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Stechapfel – Datura stramonium

Obwohl schon bei Hildegard von Bingen erwähnt ist der weiße/gemeine Stechapfel in Mitteleuropa/Deutschland erst seit der Entdeckung der neuen Welt heimisch und stammt wohl aus Nordamerika. Die kräuterkundige Nonne sprach nach übereinstimmenden Quellen wohl eher vom Indischen Stechapfel.

Stechapfel_thorn-apple-ephraimstochterIn früheren Zeiten durchaus für verschiedene Anwendungen gegen Asthma, als Aphrodisiakum angewandt, gehört der gemeine oder weiße Stechapfel wohl eher in die Kategorie der Drogen. Seinen Alkaloiden werden eintrübende, Bewusstsein trübende und lähmende Wirkungen nachgesagt, die durchaus erhebliches tödliches Potential enthalten.

Stechapfel_daturaSein Erscheinungsbild ist als buschiger, mit seinen auffällig gezackten mittelgroßen Blättern und weißen, trompetenförmigen Blüten durchaus attraktiv. Allerdings öffnen sich die Blüten aufgrund der Lebensweise ihrer Bestäuber erst in den Abendstunden. Die auffälligen Samenkapseln sind ein weiterer Hingucker, erinnern sie doch stark an die Früchte der Kastanien. Herangereift öffnen sie sich sternförmig und geben viele schwarze Samen frei.

Stechapfel_datura-binghamdiDatura stramonium, so sein botanischer Name, zählt sich zu den Nachtschattengewächsen und wächst auf nährstoffreichen Böden sehr buschig bis zu einer Höhe von gut einem Meter und darüber heran.