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Parkanlage Quatmann

Parkanlage Quatmann, Gartennetzwerk.com
Nordkreis-Vechta.de

Die Parkanlage Quatmann befindet sich in der Bauernschaft Elsten. Eine beidseitig mit Rhododendren bepflanzte Zufahrt führt auf den geschichtsträchtigen Hof mit seinem uralten Baumbestand. Bei einem geführten Spaziergang durch die 7000 Quadratmeter mehr als großzügig bemessene Gartenanlage erlebt man die verschiedenen Bereiche, wie den idyllischen Waldpark, den abwechslungsreichen Hausgarten oder den blütenreichen Blumen- und Gemüsegarten. In der Nähe der Hofanlage befindet sich die Quatmannsburg, eine Ringwallanlage aus karolingischer Zeit, deren Reste auch heute noch gut zu erkennen sind.

Öffnungszeiten:                           nach telefonischer Vereinbarung

Eintritt:                                             2 Euro

Adresse:                                             Mechthild Quatmann, Zur Burg 3, 49692 Cappeln, Telefon 04477 218

Die Parkanlage Quatmann ist Bestandteil der von den Tourismusverbänden des Oldenburger Münsterlandes herausgebrachten Visiten Touren. Von der Thülsfelder Talsperre im Norden über die Orte und Landschaften im Nordkreis Vechta bis zu den Dammer Bergen und dem Dümmer im Süden findet der Gartenfreund fast 50 Gärten und Parkanlagen, die er, teilweise nach Vereinbarung mit den Eigentümern, besuchen kann.

Die Visitentouren stehen hier im Gartennetzwerk.com als PDF-Datei zum Download bereit und sind bei den oben genannten Tourismusverbänden als Broschüre erhältlich.

Familienausflug und Bauerngärten

Unser heutiger Familienausflug führte uns auf einstimmigen Beschluss unserer Kids ins Museumsdorf  Cloppenburg. Ich muss zugeben, dass ich selbst überrascht über ihre Wahl war und schwöre, dass ich in keiner Weise versucht habe, Einfluss auf ihre Entscheidung zu nehmen. Wenn sich aber Kinder in so unterschiedlichem Alter wie meine  für das Museumsdorf begeistern können, obwohl oder gerade weil sie dort schon öfter waren, zeigt das doch wie interessant diese Anlage immer noch ist.

Ein Ausflug dorthin ist zudem gerade für vielköpfige Familien ein sehr preiswertes Vergnügen und ganz nebenbei fielen auch noch ein paar Aufnahmen für das Gartennetzwerk dabei ab. Natürlich habe ich diesmal mein Augenmerk auf die unterschiedlichen Bauerngärten gerichtet, die rund um die Häuser angelegt sind.

Die Gärten im Museumsdorf Cloppenburg sind nicht zu Unrecht Bestandteil der von den Tourismusverbänden des Oldenburger Münsterlandes herausgebrachten Visiten Touren. Das parkartig angelegt Gelände lädt zudem gerade jetzt zu kleinen Spaziergängen ein.

Das Thema Bauerngärten wird hier später noch ausführlicher zu behandeln sein, denn den Bauerngarten gibt es meines Erachtens nicht. Zwar kommen einige typische Pflanzen wie Hortensien, Funkien oder Stockrosen häufig in Bauerngärten vor, doch auch hier gibt es regionale Unterschiede. Zum anderen ist natürlich die  historische Epoche des Entstehens von Bedeutung.

Der entscheidende Unterschied ist aber die soziale und wirtschaftliche Stellung des Hofbesitzers: Handelt es sich um ein Gut oder einen Herrensitz, einen großen Hof oder um eine Heuer- oder Siedlerstelle? Je größer der Hof und der Rang des Hofbesitzers, desto mehr Raum nehmen formale und gestalterische Elemente, wie in Form geschnittene  Eiben (Taxus baccata) oder Buchsbaumhecken oder auch Staudenrabatten ein.

Bei den Landarbeitern, Heuerleuten und kleinen Siedlern überwiegt dagegen der Nutzgartenanteil. Was heute zum Livestyle avanciert (ohne dies abwerten zu wollen) und innerhalb der bewussten  Ernährung eine Renaissance erlebt, war in der bäuerlichen Kulturgeschichte eine Notwendigkeit, um die Familie ernähren zu können. Landwirtschaftliche und gärtnerische Nutzung gingen ineinander über. Die Hühner im Garten, die Gemüsebeete oder die Obstwiese besserten die schmale Kost auf.  Schließlich nahmen die Kosten für Nahrungsmittel, gemessen am damaligen Lohn, einen viel höheren Anteil als heute ein.

Nicht zu vergessen ist, dass dem Heuermann zur eigenen Bewirtschaftung meist ertragsarme Landstücke überlassen wurden. Für die Neusiedler auf ehemaligem Markengrund gilt gleiches. Das Land musste also in mühseliger Arbeit erst urbar gemacht werden. Wo die Gartenarbeit heute ein Ausgleich für stressbeladene Büroarbeit ist, war sie vor hundert und mehr Jahren schwere körperliche Arbeit.

Visiten Touren

Visitentouren, Oldenburger Münsterland, Gartennetzwerk.comdurch Gärten, Parks und Landschaften im Oldenburger Münsterland

Vielfältig und reich an Ideen – das ist die Garten- und Landschaftskultur des Oldenburger Münsterlandes. Gemeinsam haben die hiesigen Tourismusverbände „Erholungsgebiet Dammer Berge„, „Nordkreis Vechta“ und „Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre“ eine Vielzahl lohnender Objekte und damit einen über 60 Seiten starken Reisebegleiter zusammengestellt.

Diese interessant gestaltete Broschüre stellt zwischen Friesoythe im Norden und Damme im Süden fast 50 private und öffentliche Ziele zum Thema Gärten und Parks vor, die besucht und besichtigt werden können, zum Teil sogar mit Bewirtung.

Im Zusammenspiel mit vielen anderen Angeboten in dieser schönen und völlig unterbewerteten Region links der A1 lassen sich nicht nur Gartenkultur, sondern im besten Sinne bäuerliche Kultur, Kunst und Lebensart verbinden und erfahren.

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