Pulsatilla vulgaris - Küchenschelle

natürliche Steingärten

Seit einiger Zeit ist die Anlage von Steinbeeten im Hausgarten groß in Mode gekommen.

Ihre vermeintliche Pflegeleichtigkeit  ist wohl der Hauptgrund, weshalb sie mittlerweile so verbreitet sind. Oftmals wirken diese Beete aber kalt und leblos. Das muß nicht so sein.

Pulsatilla vulgaris - Küchenschelle
Pulsatilla vulgaris – Küchenschelle

Wenn man Steinbeeten einen freundlichen, natürlichen Charakter geben möchte, sollte man einige Dinge beachten: Man sollte versuchen natürliche Lebensräume nachzuempfinden. In der Natur finden sich solche mageren steinigen Lebensräume vornehmlich im Gebirge. Daher ist als Standort eine Hanglage ideal. Wo dies nicht gegeben ist, kann man durch Anlage von Trockenmauern verschiedene Ebenen schaffen.

Es sollte dabei nicht unbedingt das exotischste Steinmaterial verwendet, sondern auf Material der näheren Umgebung zurückgegriffen werden. Wichtig ist auch, dass unterschiedliche Steingrößen eingesetzt werden. Abgepackte sogenannte Bigpacks mit einer begrenzten Körnung sollten  mit größerem und kleinerem Steinmaterial gemischt werden. Auch etwas sandiger oder nicht humoser Boden darf gern stellenweise sichtbar sein.

Steingarten an einem Sandsteinhang im Botanischen Garten am Westerberg in Osnabrück
Steingarten

Der nächste Punkt ist der Standort. Steinbeete sollten nicht unter großen Bäumen angelegt werden. Diese würden in der Natur auch nur sehr vereinzelt wachsen und die Pflegeleichtigkeit de Steinbeete wäre auch dahin. Gegen die Verwendung großer Formgehölze ist dagegen nichts einzuwenden. Sie sollten jedoch in entsprechender Bonsaiform geschnitten sein.

Womit wir beim wichtigsten Punkt, der Pflanzenauswahl wären. Die Verwendung von Steingartenstauden, wie  ist hierbei unerläßlich. diese können durchaus auch vereinzelt stehen.  Einzelne Koniferen wie Kiefern und Wacholder gehören ebenfalls dazu.

An Laubgehölzen bieten sich Ginster, Sanddorn, Wildrosen und im Prinzip alles Dornige an. Es darf auch ruhig einmal ein exotischeres Gehölz mit bizarrer Wuchsform sein – es geht schließlich um die Gestaltung und nicht um die Vermittlung einer „reinen Lehre“. Wichtig ist, Pflanzen für trockene Standorte zu wählen.

Bachlauf durch den Botanischen Garten am Westerberg in Osnabrück
Bachlauf

Ein kleines Rinnsal- nicht etwa ein breiter Bachlauf, etwas üppiger bepflanzt kann ein solches Beet zudem sehr beleben oder den Übergang zum Rasen oder anders bepflanzten Beeten darstellen.

Steingärten geschickt anzulegen ist im Grunde eine interessante Herausforderung für jeden Landschafts- oder auch Hobbygärtner. Fachbetriebe, wie die hier aufgeführten beraten sie gern.

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