ARCHE NOAH Gartenfest der Vielfalt

Gartenfest 21.8.2016

Utl: Von A wie Andenbeere bis Z wie Zitronengurke feiern wir im ARCHE NOAH Schaugarten die Sortenfülle!

Schiltern, 12.7.2016: Wie schmeckt ARCHE NOAH? Am 21. August 2016 öffnet der ARCHE NOAH Schaugarten seine Pforten für ein sinnliches Erlebnis. Der Raritätenschatz und die Sortenfülle vergessener Kulturpflanzen von ARCHE NOAH werden am Gartenfest der Vielfalt kulinarisch erlebbar. Und das schmeckt vielfältig: Von Andenbeere bis Zitronengurke reicht die Speisekarte, gewürzt mit viel Zeit zum Schlendern, Genießen und Entdecken. Serviert in einem der schönsten Schaugärten Niederösterreichs.

Beim Gartenfest der Vielfalt gehen die BesucherInnen auf kulinarische Entdeckungsreise: An zahlreichen Degustations-Ständen der Vielfaltsbauern kosten Sie sich durch Neues, Schmackhaftes oder noch nie Gesehenes an Gemüse-, Obst-, und Getreideraritäten. Jeder Stand bietet etwas anderes. Sie können dabei nach Herzenslust schauen, verkosten und diskutieren. Genuss und die Vielfalt stehen im Mittelpunkt.

Gartenfest der Vielfalt Arche Noah Schiltern
Foto: Rupert Plessl

Schaugarten und Schaukochen

Wer nicht nur gern probiert, sondern auch studiert, geht zum Schaukochen oder zu den stündlichen Schaugarten-Führungen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Das Kinderprogramm: „Fest der Sinne“ richtet sich an die ganze Familie und Musiker sorgen für eine festliche Stimmung.

„Das Besondere am Gartenfest der Vielfalt ist, dass das Fest von unseren Ausstellern, die Ihre vielfältigen Produkte zum Kosten anbieten, wesentlich gestaltet wird. Das ist auch für mich jedes Mal aufs Neue eine kulinarische Überraschung“, sagt Organisatorin Katrin Ehlert. „So macht unser Motto – ‚Retten wir die Vielfalt – essen wir sie auf!‘ besonderen Spaß.“

Infos

  • Alle Infos: https://www.arche-noah.at/kalender/termin-im-detail?eid=1258
  • Veranstaltungsbeitrag: 16 € (8,00 € Schaugartenbeitrag, 8,00 € Verkostungen),
  • ermäßigt (SeniorInnen, SchülerInnen, Studierende & Radreisende) 13,50 € (5,50 Schaugartenbeitrag, 8,00 € Verkostung).
  • Kinder bis 14 Jahre in Begleitung von Erwachsenen frei
  • ARCHE NOAH Mitglieder 8,00 € (Verkostungen)

Eine neue Liebe – Mohn

„Es ist ein herrlicher Eindruck als erstes am Morgen jetzt im Juni meine Mohnblüten zu besuchen,“ schreibt Christine, ganz begeistert von der Fülle und Farbenpracht ihrer Schönheiten.

„Die Bienen und Hummeln tummeln sich in und über den Blüten. Gelb bepudert taumeln sie im Blüteninneren und die klare Morgenluft wird von ihrem Summen erfüllt. Jeden Tag gibt es andere Farben und neue Blüten  und jedes Jahr taucht wie von Zauberhand gestreut der Mohn an Stellen auf, an denen er im Vorjahr gar nicht war und in Farben die ich noch gar nicht hatte.“

„Da wo ich ihn haben wollte siedelte er sich zuerst gar nicht an er wuchs in den Gemüsebeeten, bei den Tomaten und auf Wegen und in Steinritzen, und oft erlaubte ich ihm dort zu bleiben, weil ich ihn lieb gewonnen hatte.“

„Inzwischen weiß ich wie ich ihn am besten aussähe: Er ist ein Lichtkeimer, so streue ich ihn aus den Samenkapseln gleich nach der Samenreife an Stellen aus, an denen ich ihn haben will. Am besten gedeiht er zwischen kleinsten Kieselsteinchen wo er sich in den Ritzen feucht halten kann und doch noch Licht zum Keimen bekommt.“

(Danke für die Fotos Christine Zimmermann!)

Apfelbeere Aronia

Apfelbeere, Aronia

Ernte von August bis Oktober. Anspruchsloser Strauch mit ca. 10 Millimeter großen Früchten. Die zum Kernobst zählenden Früchte enthalten neben Vitamin C auch andere hohe Anteile an Wirkstoffen, wie Vitamin K und Flavonoide. Die besonders gepriesenen Heilwirkungen sind aber nicht unumstritten. Beispielsweise enthalten Holunderbeeren ganz ähnliche Mengen an solchen Wirkstoffen. (siehe auch Holunder im Pflanzenlexikon). Auf jeden Fall aber ist sie, richtig zubereitet lecker:

Christines Aronia oder Apfelbeerenmarmelade

„Seit ich diese Marmelade entdeckt habe, ist sie zu meiner liebsten geworden!“

Christines Rezept: „Da die Apfelbeeren sehr trocken sind, ist es etwas aufwändiger, sie zu Marmelade zu verarbeiten.“

Drei gleiche Teile Früchte, Gelierzucker (2:1) und Apfel- oder Birnensaft (Pfirsichsaft geht auch) in den Kochtopf geben und mit dem Mixstab nach kurzem Aufkochen pürieren (die winzig kleinen Kernchen spürt man nicht) und weitere 3 Minuten kochen.

In heiße Gläser füllen, kurz auf den Kopf stellen – fertig!

Wunderblättchenöl – zum Einreiben schlecht heilender Wunden

mit freundlicher Genehmigung: Originalbeitrag  von KAOShexe

Im Juni und Juli geerntet (am besten jedoch jetzt zur Sonnenwende), werden die frischen Blätter in ein Schraubglas gefüllt und dabei fest zusammenpressen.

Glas fest verschließen und für etwa eine Woche in die Sonne stellen. Im Glas bildet sich schnell eine Flüssigkeit. Abseihen und Flüssigkeit dunkel lagern und Wunden mehrmals täglich damit betupfen. Innerhalb von wenigen Tagen aufbrauchen.

weitere Fotos:

Ohrwürmer

Für gewöhnlich gelten Ohrwürmer heute als Nützlinge, da sie sich zum Teil auch von Blattläusen und deren Eiern ernähren. Das war jedoch nicht immer so.

Dass besonders  Gärtner, die Nelken kultivierten, unter ihrer Vorliebe für diese Gewächse zu leiden hatten, beweist ein Artikel aus dem Neuen Hannoverschen Magazin von 1810. Der gewöhnliche Ohrwurm nämlich ernährt sich nicht nur von tierischer, sondern auch von pflanzlicher Nahrung. Also sann der findige Gärtner auf eine Methode, diese Plagegeister effektiv und kostengünstig  in Schach zu halten.

Die Methode, einen Baumwolllappen mit einem Gemisch aus Nelkenöl und Honig in einem Reisigbesen zu drapieren, war jedoch letztlich nichts anderes als eine Lockfalle. Nicht anders verhielt es sich mit der Empfehlung, Stücke aus Schilfrohr in eine  teilweise mit Wasser gefüllte Weinflasche zu stecken. Diese Falle musste dann regelmäßig überprüft werden.  Die sich im Schilf ansammelnden Ohrenkneifer mittels Durchpustens im Wasser der Flasche zu ersäufen, würde wohl heute den ein oder anderen Tierschützer auf den Plan rufen.

Wie sich die Zeiten ändern, zeigt auch die namens gebende Nutzung der Ohrwürmer in der Antike. Zur Behandlung von Ohrenkrankheiten sollen zu jener Zeit Extrakte aus zerstoßenen Ohrwürmern hergestellt worden sein. Dass die dämmerungs- und nachtaktiven Ohrenkneifer mit ihre Zangen Menschen in die Ohren zwicken oder Ihnen gefährlich werden können, ist ein reines Ammenmärchen. Daher sollten wir uns heute eher über ihre Hilfe und Teil der biologischen Schädlingsbekämpfung beispielsweise gegen Blattläuse freuen.

Auch wenn wir sie im Obst vorfinden, müssen wir uns keine Sorgen machen, dass Ohrwürmer das Obst schädigen würden. Sie selbst bedienen sich nämlich nur an zuvor von anderen Insekten angefressenen Früchten.

botanika zeigt kleine Falter und große Vögel

Neu ab 25. Juni 2016: „Im Reich der tropischen Schmetterlinge“

Bremen, 1. Juni 2016. Ab dem 25. Juni verwandelt sich die botanika Bremen wieder ins „Reich der tropischen Schmetterlinge“. Der blaue Himmelfalter beeindruckt mit seiner leuchtenden Färbung, der Bananenfalter zeichnet sich durch eine markante Augenzeichnung auf der Unterseite seines Flügels und der Atlasspinner mit seiner braunweißen Färbung ist für seine Gattung riesig – insgesamt 60 verschiedene Arten und rund 700 Schmetterlinge gibt es in der Sonderausstellung der botanika zu bewundern.

Schmetterling Botanika BremenIm Tropenhaus können alle Lebensphasen der auch Schuppenflügler genannten Insekten beobachtet werden: von der unscheinbaren Puppe über die gefräßige Raupe bis zum filigranen Falter. Die Schmetterlinge stammen aus Südamerika, Afrika und Asien und reisen per Post nach Bremen. Den klein zusammengerollten Puppen ist noch kaum anzusehen, dass aus ihnen einmal farbenfrohe Flugkünstler werden. Nach ihrer Ankunft in der botanika schlüpfen die Puppen einige Tage später unter den Augen der Besucher. Im eigens für die zarten Wesen eingerichteten Mendehaus flattern dann zahlreiche bunte Falter umher, finden sich zur Paarung zusammen und sorgen so für Nachwuchs. Wer genau hinschaut, findet die winzigen Eier, aus denen nach wenigen Tagen eine ganze Bande der Sorte Raupe Nimmersatt wird. Aus diesen wiederum entstehen neue Puppen, die sich ihrerseits in Schmetterlinge verwandeln.

Schmetterling Botanika BremenTropische und heimische Schmetterlinge

Das Mendehaus, in dem bis Ende April noch die Azaleenausstellung zu sehen war, wurde für die Schuppenflügler komplett umgestaltet. Hier wachsen jetzt Bananenstauden, Passionsblumen und Palmen, schließlich soll jede Schmetterlingsart hier ihre Lieblingsspeise finden. Auch Pfeffersträucher wurden gepflanzt, denn die stehen bei den Raupen hoch im Kurs.

Im Freigelände vor dem Tropenhaus können die Besucher heimische Schmetterlinge beobachten. Wer diese auch in seinen heimischen Garten oder auf den Balkon locken möchte, findet in der botanika Tipps, welche Pflanzen sich besonders gut als Nähr- und Fraßpflanzen für die zarten Tiere eignen.

Schmetterling Botanika BremenAras und Waschbären

Zusätzlich zu den filigranen Faltern gibt es im Hofgarten der botanika ab dem 25. Juni auch große Flügelschläger zu beobachten: Zwei Aras werden mit ihrem bunten Gefieder die Blicke der Besucher auf sich ziehen. Die Heimat dieser Papageienart liegt ebenfalls in den Tropen, so dass die Tiere gut zur Schmetterlingsausstellung passen. Begleitet werden die Aras von neugierigen Frettchen und knopfäugigen Waschbären. „Als wir uns nach den Aras erkundigt haben, wurden uns die anderen Tiere gleich mit angeboten. Und nach einem Blick in die Augen der Waschbären konnte ich nicht ‚nein‘ sagen“, verrät Armin Schlüter, Ausstellungsleiter in der botanika. Vermutlich werden auch die Besucher der botanika die Kleinbären schnell ins Herz schließen.

Schmetterling Botanika BremenSchmetterlingshochzeit

Übrigens kann die Sonderausstellung der botanika auch für standesamtliche Trauungen genutzt werden. Heiratswillige sich das können sich Ja-Wort hier inmitten von tropischen Pflanzen und umschwebt von 700 freischwebenden bunten Schmetterlingen geben.

Die Schmetterlinge sind ab Samstag, den 25. Juni in der botanika zu sehen. Der Besuch des Tropenhauses ist im Eintritt enthalten. Weitere Informationen unter www.botanika-bremen.de

Schmetterling Botanika Bremenbotanika

Die botanika in Bremen verfügt gemeinsam mit dem Rhododendronpark Bremen über die zweit-größte Rhododendronsammlung der Welt. In ihren Schaugewächshäusern entführt die Erlebniswelt in verschiedene asiatische Landschaften vom japanischen Zen-Garten, über die Insel Borneo bis zu den Bergwelten des Himalaya. Hier ruht auch die größte liegende Buddha-Statue außerhalb Asiens. Im neuen Entdeckerzentrum tauchen die Besucher in die Welt der Pflanzen ein und erfahren an vielen interaktiven Stationen mehr über die Überlebenstricks der Gewächse und die Artenvielfalt.

Garten und Kunst