Archiv der Kategorie: Galabau

Pflanzenvielfalt für den Gartenteich

Gartenteich bringt Artenvielfalt

Eine artenreiche Bepflanzung macht Teiche besonders interessant. Der Juni ist ein guter Monat, um den Gartenteich mit Wasser- und Sumpfpflanzen zu bereichern, denn im Frühsommer entwickeln sie sich an ihrem neuen Standort besonders gut.

Einige Beispiele auch hier: >>> Dorfteiche und Gewässer <<<

Wasserpflanzen tragen nicht nur zur Schönheit eines Teiches bei, sie sind auch wichtig für ein Gewässer, weil sie Sauerstoff erzeugen. Außerdem bilden sie die Existenzgrundlage für viele Lebewesen. Dazu kommt, dass sie dem Wasser und dem Böden Nährstoffe entziehen und dadurch unerwünschtem Algenwuchs entgegenwirken.

Wichtige Helfer der Natur

Manche Pflanzenarten, die eher unscheinbar aussehen, sind sehr effektvolle biologische Filter. Sie sollten deshalb bei keiner Teichbepflanzung fehlen. Dazu gehören unter anderem immergrüne Unterwasserpflanzen, die auch im Winter Sauerstoff erzeugen, wie Tausendblatt (Myriophyllum spicatum), Krauses Laichkraut (Potamogeton crispus) und Hornblatt (Ceratophyllum demersum).

Seerosen sind besonders schöne Wasserpflanzen. Dank ihrer Vielfalt lassen sich Sorten für die unterschiedlichsten Teichgrößen finden. Werden sie oder andere Sumpf- und Wasserpflanzen in Pflanzkörbe gesetzt, bietet dies mehrere Vorteile: Sie benötigen wenig Substrat und als Folge gelangen weniger Nährstoffe ins Wasser.

Natürliches Gleichgewicht

Dadurch wird die Gefahr des Algenwachstums verringert. Außerdem können die Pflanzen versetzt werden. Mit darunter gelegten Steinen lassen sie sich auch gut in der passenden Wassertiefe platzieren. Übermäßiges Wachstum wird zudem gebremst.

Für höhere Pflanzenarten wie zum Beispiel Weiderich und Schilf sind große Körbe notwendig, die zwischen Steinen verkeilt werden können, so dass sie nicht umfallen. Als Substrat für die Pflanzen kann Teicherde oder Gartenerde mit Lehm oder Bentonit verwendet werden.

Bei jeder Auswahl der Pflanzen sollte unbedingt auf gefüllte Arten verzichtet werden, da sie für Insekten keinen Wert haben. Stattdessen achtet man auf pollen- und nektarführende Sorten, die obendrein meistens auch robuster sind.

Fische beleben den Teich zwar, doch sie tragen auch erheblich Nährstoffe ein und fördern so das Algenwachstum.

Mehr lesen https://www.gartenflora.de/mein-garten/gartenpraxis/gartengestaltung-dekoration/so-kommt-leben-in-ihren-teich/

Blauregen – Blütenkaskaden

Blauregen (Wisteria)

Die langen Blütentrauben des wuchsfreudigen Blauregens (Wisteria) können Pergolen, Fassaden, Hauseingänge, Brückengeländer, Lauben und Gartenmauern schmücken.

Der Blauregen braucht jedoch eine kräftige Kletterhilfe, denn er ist ein draufgängerischer Schlinger, der sich um alles windet, was ihm zu nahe kommt. Dabei kann er auch mal eine Stütze aus der Verankerung reißen, wenn sie nicht stark genug ist, oder Regenrohre zusammendrücken. Er sollte deshalb unbedingt ein kräftiges und sicher verschraubtes Wandspalier bekommen.

Chinesischer Blauregen

Es gibt zwei Wisteria-Arten, die im Sortiment eine große Rolle spielen: den Chinesischen und den Japanischen Blauregen. Der Chinesische Blauregen (Wisteria sinensis) zeigt seine duftenden Blüten zuerst. Sie bilden sich schon vor dem Blattaustrieb und hängen bereits Anfang Mai wie blauviolette Wasserfälle von seinen Zweigen herab.

Japanischer Blauregen

wisteria, Blauregen, Gartenplanung Gartenbau, GartenfloraDer Japanische Blauregen (Wisteria floribunda) lässt etwas länger auf seine Blütenpracht warten. Die eindrucksvollen, bis zu 60 cm langen Blütenstände zeigen sich mit oder nach dem Blattaustrieb Ende Mai und im Juni. In Japan wird diese Art seit langem sehr geschätzt und so sind viele Sorten entstanden.

gewünschte Wirkung erziehen

Blauregen kann zu einem handlichen Bäumchen erzogen werden. Damit er den dazu nötigen graden Stamm entwickelt, wird er in den ersten Jahren an einen Pfahl gebunden, der als Stütze dient. Selbst ein Blauregen, der sich beim Kauf schon um einen Stab gewunden hat, sollte vorsichtig aufgewickelt und gestreckt werden. Bis zur gewünschten Kronenhöhe werden an diesem Trieb alle Seitentriebe entfernt.

Beim Blauregen lohnt es sich besonders, darauf zu achten, gute und nicht zu billige Pflanzen zu kaufen: Preiswerte Exemplare, die durch Aussaat vermehrt wurden, brauchen viel länger, bis sie blühen. Die beste Gewähr für üppige und schnellere Blütenpracht ist der Kauf eines vegetativ (ungeschlechtlich) vermehrten Blauregens. Das können entweder Veredelungen oder stecklingsvermehrte Pflanzen von blühfreudigen Mutterpflanzen sein.

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Den richtigen Bambus finden

Mit Bambus gestalten

Wie keine andere Pflanze gehört der Bambus zur fernöstlicher Gartengestaltung. Doch er passt auch zu vielen anderen Gartenstilen. Dank seines dichten Wuchses bietet er außerdem einen guten Schutz vor neugierigen Blicken. Kleinere Sorten verschönern sogar Balkon und Terrasse mit ihrem eleganten Wuchs und dem zierlichen, im Wind raschelnden winter- bis immergrünen Laub. Hier ein Beispiel

Wuchs “horstig”

Bambus ist nicht gleich Bambus. Es gibt zwei Gruppen, die sich durch ein wesentliches Merkmal unterscheiden. Zur einen gehören die horstig wachsenden Arten und Sorten, vor allem von Fargesia, dem Gartenbambus. In ihrem Wuchsverhalten ähneln sie einem Strauch. Sie wachsen allmählich in die Breite, lassen sich jedoch bei Bedarf durch Schnitt oder Abstechen des Horstes kompakt halten.

Wuchs Ausläufer treibend

Im Gegensatz dazu haben die Ausläufer treibenden Bambus-Sorten ein sehr großes Ausbreitungspotenzial. Sie können mit ihren kräftigen Rhizomen sogar Wegeplatten anheben oder in benachbarte Gärten eindringen. Um Probleme zu vermeiden, sollten Ausläufer bildende Arten deshalb mit einer Rhizomsperre gepflanzt werden, die tief in den Boden reicht. Auch den oberen Rand sollte man höher anlegen und frei sichtbar halten, da die Sperren gerne “übersprungen” werden.

Bedingungen

Fargesien müssen allerdings immer etwas feucht stehen. Das erfordert häufiges Gießen, insbesondere im Sommer und bei sonnigem Stand. Eine vollautomatische Bewässerung, die sich auf den jahreszeitlich wechselnden Wasserbedarf einstellen lässt, ist deshalb eine lohnenswerte Investition.

Auch für die Pflanzung in Kübel oder andere große Gefäße eignen sich manche Fargesien sehr gut. Damit die Kübelkultur auf Dauer funktioniert, muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Gefäße schnell zu klein werden können. Dann sollten die Bambushorste im zeitigen Frühjahr geteilt und neu gepflanzt werden.

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Gehölztipp Frühblüher Kornelkirsche

Jetzt einen Frühblüher pflanzen

Die sonnigen Tage jetzt im April und das üppig sprießende Grün lassen leicht vergessen, wie trist sich die Natur vor kurzem noch gezeigt hat. Nach dem langen und oft grauen Winter war da die Freude über die ersten Frühblüher groß: Zeitig blühende Zwiebelblumen und unerschrockene, der Kälte trotzende Bäume und Sträucher weckten die Freude auf die kommende Gartensaison.

Der April mit seinen milderen, aber im Allgemeinen nicht zu warmen Tagen ist ein guter Monat, um Bäume und Sträucher zu pflanzen – die ideale Gelegenheit für einen Frühblüher, der im nächsten Jahr bereits kurz nach dem Winter auf den Frühling einstimmt. Ein duftender Winter-Schneeball ist ein solches Gehölz. Er blüht schon lange vor dem Blattaustrieb und so sind die hübschen, rosaweißen Blüten gut zu sehen.

Unterschätztes Obst – Kornelkirsche

Wer sich und auch den Tieren etwas Gutes tun will, sollte einen Blick ins Sortiment der Wildobst-Gehölze werden. Vielleicht lässt sich ein Platz für die Kornelkirsche (Cornus mas) finden. Ihre hübschen gelben Blüten erscheinen bereits sehr früh im Jahr. Darum ist dieses baum- oder strauchartig wachsende Gehölz eine wertvolle Pollen- und Nektarquelle für Bienen und Hummeln. Die Kornelkirsche ist robust und gedeiht sogar an sehr warmen Standorten auf sandig-trockenen Böden sehr gut.

Der deutsche Name geht zurück auf die roten, etwa kirschengroßen Früchte. Sie schmecken sauer und können unter anderem gut für Marmelade, Säfte, Liköre und sogar als Olivenersatz verwendet werden. Die Ursprungsform wird schon seit langem wegen ihrer Früchte genutzt. Inzwischen gibt es auch verschiedene Sorten, zum Beispiel mit größeren Früchten, so dass sich die Ernte noch mehr lohnt. Am besten werden Kornelkirschen in den Rasen oder in Beete gepflanzt, damit die Früchte nicht auf Wege oder Terrassenbeläge fallen und dort Flecken verursachen. Kornelkirschen sind selbstfruchtbar. Doch wer besonders hohe Erträge möchte, pflanzt am besten zwei Exemplare.

Auch für den kleinen Garten

Weil sich die Kornelkirsche gut schneiden und in Form bringen lässt, kann sie auch bestens in kleinere Gärten gepflanzt werden. Sehr eindrucksvoll sind alte, freistehende Exemplare. Mit ihrem manchmal knorrigen Wuchs können sie sehr ausdrucksstark sein und dem Garten besonderen Charakter verleihen. Ihre duftige Blütenfülle macht sie außerdem zu einem schönen Blickfang nach dem Winter.

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Der Waldgarten

Ein innovativer Gartentypus

Die Landschaftsarchitektin Karin Standler verwirklicht Waldgärten im öffentlichen sowie halböffentlichen Bereich. Dieser Gartentypus ist wie geschaffen dafür, neue Standards für zukunftsfähige und nachhaltige Freiraumgestaltungen zu setzen.
Der Waldgarten ist ein ökologischer Freiraumtyp, der sowohl in der Stadt als auch in ländlichen Gemeinden für Grün- und Freiflächen anwendbar ist.

Waldgarten innovativer GartentypusEr eignet sich für die Gestaltung naturnaher Parkanlagen und privater Gärten, für die Neuanlage von Grünzügen und für die Umgestaltung von Wäldern zu essbaren Waldbiotopen.
Die Kombination von Garten und Wald bildet einen vielseitig nutzbaren Freiraum fürNutzerInnen jeder Altersgruppe: zum Aufenthalt, zum Spiel, zum Ernten, zur Erholung.
Zusätzlich zur hohen Aufenthaltsqualität bietet der Waldgarten auch die Möglichkeit der Wissensvermittlung und Bevölkerungsbeteiligung in urban forest gardening Projekten.

Auf diese Weise können die vielen nutzbaren Pflanzen von Wald- und Saum-Lebensräumen entdeckt werden.

Das Konzept Waldgarten ist auf drei Säulen aufgebaut

  1. einzigartige Pflanzenkombinationen und außergewöhnlich hohe Artenvielfalt
  2. mehrstufiger, waldartiger, naturnaher Vegetationsschichtenaufbau
  3. vielfältige Nutzungsmöglichkeiten Das gestalterische Gerüst bildet dabei eine standortgerechte Bepflanzung, die sich durch ihre nachhaltige Nutzbarkeit auszeichnet.

Waldgarten innovativer Gartentypus
Das Fruchtfleisch der Indianerbanane ist cremig und weich. Der Geschmack erinnert an einen Cocktail aus tropischen Früchten. Der Verkostungstisch zeigt die Früchte des Waldgartens.

Die Orientierung am Vegetationsschichtenaufbau eines naturnahen, lichten Waldes und durch die Kombination von Obstbäumen, Wildgehölzen, Beeren und Kräutern wird die Strukturvielfalt des Freiraums erhöht.

Ökologisch hochwertig, pflegeleicht, kostenextensiv

Gehölze werden durch Kletterpflanzen mit essbaren Früchten ergänzt; Pflanzen, die sich für eine medizinische oder technische Nutzung eignen (z.B. Heilkräuter oder Färberpflanzen), runden das Angebot ab.

Unter Berücksichtigung ihrer physiologischen und morphologischen Eigenschaften werden nutzbare Gehölze wie Obstgehölze, Ginkgo, Linde, Baumhasel etc. in unterschiedlichen Wuchshöhen mit Beerensträuchern und Kletterpflanzen so kombiniert, dass sie sich gegenseitig fördern, ergänzen und unterstützen.

Waldgarten innovativer Gartentypus
Der Pilz-Garten zeigt den Reichtum an essbaren „Schwammerln“ und Heilpilzen, die sich ausgezeichnet in Waldgärten anbauen lassen.

Durch die Gestaltung von Sonnenfallen, Saumsituationen und durch Modellierung von Hügel- oder Senkgärten entstehen unterschiedliche Standortbedingungen z.B. für mediterrane Nutzgehölze. Diese kleinklimatischen Nischen schaffen zusätzliche Lebensräume und ermöglichen so eine einzigartige und sehr artenreiche Kombination von Pflanzen.

Die Innovation: Der Waldgarten bietet eine innovative Alternative zu herkömmlichen Garten- und Landschaftsgestaltungen. Als pflegeleichter Park zeichnet er sich vor allem durch seine Langlebigkeit und Nachhaltigkeit aus.

Die extensive, ökologische Pflege und das Zulassen einer naturnahen Dynamik ist auch kostensparend in der Erhaltung. Weitere Vorteile entstehen durch die Gestaltung mit Gehölzen: Sie gleichen Temperaturextreme aus, mildern die Pollen- und Staubelastung durch die Filterwirkung des Blätterdaches ab und befeuchten die Luft.

Die Nutzpflanzen ermöglichen eine regionale Ernte und Wissensvermittlung rund um Kulturpflanzen. Weitere Anknüpfungspunkte zu Zukunftsthemen sind kostenextensive Freiräume und neue Bepflanzungstypen für öffentliche Freiräume.

Idee, Planung und Umsetzung: DI Dr. Karin Standler

Zierapfel nur Zierapfel?

Es gibt etwa 35 verschiedene Wildapfelarten, verteilt über Asien und Europa. Aus ihnen wurden zahlreiche Hybriden gezüchtet, die oft als Ziergehölze in Parks und Gärten auftauchen.

Zuallererst sollen sie durch die Pracht ihrer Blüten und Früchte einen optischen Nutzen haben. Dass sie jedoch durchaus auch kulinarisch interessant sein können, wissen die wenigsten ihrer Besitzer. Daher enden die Früchte oft auf dem Kompost oder dienen im besseren Fall Wildtierarten als willkommenes Herbstnahrungsmittel.

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Prächtiger Zierapfel, gezeigt von Anne Glazenburg-Markus

Doch auch Moste und Apfelweine, sowie Schnäpse, Marmeladen, Kompott und Gelees können durch die Verwendung der meist kleinen Früchtchen gewinnen, auch wenn es durch die Gerbstoffe Unterschiede in der Bekömmlichkeit gibt. Es lohnt sich also durchaus, die schönen Herbstboten auch mal zu probieren.

Wer zu dem Thema mehr wissen möchte, findet weitere Informationen in dieser “Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten

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In ganzer herbstlicher Pracht, Zierapfel aus dem Garten von Hedwig Weerts

New German Style – für den Hausgarten

Moderne Gartengestaltung pflegeleicht und dauerschön

New German Style für den HausgartenNew German Style“ klingt im ersten Moment nach einer neuen gärtnerischen Weltanschauung. Doch ich kann den Leser beruhigen – nichts liegt dem Autor ferner als das. Im Gegenteil es geht Frank von Berger um die „ … Beetgestaltung (als) … dauerhafte Etablierung einer Gesellschaft  aus Pflanzen, vor allem Stauden, die wenig Pflege braucht, aber ganzjährig für ein lebendiges Gartenbild sorgt.“

Zielsicher führt der Autor, der bereits mit dem Gartenbau aufwuchs, den interessierten Leser durch das Gewirr von Aspekten, die bei Anlage, Veränderung und Erhaltung gestalteter Gärten undurchdringlich erscheinen.

Es wird genauso nach Standortanforderungen gepflanzt, wie unter den Aspekten von Menge, Kombination, Lebenszyklus, jahreszeitlicher Wirkung und dem Gesamterscheinungsbild,

Ähnliche gärtnerische Entwicklungen gibt es natürlich auch in anderen Ländern, denn hier wie dort geht es darum, durch gezielte Strukturierung einen Weg zu finden, mit dem man einen gleichermaßen interessanten wie pflegeleichten Garten schaffen kann.

New German Style für den HausgartenGrundsätzliches zur Planung

Neben den allgemeinen Hinweisen zur Gestaltung des Staudengartens ist beispielsweise die Aufteilung des unübersehbaren Angebots in heimisch und exotisch, in Leit-, Begleit- und Füllstauden allein schon eine große Hilfe.

Begreift man nun noch die Bedeutung, die Wirkung und den Einsatz von Strukturen, von Texturen, Farben und Größenverhältnissen, kann  jeder Gärtner sich bereits seinen Gestaltungsplan zusammenstellen.

New German Style für den HausgartenGartenkunst im besten Sinne

Nach ca. der ersten Hälfte des Buches mit solch grundsätzlichen Überlegungen folgt ein zweiter Teil, den man auch gut mit “künstlerisch” überschreiben darf.

Denn ab hier wird mit den Farben und Formen der Stauden gespielt, und in ihnen geschwelgt, um Stimmungen, Farb- und Formenarrangements gleichsam wie in einem Gemälde oder Feuerwerk einzusetzen.

New German Style für den HausgartenDabei überzeugt der Autor mit fundiertem Kenntnisreichtum und gekonntem Einsatz seiner „Werkzeuge“. Die Stauden werden jede für sich ausführlich detailliert und informativ dargestellt.

Mit sehr vielen wunderschönen Fotos wird dieses Können belegt und macht sofort Lust, es diesem Gestalter gleichzutun und seinen Beispielen für jede Jahreszeit und jeden Standort zu folgen.

Mir ist es so gegangen, dass ich viele Stauden, die mir als solche bekannt waren, in diesem Zusammenwirken, mit anderen Augen und Vorstellungen betrachtet habe.

New German Style für den Hausgarten

Das Buch schließt mit einem Serviceteil, in dem weitere Informations- und auch einige Bezugsquellen für Pflanzen genannt werden.

Fazit

Autor und Verlag ist es gelungen, ein höchst attraktives Gartenbuch zu präsentieren, das anschaulich und kenntnisreich, dem Leser diesen praktischen und schönen New German Style vorstellt und darauf neugierig macht.

Besonders sympathisch dabei ist, dass alle Pflanzen auch der Ernährung und Erhalt unserer heimischen Insektenwelt dienen.

Info

  • New German Style für den Hausgarten – Moderne Gartengestaltung pflegeleicht und dauerschön.
  • Autor Frank M. von Berger.
  • Ulmer Verlag, 2016.
  • 144 Seiten, 146 Farbfotos, Flexcover und E-Book (PDF)
  • ISBN 978-3-8001-0307-2
  • Preis 24,90 Euro (18,99 Euro)

Taschenatlas – Resistente und robuste Obstsorten

 

Dieses kompakte und doch sehr umfangreiche Handbuch ist eine echte Entdeckung. Auf 192 Seiten werden 150 der in Deutschland gängigen Obstsorten aufgeführt, die für bestimmte Umgebungsbedingungen optimal sind und gegen Krankheits- und Schädlingsbefall eine höhere Resistenz aufweisen.

Die in unseren Breiten gängigen Obstsorten von Äpfeln bis zu den Nüssen werden sehr eingehend mit ihren wichtigsten Eigenschaften beschrieben.

resistente und robuste Obstsorten Franz Rueß Eugen Ulmer VerlagGrundlegende Voraussetzungen

Schon in der Einleitung befasst sich der Autor mit den grundlegenden Bedingungen. „Anbauhinweise für die Kulturen“ überschreibt er ein umfangreiches Kapitel, das sich mit Herkunft und Entstehung, mit Standort und Klima, mit „Krankheiten und Schadenerregern“, also mit den häufigsten Anbauproblemen befasst.

resistente und robuste Obstsorten Franz Rueß Eugen Ulmer VerlagEinzelpportraits

Dann folgen die verschiedenen Obstsorten. Alleine 73 Apfelsorten mit Namen wie Solaris und Opal geben bereits ein eindrucksvolles Bild über die Vielfalt dieses wichtigsten Obstes wieder. Mit geringerer Vielfalt folgen dann die übrigen Obstarten.

Auch bei diesen einzelnen Vertretern gibt es neben einem charakteristischen Foto der jeweiligen Frucht umfangreiche Informationen wie Herkunft, Wuchs, Fruchtbeschreibung, Krankheiten/Schadenerreger, Ertrag, Eigenschaften usw.

Eine in der Einleitung erklärte Symboltabelle hilft bei der Orientierung in Bezug auf die Nutzungsanforderungen. Dabei wird auch eine mögliche hochgeistige/-prozentige Verwendung nicht vergessen.

Fazit

Dieses Buch ist für den Hobbygärtner genauso sinnvoll und interessant, wie für den Obstbauern und präsentiert für beide außerordentlich gute Orientierungs- und Entscheidungshilfen aus den Anbauerfahrungen der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg.

Dieser Taschenatlas ist ein Beleg dafür, seine Obstpflanzen nicht im nächsten Bau- oder Supermarkt, sondern gezielt und im Fachbetrieb zu erstehen, will man Freude an ihnen haben. Und er bereitet gezielt auf diesen Schritt vor.

Und zu guter Letzt fehlt auch der Hinweis auf Bezugsquellen ebenso wenig wie der auf fachlich weiterführende Literatur.

Info

  • Franz Rueß: Taschenatlas resistente und robuste Obstsorten
  • 192 Seiten, 152 Fotos, 14 Zeichnungen
  • EUR [D] 17,90 | EUR [A] 18,40 | CHF ca. 22,90
  • Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer, 2016, SBN 978-3-8001-0342-3

Der Autor, Dr. Franz Rueß studierte allgemeine Agrarwissenschaften und promovierte an der Universität Hohenheim. Sein Arbeitsschwerpunkt ist Obstbau. Er ist seit 1995 an der  LVWO Weinsberg im Fachbereich Obstbau mit Schwerpunkt Sortenprüfung tätig. Seit 1997 beschäftigt er sich speziell mit der Apfelzüchtung, erste eigene Neuzüchtungen gibt es seit 2014.

Berberitze – vielseitige Gestaltungspflanze

Früher in vielen Gärten anzutreffen, ist die genügsame grünblättrige Berberis thunbergiiund besonders die rotblättrige Berberis thunbergii ‘Atropurpurea’ heute stark im Rückzug. Berberis thunbergii blüht gelb und hat kleine eiförmige Blätter.  Als Heckenpflanze ist sie auch für niedrige Hecken bestens geeignet.

Wo Sie heute noch als Hecke gepflanzt wird, geschieht dieses oft nicht trotz, sondern wegen ihre äußerst unangenehmen Dornen.  Auch Hunde und Katzen werden der Pflanze mit Respekt begegnen, da die kleinen Dornen sich schnell ablösen und in der Haut haften bleiben.

Ein recht guter Bodendecker für sonnige Standorte ist Berberis thunbergii ‘Atropurpurea Nana‘ . Diese kompakt,kugelig wachsende schnittverträgliche rotblättrige Sorte kann auch einzeln oder in Gruppen gepflanzt werden. Berberis thunbergii ‘Bonanza Gold’ und Maria sind vergleichbare goldgelbe Sorten.

Wer selbst einmal Berberitzen durch Stecklinge vermehrt hat wird vielleicht meine nur langsam nachlassende Abneigung gegen die Gattung, von der es auch einige reichblühende immergrüne gibt, verstehen.

Sorten:

– Berberis thunbergii ‘Atropurpurea Nana’ – rote Zwergberberitze

– Berberis thunbergii ‘Atropurpurea’

– Berberis thunbergii ‘Bonanza Gold’

– Berberis thunbergii ‘Maria

Die Früchte der Berberitzen sind als einzige Pflanzenteile ungiftig, und die von Berberis vulgaris, dem weit verbreiteten Sauerdorn, werden traditionell zu Marmeladen verarbeitet.

(ursprünglich auf Franks Pflanzenlexikon)