Terra Preta – Wundererde aus dem Dschungel

Terra Preta

Sie ist in aller Gartenfreunde-Mund, die Wundererde aus dem südamerikanischen Regenwald. Man will herausgefunden haben, dass die Ursprünge ihrer Anwendung viele bereits tausende Jahre zurückreichen. Mit der Zerstörung der erst kürzlich wiederentdeckten großartigen Amazonaskulturen durch die goldgierigen Konquistadoren brach diese Anbautradition ab und das wertvolle Wissen darüber geriet in Vergessenheit.

Was ist in der „schwarzen Erde“

Mit wissenschaftlichen Analyseverfahren hat man die Bestandteile der Wundererde ermitteln können. Wichtig ist dabei die Holzkohle oder Aktivkohle. Sie bindet die Nährstoffe und speichert sie. Außerdem bändigt sie als Nebeneffekt die unnangenehmen Gerüche. Es folgen die üblichen Kompostbestandteile aus Küche und Garten.

Rezept

Das Rezept ist immer ähnlich. Man verwendet ca. einen Teil gutes Holzkohlegranulat oder –staub mit ca. neun Teilen Kompost und startet den Vorgang mit sogenannten Effektiven Mikroorganismen aus dem Fachhandel. Dieses Gemisch muss nun bspw. in einem Eimer mit einem Deckel verschlossen und so mit über 15° C ca. 10 – 20 Tage verwahrt werden. In den Gartenboden eingearbeitet sorgt eine solche Starterkultur in den nächsten Monaten für den Beginn der Bildung eines weiter mit größeren Organismen angereicherten Terra Preta Bodens.

Es ist hilfreich, wenn dafür gesorgt wird, dass dieser frische Boden nicht sogleich vom Regen wieder ausgewaschen wird. Außerdem verbietet sich hierbei selbstredend der Einsatz aller Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel, da eben sie die Helferlein nachhaltig schädigen.

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