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Noch einmal Herbstfarben

Heute morgen strahlt wieder die Sonne, und noch immer leuchten überall Farben und zeigen uns einen bisher langen und milden Herbst an. Ich wehre mich noch, mit Deko und Stimmung schon jetzt dem Winter Raum zu geben. Noch ist es an den meisten Tagen, überwiegend hell und freundlich.

Die Tristesse des Novembers hat sich zwar schon angemeldet, aber noch überwiegen die Sonnenstrahlen. Und ich hoffe mit Rainer Maria Rilke auf noch „zwei südlichere Tage“, es dürfen auch gerne ein paar mehr sein. Statt des „ernsten schweren verwehrenden Himmels“ sehe ich noch immer halbwegs grüne Alleen, die mir auch nicht den Blick „fast bis zu den fernen Meeren“ öffnen. Und selbst wenn es dann doch langsam grauer wird, neige ich dazu, es nicht zu sehr mit Rilke sondern eher mit Theodor Storm zu halten:

„Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!“