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Blauregen – Blütenkaskaden

Blauregen (Wisteria)

Die langen Blütentrauben des wuchsfreudigen Blauregens (Wisteria) können Pergolen, Fassaden, Hauseingänge, Brückengeländer, Lauben und Gartenmauern schmücken.

Der Blauregen braucht jedoch eine kräftige Kletterhilfe, denn er ist ein draufgängerischer Schlinger, der sich um alles windet, was ihm zu nahe kommt. Dabei kann er auch mal eine Stütze aus der Verankerung reißen, wenn sie nicht stark genug ist, oder Regenrohre zusammendrücken. Er sollte deshalb unbedingt ein kräftiges und sicher verschraubtes Wandspalier bekommen.

Chinesischer Blauregen

Es gibt zwei Wisteria-Arten, die im Sortiment eine große Rolle spielen: den Chinesischen und den Japanischen Blauregen. Der Chinesische Blauregen (Wisteria sinensis) zeigt seine duftenden Blüten zuerst. Sie bilden sich schon vor dem Blattaustrieb und hängen bereits Anfang Mai wie blauviolette Wasserfälle von seinen Zweigen herab.

Japanischer Blauregen

wisteria, Blauregen, Gartenplanung Gartenbau, GartenfloraDer Japanische Blauregen (Wisteria floribunda) lässt etwas länger auf seine Blütenpracht warten. Die eindrucksvollen, bis zu 60 cm langen Blütenstände zeigen sich mit oder nach dem Blattaustrieb Ende Mai und im Juni. In Japan wird diese Art seit langem sehr geschätzt und so sind viele Sorten entstanden.

gewünschte Wirkung erziehen

Blauregen kann zu einem handlichen Bäumchen erzogen werden. Damit er den dazu nötigen graden Stamm entwickelt, wird er in den ersten Jahren an einen Pfahl gebunden, der als Stütze dient. Selbst ein Blauregen, der sich beim Kauf schon um einen Stab gewunden hat, sollte vorsichtig aufgewickelt und gestreckt werden. Bis zur gewünschten Kronenhöhe werden an diesem Trieb alle Seitentriebe entfernt.

Beim Blauregen lohnt es sich besonders, darauf zu achten, gute und nicht zu billige Pflanzen zu kaufen: Preiswerte Exemplare, die durch Aussaat vermehrt wurden, brauchen viel länger, bis sie blühen. Die beste Gewähr für üppige und schnellere Blütenpracht ist der Kauf eines vegetativ (ungeschlechtlich) vermehrten Blauregens. Das können entweder Veredelungen oder stecklingsvermehrte Pflanzen von blühfreudigen Mutterpflanzen sein.

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Bohnen – Hülsenfrüchte mit Charakter

Die Körnerbohnen oder Trockenbohnen sind bei uns vielfach in Vergessenheit geraten, oft auch, weil sie in unserer Küche kaum noch eine Rolle spielen. Es gibt viele alte Sorten dieser Hülsenfrucht, und sie sehen sogar richtig schön aus. Auch hier hat Christine einige Sorten und Erfahrung mit ihnen zu bieten.

„Meine Lieblingskörnerbohne, die mich getrocknet bis weit in den Winter hinein begleitet, ist die Schwabenbohne. Sie sind mal mehr violett schwarz gepunktet, mal fast rosa oder fast schwarz gefärbt.“ Es handelt sich dabei um eine alte Kultursorte. Allein schon diese eine Sorte bringt eine herrliche Farbvielfalt hervor.

„Die Schwabenbohne mag ich so, weil man bei ihr nicht auf harte Häutchen beisst oder gar die Einzelbohnen noch mal häuten muss. Sie hat sogar schon ungewürzt einen wunderbaren Geschmack.“

„Zumeist lasse ich sie, nachdem ich sie am Abend zuvor eingeweicht habe, 2 Stunden vor sich hin köcheln. Dann darf sie z.B. in Brühe, gewürzten Gemüse und Kartoffelstückchen noch ein wenig weitergaren.“ Sie schmeckt sowohl im Eintopf oder im Chili, oder, oder…

Die Schwabenbohne ist sehr robust und die Schnecken sind nur in der allerersten Zeit interessiert. Sie klettert Ca. 3 Meter hoch an allem was man ihr anbietet und braucht dann bis zur Ernte im Oktober weiter keine Beachtung.

Die zweite Bohne, die Forellenbohne ist etwas kleiner. Auch sie ist eine alte Sorte, die unter Gartenfreunden von einem zum anderen weitergegeben wird. Auch die Forellenbohne sieht wunderschön aus mit beigem Grund, mal blau oder braun gesprenkelt. Ihr Vorteil ist, dass sie in jungem Zustand auch grün geerntet werden kann. Dafür braucht man, wegen ihrer Größe etwas länger die Körner aus zu puhlen.

Jedes Jahr zur ergibt sich eine große Portion Bohnen, die noch in großen prallen grünen Hülsen stecken. Diese werden dann vor dem Frost auch abgeerntet, gleich komplett gegart und, für die schnellen Gerichte, portionsweise verpackt, eingefroren.

„Wer einmal so eine Mahlzeit verspeist hat, den kann eine Dosenbohne garantiert nicht mehr reizen.“