Viola cornuta - Stiefmütterchen

Violen – stiefmütterlich behandelt

Ich gebe gerne zu, dass mir selbst das Stiefmütterchen als Landschaftsgärtner nie so besonders am Herzen lag. Als ich aber heute diese zierlichen Sorten sah, kam ich dann doch ins Grübeln. In den grauer werdenden Tagen können uns die Stiefmütterchen mit ihren leuchtenden Farben vielleicht ja doch unterbewusst aufmuntern. Ihr Name allein ist ja schon fast eine Diffamierung. Was gleichermaßen für die Stiefmütter gilt. Theodor Storm hat das wilde Stiefmütterchen „Viola tricolor“ sogar zum Titel einer Novelle gemacht, in der es um die Schwierigkeiten im Verhältnis von Stiefmutter und Stieftochter geht.  Seine eigenen Erfahrungen sind dort sicher mit eingeflossen.

Ähnlich wie in der Geschichte sehe ich das Stiefmütterchen heute auch mit anderen Augen. wobei ich zugeben muss, das mir die wilden und die  bescheidenen kleinblumigen, Hornveilchen genannten, fast besser gefallen, als die etwas aufdringlicheren großblumigen. Aber das ist reine Sache des Geschmacks, und über den ist bekanntlich nicht zu streiten.  Nur schade, dass sie nach ihrer Blüte schon sehr bald ihr Leben wieder aushauchen bzw. unansehnlich werden.

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