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Traditionelle Saatgutgewinnung Immaterielles Kulturerbe

Die traditionelle Saatgutgewinnung von der UNESCO zum Immateriellen Kulturerbe Österreichs erklärt

Bereits im Juni wurden im ARCHE NOAH Schaugarten im Rahmen eines feierlichen Festaktes neun Traditionen in das Österreichische Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen – darunter das vom Verein ARCHE NOAH eingereichte Element „Traditioneller Samenbau und Saatgutgewinnung“. Der Verein, der sich seit bald 25 Jahren für die Erhaltung und Entwicklung der Kulturpflanzenvielfalt einsetzt, war Gastgeber der Urkundenverleihung im niederösterreichischen Schiltern.

Eigenes Saatgut: Tradition und Zukunft

Die traditionelle Saatgutgewinnung ist eine kulturelle Tätigkeit mit jahrtausendealten Wurzeln, die eine immense Vielfalt an Kulturpflanzen und einen großen Reichtum an Kulturtechniken hervorbrachte. „Dieses von Generation zu Generation weitergegebene Wissen muss durch Nutzung lebendig erhalten werden“ unterstreicht Frank Schumacher aus dem ARCHE NOAH Vorstand den Wert der Auszeichnung. „Die Fähigkeit, eigenes Saatgut zu gewinnen und lokale, robuste, an den Standort angepasste Pflanzen hervorzubringen, ist und bleibt eine wichtige Grundlage für die menschliche Ernährung. Die Auszeichnung des traditionellen Samenbaus durch die UNESCO ist von großer Bedeutung, um dies weiter bewusst zu machen – gerade auch vor dem Hintergrund von Entwicklungen, die bäuerliches Saatgut und samenfeste Sorten zu verdrängen drohen.“

Kulturerbe wirkt

Gewürdigt wurden die Leistungen der ausgezeichneten Gemeinschaften: „Diese Initiativen verleihen durch die lebendige Weitergabe von Wissen und Kulturen einem Land nicht nur Herz und Seele – sie können auch europaweite Bedeutung erlangen, wie man am Beispiel der EU Saatgutverordnung sieht. Diese Verordnung würde traditionelle Sorten gefährden und der Macht der Konzerne weiteren Vorschub leisten, und es ist ein wichtiger Erfolg, dass sie durch gemeinsame Anstrengungen vorerst verhindert werden konnte.“

Dr. Michael P. Franz (Bundeskanzleramt, Leiter der Sektion VI:Kultur) hob die Bedeutung von lokalem Wissen gerade im Zeitalter der Globalisierung hervor. Die Präsidentin der Österreichischen UNESCO-Kommission, Dr. Eva Nowotny, betonte die immense Bedeutung des Immateriellen Kulturerbes zur Identitätsstiftung von Gemeinschaften.

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6 Gedanken zu „Traditionelle Saatgutgewinnung Immaterielles Kulturerbe“

  1. Das ist bei mir auch die Krönung eines Gartenjahres, wenn ich erfolgreich eigene Samen ernten kann, die dann auch im Folgejahr mir zeigen, ob es geklappt hat, immer eine spannende Sache. gerade habe ich festgestellt, dass mir bei den Tomaten etwas Lustiges passiert ist. Ich mache ja das meiste rein aus Intuition, also ohne die Fachbücher zu wälzen, aber ich bin glücklich damit. lg Marlies

      1. Das ist noch nicht ganz geklärt, leider sind meine Aufzeichnungen aus den letzten 2 Jahren irgendwie weg. Erst dachte ich, ich hätte Schilder bei den Tomaten vertauscht, das kann zwar passieren, aber bei meinen Lieblingen bin ich mir eigentlich sicher, dass ich höllisch aufgepasst habe. Ich sah es schon an den Blättern, ich hatte letztes Jahr neben der Fleischtomate Carbon eine Grape Vine, die deutlich größere Blätter hat und gelb war, Samen hatte ich von beiden genommen, nun hat die Grape irgendwie zur Carbon mutiert, ich kann das noch nicht sicher sagen, aber es sieht so aus.. Ich muss noch einmal alle Pflanzen genau anschauen, jedenfalls habe ich bis jetzt keine gelben Früchte. Aber die, die dran sind schmecken gut, das ist die Hauptsache, lg Marlies

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