Novembergedanken

November

Von mir aus könnte der morbide November auch komplett aus dem Kalender gestrichen werden. Aber es muss wohl so sein, dass erst das Meiste vergeht, ehe Neues wachsen kann. Die wichtigen Eckpfeiler allerdings überdauern auch Sturm und Kälte. Daher möchte ich mit dem Blick zurück auf manches übersehene Kraut des Sommers gleichzeitig den Blick nach vorn richten. Schon bald wird neues Wachstum einsetzen. Dafür den Boden zu bereiten kann auch der November dienen.

Allerdings muss auch ich dafür meinen inneren Schweinehund überwinden. Im Leben wie im Garten gilt es zu schauen, was das Gesamtbild im vergangenen Jahr gestört hat, und was gut und richtig platziert war. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten die verändert werden sollten. Mitunter ist aber auch schweres Gerät oder eine Kettensäge nötig um Platz für Neues zu schaffen.

Hauptsache dabei bleibt, dass der dunkle November bei allen Planungen nicht den Blick und die Vorstellungskraft trübt. Andernfalls würde doch zuviel Immergrünes den Garten dominieren. Die Friedhofstimmung des Novembers auch noch dauerhaft zu konservieren wäre aber so ziemlich das Letzte was mir vorschwebt.

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