüte und die gleichen Samenstände hat wie der Chicoree….

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