Obstaroma

Jetzt wo die Erntezeit ihren Höhepunkten entgegen strebt, ist die hohe Zeit der aromatischen heimischen Obstsorten. Und aromatische Obstsorten schmecken roh, getrocknet und gekocht, in Kuchen, im Eis, in Marmeladen, in Salaten und vielen anderen Gerichten und Zubereitungen. Es gibt da allerdings noch eine, sagen wir, etwas edlere Form der Obstverwertung. Man fängt das Aroma gebündelt und intensiviert in alkoholischer Form ein und fabriziert nach alter Alchemistenmanier die schönsten Brände und Geiste.

Nun obliegt es hierzulande der Regierung, die Erlaubnis zur Herstellung solcherlei Lieblichkeiten zu erteilen. Diese Erlaubnis zu bekommen ist wiederum mit mancherlei Schwierigkeiten, Auflagen und Kosten verbunden. Selbst zu destillieren ist also in aller Regel nicht erlaubt. In manch anderen Ländern ist es traditionell einfacher, seine Ernte derartig zu verwerten.

Man muss aber annehmen, dass es wohl so manchen Obstfreund reizt, sich in die Illegalität zu begeben und seine Obstgetränke im Verborgenen zu komponieren. Dazu ist ein gerüttelt Maß an Wissen, sowie einige Geschicklichkeit in der Beschaffung geeigneten Materials, so wie hochentwickelte Fertigkeit und Sorgfalt im Umgang mit alledem nötig. Andernfalls begibt man sich schnell in Gefahr, seiner wertvollen Gesundheit erheblich zu schaden.

In früheren Zeiten gab es auf dem Lande in jeder Bauernschaft ein paar „Fachleute“, die sich auf derlei Zauberkunst verstanden, und damit so manche dörfliche und familiäre Festlichkeit nachhaltig bereicherten, allerdings auch für so manches unbeabsichtigte Feuerwerk sorgten. In unseren nördlichen Breiten standen dabei naturgemäß nicht die aromatischen Obstsorten, sondern Getreide und Erdfrüchte zur Verfügung, während im Süden die Kunst der Obstdestillation weiter verbreitet war.

PENTAX ImageHeutzutage findet man im Internet jegliche gewünschte Anleitung, sei es zur mikrobiellen Zucht seltenster Amöben bis zum Bau atomarer Sprengköpfe. Es ist eben so! Doch unter all diesen Anleitungen gibt es auch Lichtblicke, wie beispielsweise unser aller Gartenseiten beweisen. Und es gibt Anleitungen zum . . . richtig:         zum Obst destillieren, oder brennen wie der Volksmund sagt.

Weitestens davon entfernt, solcherlei gesetzeswidrige Tun gut zu heißen, geschweige denn selbst zu praktizieren, ist das Lesen über dieses verwerfliche Schaffen ganz legal und befriedigt wenigstens den Wissensdurst:  Wie stellt man denn eigentlich einen guten Obstbrand her? Außerdem, so staunt der rechtsbeflissene Laie, wie hoch entwickelt ist doch der menschliche Geist, und welche phantasievollen Fertigkeiten entwickelt  manch findiger Kopf, wenn es darum geht, Apparate für die Obstgeistdestillation zu bauen?

Besonders amüsant ist hierzu www.schnapsbrennen.at, eine österreichische Webseite, die nicht nur einer unvorstellbar großen geistvollen Anhängerschaft Heimat gibt, sondern neben einem unübersehbaren Schatz an geistigen Rezepten und Weisheiten, eine immense Sammlung an Fotos mit von Laien gebauten Destillationsapparaten beherbergt.

Nun überlass ich es der geneigten Leserschaft, sich bei einem guten und legal erworbenen Gläschen möglichst heimischen Obstbrandes mit diesem gehäuften Wissen und den vielen Bildern einen amüsanten geistigen Ausflug in die Welt der (teuflischen) Schnapsbrennerei zu erlauben.

Feders kleine Kräuterkunde

Immer auf Tour

Spätestens nach seinen vielen TV-Auftritten avancierte Jürgen Feder zum Enfant Terible der deutschen Botanikerszene. Dabei ist er eigentlich mehr der Indiana Jones der Straßenränder und Industriebrachen.

Er wies spektakulär auf die Wanderrouten exotischer Pflanzen hin, die sich nicht zufällig entlang der modernen Verkehrsrouten befinden. Feder entdeckte seltene Arten an Plätzen, die auf uns so profan und unnatürlich wirken, dass wir sie zu ihrem Vorteil oft jahrzehntelang völlig unberührt gelassen haben.

Nun hat dieser beinahe hyperaktiv anmutende Botanik-Gelehrte eine neue Reise in die Welt der verborgenen und alltäglichen Wegbegleiter und Brachenbewohner angetreten. Der neue Akzent liegt auf der Verzehrbarkeit, ja wertvollen Nahrung, die viele Pflanzen bieten.

Essbare Kräuter

Zwar hatte Jürgen Feder schon lange darauf hingewiesen, welche Pflanzen essbar sind oder eben nicht. Aber in diesem handlichen Führer durch die Dschungel, die sich in den ersten 50 Zentimetern über dem Erdboden auftun, ist der Fokus auf den Nahrungs- oder sogar Heilwert der Pflanzen gerichtet.

Ca. 140 Arten vom „Acker-Hellerkraut“ bis zum „Zurückgebogenen-Amarant“ umfasst dieses kleine große Kompendium. Doch der Autor wäre nicht Jürgen Feder, wenn sich dieses Taschenbuch nicht wie eine Folge abenteuerlicher Berichte über viele Safaris am Bahndämmen oder am Rande einer Deponie, an Fluss- und Kanalufern längs und quer durch Deutschland lesen würde.

Bei aller Unterhaltsamkeit, bei all dem informativen Fachwissen kann man in diesem Buch auch immer wieder entdecken, mit welchem Engagement und welcher Liebe sich Feder stets für die kleinen Biotope zu unseren Füßen, an Orten, an denen wir gerade die nicht erwarten, begeistert und stark macht.

Straßenrand Kleine Kräuterkunde Jürgen Feder

Inhalt

Jeder seiner „Entdeckungen“ widmet der Autor neben einem Foto eine ausführliche Beschreibung und Hinweise auf Verwendung und Nutzen. Seine Begeisterung für die mehr oder weniger verborgene Vielfalt zu unseren Füßen und Reifen zeigt sich diesmal besonders in deren unmittelbarem Nutzen als Nahrung.

So fällt auch der Anhang umfangreich aus. Neben ein paar Lieblingsrezepten des Autors, gibt es ein Pflanzenregister und je ein Sachregister für Gesundheit und Küche.

Einen  wertvollen Begleiter gibt uns Jürgen Feder mit diesem Taschenbuch an die Hand.  Es macht einfach Spaß zu lesen und zu stöbern, und sich damit bei seinen eigenen Safaris  begleiten zu lassen.

Wenn Sie also in Zukunft auf irgendeinem Autobahnrastplatz einen quirligen schlanken Mann am Boden hocken sehen und beobachten, wie er sich diverse Kräuter einverleibt, dann werfen Sie ihm nicht mitleidsvoll ein Geldstück zu, sondern bitten ihn um ein Autogramm.

Info

Erstes Buch von Jürgen Feder: Feders fabelhafte Pflanzenwelt

Projekt Holzbackofen

Drei Laien als Ofenbauer

Die Brutto-Grundfläche des Ofens soll ca. 1 Quadratmeter sein. Den Anfang machen 4 Löcher im Boden, die mit Hilfe eines Erdbohrers erstellt wurden, und in die anschließend jeweils normale Kunststoff-Abflussrohre versenkt wurden. Die Tiefe beträgt hier ca. 60 cm.

Holzbackofen selbst bauen
Betonfüllung in den Abflussrohren

Betonfüllung in den Abflussrohren. Diese Rohre wurden ca. 20 cm über dem Boden gekappt und ausgerichtet. Anschließend mit Beton gefüllt. In den frischen Beton wurden handelsübliche KS-Flachstürze eingelegt und ausgerichtet.

Holzbackofen selbst bauen
EInzelfundamente mit Kalksandstein-Flachstürzen

Angelegt wurde damit ein Fundament in U-Form. Die Grundmauer in U-Form wurde mit Betonsteinen (geklebt) ausgeführt.

Holzbackofen selbst bauen
Die stehenden Fundamente helfen mit, trotz kompakter Erscheinung des Ofens eine gute Arbeitshöhe zu bekommen.

Auf diese Grundmauer wurde anschließend eine Fläche wiederrum aus Flachstürzen, die etwas höher dimensioniert sind, ausgelegt. Aus Kostengründen wurde nicht vollflächig verlegt, sondern die Zwischenräume mit Dämmmaterial beklebt.

Holzbackofen selbst bauen
12 cm starke Kalksandstein-Stürze

Auf Seite der späteren Öffnung kam ein normaler Rasenkantenstein.

Holzbackofen selbst bauen
Eingemauerte Ofentür

Ab hier wurde mit Mauermörtel weitergearbeitet. Die vordere Außenwand wurde mit einem Handform-Klinker und die Brennkammer mit einem Klinker höherer Dichte aufgesetzt.

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2 Lagen Schamotteplatten mit den Belüftungsrohren in der Rückwand

Die Fläche der Brennkammer wurde passgenau mit zwei Schichten aus Schamotteplatten lose ausgelegt. Dabei wurde auf die erste Schicht die Öffnungstür so aufgesetzt, dass die Zweite Schicht absatzlos an den Türrahmen anschließt.

Holzbackofen selbst bauen
Sägespäne eingefüllt

Der entstehende Brennraum wurde nun mit feuchtnassem Sägemehl gefüllt und mit diesem Material die Form des Brennraums als Schalung geformt und festgelegt.

Holzbackofen selbst bauen
Fertiges Gewölbe, zur Rückseite seicht erhöht.

Um diese Schalung konnte nun das Gewölbe des Brennraums gemauert werden. Dabei wurde eine Öffnung für den Rauchabzug und in der Mitte des Gewölbes an der Vorderwand und zwei kleine Öffnungen für Frischluftzufuhr in der Rückwand über dem Boden eingemauert.

Holzbackofen selbst bauen
Die „Schalung“ Sägesüäne werden ausgeräumt.

Nach dem Abtrocknen konnte das Gewölbe durch die Ofentür ausgeräumt werden. Anschließend wurde der gesamte Brennraum in 6 cm mineralische Dämmplatten eingehüllt und das Ganze mit Ziegeldraht befestigt und ausgeformt.

Holzbackofen selbst bauen
In Mineralwolle-Dämmplatten eingepackter Brennraum

Holzbackofen selbst bauen
Ziegeldraht über die Dämmung als Putzbewehrung und zum Vorformen des Gewölbes

Auf diese Bewährung wurde schließlich der Putz aufgetragen, der nun bündig an die Grundmauer aus Betonstein anschließt. Gleichzeitig mit dem Putz wurde der Rauchabzug mit Drosselklappe eingesetzt und mit Faserband abgedichtet. Somit ist der Wandaufbau wie folgt: 11,5 cm Klinker, 6 cm Dämmung, 2-3 cm Putz.

Holzbackofen selbst bauenAuf die vordere Randsteinplatte kam nun noch eine Lage Klinker und darauf eine Lage für den Außenbereich geeigneter Fliesen.

Es folgen noch Einpassung in die Gartenstruktur und ein Anstrich mit Fassadenfarbe zum Schutz des Putzes. Auch zwei dünne Metallhülsen zur Temperaturmessung wurden noch eingefügt.

Langsam und in mehreren Etappen wurde der Brennraum angeheizt. Zum ersten Backen haben wir 5 bis 6 Stunden angeheizt und die Temperatur langsam auf ca. 400 Grad gesteigert und schließlich gehalten.

Holzbackofen selbst bauen
erste Belohnung (noch mit überflüssigem Backpapier)

Die Belohnung war der erste Flammkuchen. Anschließend wurde die Glut ausgeräumt und das Temperaturverhalten des Ofens beobachtet. Kleine Probebrötchen wurden ab ca. 270 Grad gegart. Der Temperaturabfall entspricht dem gewünschten und fürs Brotbacken notwendigen Verlauf.

Alles über Hochbeete

„Hoch die Beete“

Rechtzeitig zur neuen Gartensaison hat der Verlag Ulmer ein sehr umfangreiches Buch zum Thema „Hochbeete“ vorgelegt. Besonders schön ist die anschauliche Vielfalt der Ideen und Konzepte, die vielfältige Gestaltung dieses Beettyps, der mit einigen handfesten Vorteilen für Pflanzen und Gärtner aufwarten kann. Voraussetzung dafür ist die richtige Planung und Umsetzung.

Die zunehmende Begeisterung der Menschen, auch in kleinen Wohn- und Gartensituationen die Anstrengungen für einen Selbstanbau auf sich zu nehmen, um sich hernach mit den verdienten  Früchten zu belohnen, kommt auch in diesem Werk zum Ausdruck und soll dem Leser Mut machen.

Mein Bienengarten Ulmer Verlag

Garten und Handwerk

Die gartenerfahrene und -begeisterte Autorin Tara Nolan versteht es, mit eindrucksvollen Bildern neugierig zu machen. So startet sie auf annähernd 50 Seiten damit, die vielfältigen Umsetzungen von erhöhten Beeten zu zeigen und damit gleichzeitig jedem Gelegenheit zu geben, etwas zu finden, das seinen Ansprüchen und Möglichkeiten entspricht.

Anschließend begibt sich in die Autorin auf das weite Feld praktischer Umsetzung, indem sie sich zunächst den Grundlagen und in den anschließenden Kapiteln den Modellen für verschiedene Ansprüche und Grundvoraussetzungen zu widmen.

Mein Bienengarten Ulmer VerlagGroße Gärten, kleine Gärten – für beide Situationen bietet sie Lösungen, die immer wieder überraschen und die Hemmschwelle für die Konkretisierung eines solchen Projektes senken. Denn Tara Nolan begnügt sich nicht mit dem Zeigen, sondern führt den Interessierten durch Bauanleitungen bis hinein in die Werkzeugkunde. Sogar für die handwerklichen Laien zeigt sie verblüffende Ideen und Lösungen.

Mein Bienengarten Ulmer Verlag

Fazit

Zuerst macht es einfach Spaß, dieses Buch durchzublättern und sich an der Fantasie anderer Gärtner zu freuen, Dann beginnt man, konkrete Beispiele anhand des Leitfadens und der Anleitungen gedanklich durchzuspielen. Und -mir ging es so- man stöbert in seinem eignen „Archiv“ nach vermeintlich unbrauchbaren Gefäßen und Materialien zu wühlen. Glauben Sie mir, man findet immer etwas.

Beeindruckend ist diese liebevoll zusammengestellte Vielfalt der Ideen allemal. Tara Nolan ergänzt zudem noch durch ein Kapitel für Rankhilfen und Pflanzenstützen und einem Serviceteil aus Register, einigen Bezugsquellen und einer ganzen Reihe interessanter und einschlägiger Internetadressen zum Vertiefen.

Wer sich also mit dem Gedanken trägt, oder auch nur Interesse an  dieser Kulturart hat,  hält mit diesem Buch ein umfassendes  und erschöpfend informatives Werk in der Hand.

Mein Bienengarten Ulmer Verlag

Info

 

Wassergärten am Sündenborn

Die Wassergärten

In Walkendorf, südlich von Rostock und auf halbem Weg zur Mecklenburgischen Seenplatte gelegen, hat Claus Gering in vielen Jahren seit 1994 ein besonderes Gartenareal geschaffen, dass mit seiner natürlichen Vielgestaltigkeit besticht. Auf ca. 2500 Quadratmetern findet sich eine vor allem an Wasserflächen orientierte Landschaft, die sich zudem harmonisch in die gewachsene Umgebung einpasst und diese bereichert, die „Wassergärten am Sündenborn

Umsichtiges Planungskonzept

Dennoch liegt dem Garten keine planlose Willkür, sondern eine wohlüberlegte planerische Gliederung nach verschiedenen Prinzipien und Vorbildern zugrunde, die thematisch unterschiedliche Gartenräume mit vielschichtigen Elementen aufgeteilt und verbunden hat. Gekrönt wird solch fachmännisches Gestalten mit der Ansiedlung einer vielfältigen standorttypischen Fauna und einer jahreszeitlich abwechselnden Farb- und Blütenfülle.

Besuchsmöglichkeiten

Besuche in dieser sehenswerten Gartenanlage sind am 10. und 11. Juni 2017 im Rahmen des „Tages des offenen Gartens“ in Mecklenburg-Vorpommern, am 2. und 3. September 2014 zur „Hochblüte im Wassergarten am Sündenborn“ und auf Anmeldung auch außerhalb dieser Termine möglich.

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Mein Bienengarten

Bienensterben ist in aller Munde

Dass wir in der Regel dabei nur unsere emsigen Honiglieferanten im Sinne haben, verstellt uns den Blick auf die unglaubliche Artenvielfalt dieser Insektengattung.  Und so viele von Ihnen leben in unserer unmittelbaren Umgebung, doch wir nehmen sie gar nicht wahr, weil sie in der Regel nicht in auffälligen Staaten, sondern einzeln (solitär) leben.

Mein Bienengarten Ulmer Verlag

Bestenfalls die zu den „Bombus“-Arten -was für ein passender Name- gehörenden Hummeln brumseln sich im Garten noch ab und zu in unseren Fokus.

Neue Einsicht nötig

Die Autorin Elke Schwarzer hat sich in einem kurzweiligen und nicht zu wissenschaftlichen Werk nun dieser unglaublich interessanten Gartennachbarn angenommen und den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Bienen- und Hummelsterben und der zunehmend verarmenden Gartenlandschaft hergestellt.

Beispielsweise die nur spärlich, weil pflegeleicht, mit Koniferen gespickten Kiesflächen, die mit dem Begriff „Garten“ nun gar nichts mehr zu tun haben. Sie bieten  einfach keine Lebensgrundlage für die auf Pollen- und Nektarnahrung angewiesenen Insekten mehr.  Das in der Regel noch übervolle Angebot der Frühlingsblüher reduziert sich im weiteren Jahresverlauf so stark, dass ganze Völker unterernährt und damit krankheitsanfällig werden und schließlich eingehen.
Wir vertrauen nicht mehr der Blütenvielfalt, den heimisch entwickelten ortsansässigen Stauden- und Sträuchergesellschaften, mit denen die Natur ein feines und ausgewogenes Nahrungsangebot bis in den Spätherbst hinein gestrickt hat. Wir holen uns stattdessen pflegeleichte, immergrüne, oder nur mit Scheinblüten ausgestattete Vertreter in den Garten, die für Bienen und andere Insekten eine Nahrungswüste darstellen.

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Anregung zu  guter „Nachbarschaft“

Elke Schwarzer stellt in ihrem Buch nun in sehr sympathischer Form die Wildbienenarten, die Hummeln und die für diese Arten jeweils wichtigen Nahrungspflanzen im Zusammenhang vor. Jeweils mit einem „Steckbrief“ versehen, der die wichtigsten und einprägsamen Informationen auflistet, werden in Wort und besonders ausdrucksstarken Fotos Tiere und Pflanzen vorgestellt.

Dabei unterscheidet sie zwischen „Hotspot-“ und Füllpflanzen, also die Bienenmagneten und die Randvertreter.  Auch die richtigen Nistmöglichkeiten werden ausgiebig behandelt, denn so manche vermeintlich gute  „Nisthilfe“ entpuppt sich bei genauer Betrachtung als wenig hilfreich.

Abgeschlossen ist das Buch mit einem umfangreichen Serviceteil, der noch einmal weitere Informationen, sowie eine Fülle von Literatur- und Internethinweisen bietet.

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Fazit

ich habe mich selbst seit vielen Jahren für die unglaubliche Fülle der interessanten Wildbienen interessiert und einiges darüber gelesen. Dennoch hat mich dieses Buch in seiner so überaus liebevollen und sympathischen Informationsvielfalt ganz besonders gefallen und ich empfehle es nicht nur gerne weiter, sondern ich lege es jedem Gartenbesitzer ans Herz.

Info

Avant Gardening – Plädoyer für gegenwärtiges Gärtnern

Ulmer Verlag Avant Gardening Matschiess

Plädoyer für gegenwärtiges Gärtnern

„Anders ist es nicht zu erklären, dass sich ausgerechnet Gartenbesitzer mit schweren, nährstoffreichen und undurchlässigen Böden einen leichten, mediterranen Garten oder eine Steppenpräriebepflanzung wünschen, um damit auch nach immenser Bodenaufbereitung regelmäßig zu scheitern.“ (Zitat)

Es gehört schon ein wenig Mut dazu, sich von der gewohnten Sitte, den Garten anzulegen, zu lösen und den hier favorisierten Weg zu gehen.

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Die „Schläfer“ wecken

Was wie die Bedienungsanleitung für eine terroristische Karriere klingt, ist nichts anderes, als sich bequem zurückzulehnen und abzuwarten, was der vorhandene Boden an pflanzlichen Überraschungen verbirgt und freigibt, wenn man ihm die Chance dazu lässt.

Diese Haltung stellt dem üblichen Gartenbau-Aktivismus, der von Anfang die Gestaltung als Vergewaltigung der vorherrschenden Lebens- und Wachstumsbedingungen betreibt eine laissez faire Haltung gegenüber.

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Kenntnis der lokalen Bedingungen

Daraus lässt sich leicht ablesen, was die lokalen Bedingungen befördern oder erschweren bis verhindern.

„Beobachtet den Boden und die vorherrschenden klimatischen Verhältnisse und wählt danach Eure Bepflanzung!“ oder „Im Garten gegen die Natur zu handeln, artet halt regelmäßig in Arbeit aus.“ Sind einige der Sätze, die ebenso Mut machen wie einleuchten.

Der Autor belegt seine Weisheiten mit seinen Erfahrungen im eigenen Garten, den er am Niederrhein neu angelegt hat.

Er stellt klar und verständlich die Zusammenhänge zwischen dem Wissen um die Standortverhältnisse und einer gelungenen, pflegeleichten und sinnvollen Bepflanzung dar.

Im weiteren Verlauf werden die Differenzierungen immer feiner, immer abgestimmter und so entsteht eine eigene Landschaft, die solcherart mit der Natur erwachsen, sich dauerhaft und widerstandsfähig entfaltet.

Ulmer Verlag Avant Gardening Matschiess

Ökologie

Und auch der immer mehr in den Fokus geratende Aspekt der Ökologie auch der „kleinen“ Gärten kommt nicht zu kurz.

Dass diese Auffassung auch noch in höchstem Maße ökologisch ist, ergibt sich schon fast von selbst. Matschiess bricht immer wieder den Stab für die so ungeliebten und verrufenen Gewächse, die, richtig eingesetzt, doch überraschend viele positive Seiten zeigen.

Angesichts von Bienen- und Hummelsterben bekommt diese Sichtweise auf den Garten eine neue besonders eindringliche Bedeutung. Der zunehmende Trend, die Gärten durch den massenhaften Einsatz von Kiesen und Steinen tot zu gestalten und zur Verödung ganzer Straßenzüge beizutragen, wird durch dieses Werk in besonderem Maße ad absurdum gestellt und mit sinnvollen pflegeleichten Alternativen beschämt.

Sehr umfangreich und informativ sind die überraschend vielen Abschnitte/Kapitel gestaltet. Einen Aspekt nach dem anderen wird leicht nachvollziehbar und mit tollen Fotos begleitet betrachtet und immer wieder in den Zusammenhang zu pflegeleichten und gleichzeitig attraktiven Gärten gestellt.

Ulmer Verlag Avant Gardening Matschiess

Fazit

Das Buch mit dem pfiffig konstruierten Titel  ist ein im hohen Maße mutmachender Wegweiser, der seine Aussagen immer mit eigenen Gestaltungsbeispielen belegt. Der Autor weiß, wovon er schreibt und der bekannte Gartenfotograf Jürgen Becker setzt diese Avantgarde-Sichtweisen  wie immer gekonnt in Szene.

Info:

Überlegungen zu richtiger Gartenkleidung

Lieber alte Jeans?

Allzu gerne nutze ich die Mode aus alten Baumwoll-Shirts, abgenutzten Jeans und verwitterten Gummistiefeln. Und da ich Gartenarbeit weder für einen besonderen Anlass halte noch mich getrieben fühle, den Nachbarn beeindrucken zu müssen, will ich mich  einfach ungezwungen und frei bewegen können, was ja in der Regel auch gut geht. In der Tat geht so schnell nichts über das Gefühl, keine Rücksicht auf das Empfinden Anderer, sondern eher auf Komfort, Wärme und Bewegungsfreiheit nehmen zu müssen.

Praxistauglichkeit

Beim Surfen durch die Welt der Gartenmode tauchen jedoch schnell  vor allem Überlegungen zur  Praxistauglichkeit auf.

So zeigt Bauern-Garten ein paar wichtige Aspekte für einen erfolgreichen Garten Einsatz auf. Neben sinnvollen Werkzeugen und Fachkenntnissen ist auch die Bekleidung ein interessanter Faktor. Ob es tatsächlich das ideale Outfit für die Arbeit im Freien gibt, sei dahingestellt. Doch es gibt ein paar Kleidungsstücke, die uns nicht nur die nötige Bewegungsfreiheit verschaffen, sondern auch den nötigen Schutz und nicht nur nebenbei ganz nützliche Unterstützung bei dieser Arbeit liefern.

Schutz und Rafinesse

Hat man erst begonnen, nach solcher Kleidung zu suchen, öffnet sich sofort eine Vielzahl von Angeboten. Richtig strapazierfest und gleichzeitig flexibel sollen die Materialien sein. Speziell für den Garteneinsatz gemacht, sollen sie uns auch vor Kälte und Feuchtigkeit schützen. Darüber hinaus zeigen Anbieter wie  Screwfix gleich eine ganze Palette von Outdoor-Bekleidung mit extra-Features wie zusätzlichen Taschen und Knieschonern an.

Von Kopf bis Fuß kann die Kleidung einen angemessenen Schutz bieten. Das beginnt bei Hüten, und führt über Hosen, Handschuhe und Socken zu den Schuhen. In Situationen wie diesen, in denen wir ständig der Sonne ausgesetzt sind und die Arbeiten besonders unsere Hände, Knie und den Rücken belasten, hat die spezielle Kleidung durchaus eine Bedeutung.

So bieten zusätzliche Seitentaschen an unsere Arbeitshosen praktischen Unterschlupf für Unmengen von Utensilien wie Gartenhandschuhen, Werkzeugen, Samen und so Vieles mehr.

Das gleiche gilt für ausreichenden Schutz der Knie, wie auch  Garten-Magazin  mit einem schönen Beispiel  zeigt. In Bezug auf unsere Schuhe empfiehlt es sich, solche mit Sohlen- und Zehenschutz zu tragen, die gleichzeitig verhindern, dass wir uns etwas in die Füße treten (die falsch abgelegte Harke ist das Musterbeispiel), die Zehen verstauchen oder sogar brechen.

Kurz, egal ob wir zu Hause im eigenen Hinterhof oder helfend beim Nachbarn tätig sind, die richtige Kleidung gerade auch hier bedeutet eine sinnvolle zusätzliche Schutzschicht auf der Haut.


Es gibt eine große Zahl von Auswahlmöglichkeiten in Bezug auf Praxistauglichkeit sowie Preis-Leistungs-Verhältnis. Also in bessere Outdoor-Bekleidung speziell für den Garten zu investieren ist auch auf längere Sicht vielleicht sogar sparsamer, da sie über alle Schutzfunktionen hinaus auch eine wesentlich höhere Lebenserwartung hat, als das alte abgetragene T-Shirt und die alte Jeans – wenn auch nicht denselben Charme!

Garten und Kunst