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Dorfteiche und andere Gewässer

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Mit diesem Bilderbogen rund ums Wasser wünschen ihnen Gartennetzwerk und Franks Pflanzlexikon einen schönen und erholsamen Sonntag.  Mit dieser Zusammenstellung von Fotos aus früheren Beiträgen  bedanken wir uns besonders bei unseren vielen neuen Lesern für ihr Interesse. Bleiben sie uns gewogen.

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Fundstücke zum Schlossgarten Oldenburg

Bis Ich das Buch des „Großherzoglichen Garteninspectors in Oldenburg“ Heinrich Orth über die „Großherzoglichen Gärten und Parkanlagen in Oldenburg“ von 1890 gelesen, aufbereitet und vor Ort mit dem aktuellen Zustand des Schlossgartens verglichen habe, wird sicher noch einige Zeit vergehen.  Als kleiner Vorgeschmack  daher hier ein paar der Zeichnungen aus dem Buch. ich werde mir die Lektüre wohl für die langen Winterabende aufsparen, freu mich aber jetzt schon drauf.

Familienausflug und Bauerngärten

Unser heutiger Familienausflug führte uns auf einstimmigen Beschluss unserer Kids ins Museumsdorf  Cloppenburg. Ich muss zugeben, dass ich selbst überrascht über ihre Wahl war und schwöre, dass ich in keiner Weise versucht habe, Einfluss auf ihre Entscheidung zu nehmen. Wenn sich aber Kinder in so unterschiedlichem Alter wie meine  für das Museumsdorf begeistern können, obwohl oder gerade weil sie dort schon öfter waren, zeigt das doch wie interessant diese Anlage immer noch ist.

Ein Ausflug dorthin ist zudem gerade für vielköpfige Familien ein sehr preiswertes Vergnügen und ganz nebenbei fielen auch noch ein paar Aufnahmen für das Gartennetzwerk dabei ab. Natürlich habe ich diesmal mein Augenmerk auf die unterschiedlichen Bauerngärten gerichtet, die rund um die Häuser angelegt sind.

Die Gärten im Museumsdorf Cloppenburg sind nicht zu Unrecht Bestandteil der von den Tourismusverbänden des Oldenburger Münsterlandes herausgebrachten Visiten Touren. Das parkartig angelegt Gelände lädt zudem gerade jetzt zu kleinen Spaziergängen ein.

Das Thema Bauerngärten wird hier später noch ausführlicher zu behandeln sein, denn den Bauerngarten gibt es meines Erachtens nicht. Zwar kommen einige typische Pflanzen wie Hortensien, Funkien oder Stockrosen häufig in Bauerngärten vor, doch auch hier gibt es regionale Unterschiede. Zum anderen ist natürlich die  historische Epoche des Entstehens von Bedeutung.

Der entscheidende Unterschied ist aber die soziale und wirtschaftliche Stellung des Hofbesitzers: Handelt es sich um ein Gut oder einen Herrensitz, einen großen Hof oder um eine Heuer- oder Siedlerstelle? Je größer der Hof und der Rang des Hofbesitzers, desto mehr Raum nehmen formale und gestalterische Elemente, wie in Form geschnittene  Eiben (Taxus baccata) oder Buchsbaumhecken oder auch Staudenrabatten ein.

Bei den Landarbeitern, Heuerleuten und kleinen Siedlern überwiegt dagegen der Nutzgartenanteil. Was heute zum Livestyle avanciert (ohne dies abwerten zu wollen) und innerhalb der bewussten  Ernährung eine Renaissance erlebt, war in der bäuerlichen Kulturgeschichte eine Notwendigkeit, um die Familie ernähren zu können. Landwirtschaftliche und gärtnerische Nutzung gingen ineinander über. Die Hühner im Garten, die Gemüsebeete oder die Obstwiese besserten die schmale Kost auf.  Schließlich nahmen die Kosten für Nahrungsmittel, gemessen am damaligen Lohn, einen viel höheren Anteil als heute ein.

Nicht zu vergessen ist, dass dem Heuermann zur eigenen Bewirtschaftung meist ertragsarme Landstücke überlassen wurden. Für die Neusiedler auf ehemaligem Markengrund gilt gleiches. Das Land musste also in mühseliger Arbeit erst urbar gemacht werden. Wo die Gartenarbeit heute ein Ausgleich für stressbeladene Büroarbeit ist, war sie vor hundert und mehr Jahren schwere körperliche Arbeit.

Also lautete der Familienbeschluss….

nach unserem spontanen Kurzausflug in den Botanischen Garten Oldenburg, dass wir diese Pflanze (Gunnera manicata – Mammutblatt) unbedingt auch auf unserem Grundstück anpflanzen sollten.  Das Mammtblatt war der einstimmige Favorit aller 6 Familienmitglieder im  gesamten Botanischen Garten.

Weiter  herrschte ebenso Einigkeit, dass wir demnächst an einer anderen Stelle noch einen Bambushain anlegen müssen.  Was es sonst noch so in dem kleinen Botanischen Garten  der Universität Oldenburg zu entdecken gab, aber auch was mich ein wenig geärgert hat, wird in den nächsten Tagen hier und in Franks Pflanzenlexikon zu lesen sein. Der Vorrat an Bildern ist reichlich, auch Dank meiner Tochter, die das Gesehene aus ihrer eigenen Perspektive ebenfalls fotografisch festgehalten hat.

Für Artikelnachschub ist also vorerst gesorgt…

Gruga Essen, Ein Park mit Geschichte (1)

Auf eine lange Geschichte zurückblicken kann der Grugapark in Essen. Auf einer Brachfläche mitten im Revier entstand hier ab 1927 ein bis dahin einzigartiger Volkspark. In schwerer Zeit  wurde hier über ein Arbeitslosenprojekt ein botanischer Garten angelegt, der das Messegelände mit Gartenausstellungen  aufwerten sollte.  Im Juni 1929 endlich konnte bei strahlendem Sonnenschein die „Große Ruhrländische Gartenausstellung“ eröffnet werden – daher der Name Gruga.

Das gute Wetter hielt 100 Tage und so sprach man in Essen von Grugawetter.  Die nationalsozialistische Zwangsherrschaft bescherte dem Park zunächst eine Verdoppelung seiner Fläche, dann die „2. Reichsausstellung des deutschen Gartenbaus“ die Ausnutzung für die Nazi- Ideologie und schließlich die fast vollständige Zerstörung durch den von den Nazis angezettelten Weltkrieg.

1950 begann dann der Wiederaufbau. Abermals war es eine Ausstellung, diesmal die „2. Große Ruhrländische Gartenbau-Ausstellung“ die der Motor für den Park war.  Zur Bundesgartenschau 1965 erfolgte dann die Erweiterung auf die heutige Größe von 70 ha.

Somit ist der Grugapark in Essen ein positives Beispiel, wie aus einer Industriebrache, motiviert durch große Ausstellungen ein Erholungspark für die städtische Bevölkerung enstanden ist.

Die nachbearbeiteten Fotos in der Galerie stammen aus einem Album meines Vaters, Gärtnermeister wie ich.  Sie wurden im Mai 1958 dort von ihm aufgenommen. Mit der Grugapark verbindet mich daher auch meine eigene Familiengeschichte.

Fortsetzung folgt…