Suppe

Es ist noch Suppe da

Heute waren es eine handvoll Taubnesselbätter und Blüten, die für meine Küchenexperimente herhalten mussten.

Ich hatte mich an meine Kindertage erinnert in denen die wir manchmal die honigsüßen Blüten der weißen Taubnessel ausgesaugt hatten, um uns zusätzliches Naschwerk zu verschaffen. Es sollte sich also etwas brauchbares mit den Taubnesseln anfangen lassen, die bei mir zuhause augenblicklich zu Tausenden blühen. Nach kurzer Internetrecherche entschloss ich mich zur Herstellung einer Suppe, nachdem ich die erste Idee, einfach nur einen Tee zu kochen, verworfen hatte.

Während ich hier noch am Artikel schreibe, erreicht mich gerade ein  Zwischenruf:

„Scheint ganz gut zu sein…“

Tee zu kochen hatte ich nämlich schon gestern mit Minze, Fenchel und ein paar anderen frischen Zutaten aus unserer Kräuterspirale ausprobiert. Nun bin ich eigentlich eher Kaffeetrinker, aber was tut man nicht alles für die Wissenschaft. Heute war zudem die Gelegenheit günstig, für etwas Größeres: Meine Frau war noch außer Haus und konnte mich nicht aus der Küche vertreiben. Außerdem waren die Reste vom Vortag keine wirkliche Herausforderung für meinen abendlichen Gaumen.

Also ging ich wie gewohnt laienhaft und experimentierfreudig ans Werk. Taubnesselblätter mit Zwiebeln und Kräuterbutter angeschwitzt, alles mit Gemüsebrühe aufgekocht, Salz, Pfeffer, Sahne hinzu und abwarten. Der Vollständigkeit sei noch erwähnt,  dass auch 3 kleine Kartoffeln, Liebstöckel, Petersilie, Schnittlauch und etwas Frischkäse Eingang in die Suppe gefunden haben. Da ich nun einmal ein süßer Junge bin konnte ich es mir auch nicht verkneifen mit einigen Löffeln Löwenzahnsirup für einen gewissen Kontrast zu sorgen.

Erste Geschmackstests verliefen vielversprechend und mittlerweile hat auch mein Hunger das Maß erreicht, dass ich mich an den Verzehr machen kann. Obwohl ich vermutlich auch durch diese Mahlzeit nicht zum Veganer werde, dürfte sie doch eine willkommene Abwechslung zu Currywurst mit Pommes,  dem Grundnahrungsmittel von Außendienstlern wie mir, darstellen. Menstruationsbeschwerden werde ich wohl in jedem Fall in Zukunft nicht bekommen. Diese zu lindern wird den Blüten der weißen Taubnessel nämlich zugeschrieben. Für Risiken und Nebenwirkungen der Mahlzeit kann ich daher auch keine Verantwortung übernehmen.  Nun aber werde ich es mir erst einmal schmecken lassen, vorausgesetzt es ist noch Suppe da.

2 Gedanken zu „Es ist noch Suppe da“

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