Erica, Heidekraut, Birgit Meyer

Auf der Heide blüht …

Erica

Die Heidekräuter (Erica) zählen zu den immergrünen Gehölzen. Zwar ist die Hauptblütezeit der bei uns landschaftsprägenden Besenheide so langsam vorüber, doch einige andere Arten stehen jetzt in voller Blüte und es gibt Farbvarianten, die Möglichkeiten bieten, der winterlichen Farbarmut im Garten entgegenzuwirken. Besonders eindrucksvoll wirkt die Heide, wenn sie in größeren Gruppen gepflanzt wird.

Erica, Heidekraut, Birgit Meyer
Erica, Heidekraut im Sonnenaufgang, Foto: Birgit Meyer, Naturnah-Fotos.de

(Birgit Meyer ist Naturfotografin mit einer ganz besonderen Beziehung zu Moor und Heide im Oldenburger Münsterland)

Besenheide

Die heimische Besenheide zählt übrigens, wie so viele Kräuter, auch zu denen, denen eine gewisse Heilwirkung nachgesagt wird.

Die Heide wurde auch noch anders genutzt. Wie der Name Besenheide andeutet, wurden damit bspw. auch Besen hergestellt. In einigen Gegenden hier im Norden, wurde die Heide für den Firstabschluss auf den Dächern der reetgedeckten Häuser gebraucht. In früheren Zeiten war die Heide unentbehrliches Winterfutter.

Hier im Nordwesten war die Heide über viele Jahrhunderte Grundlage der sogenannten Plaggenwirtschaft. Heide wurde oberflächlich mit der dünnen Wurzelschicht abgestochen und zur Verbesserung der mageren Anbauflächen verwendet. Man benutzte sie zunächst als Einstreu in den Viehställen und brachte sie anschließend, mit Mist und Stroh vermischt, als Dünger auf den Feldern aus. So entstanden die teilweise deutlich erhöhten “Plaggenesch”-Flächen.

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