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Mohn – Wildblumencharme im Garten

Mohn mit vielen interessanten Sorten

Die seidenzarten Blütenblätter machen den Mohn einfach unwiderstehlich. Sie wecken vielleicht auch Erinnerungen an unbeschwerte Kindertage und scheinbar endlose Sommer. Doch den roten Klatsch-Mohn sieht man nicht mehr so oft – und wenn, blüht er nicht sehr lange. Wegen seiner Kurzlebigkeit wird der Klatsch-Mohn darum im Garten kaum verwendet.

Doch die Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) bietet viele schöne Alternativen. Insbesondere der an Sorten reiche Türkische Mohn (Papaver orientale) schmückt ab Ende Mai die Beete. Er ist sehr vielfältig: Die Farben reichen von Schneeweiß über Rosa bis hin zu Feuerrot und es gibt einfache, gefranste, gewellte und gefüllte Blüten.

Sonne erwünscht

Damit sich die prachtvollen Stauden gut entwickeln, benötigen sie einen vollsonnigen Standort und eher trockenem Boden. Der Türkische Mohn blüht für circa vier Wochen. Darum sind Kombinationen mit anderen Stauden sinnvoll, die die nach der Blüte entstehenden Lücken schnell füllen.

Ich berichtete bereits vor Jahren über die Leidenschaft von Christine zu Ihrem Mohn.

Aus aller Welt

Der Islandmohn (Papaver nudicaule) blüht über einen längeren Zeitraum. Seine gerüschten Blütenkelche leuchten von Mai bis September in unzähligen Farben. Er ist nicht ganz winterhart, doch er sät sich gerne selbst aus. So erfreut er an sonnigen Standorten auch im nächsten Jahr wieder mit seinen strahlenden, farbenfrohen Blüten.

Zur großen Mohnfamilie gehört auch der himmelblau blühende Tibet-Scheinmohn (Meconopsis betonicifolia). Er gilt als anspruchsvoll, denn er benötigt einen kühlen und luftfeuchten Standort mit durchlässigem, saurem Boden.

Mohn, Schlafmohn, Klatschmohn, GArtenblüher, Insektenfreundlich, LeidenschaftErheblich unkomplizierter ist die Kalifornische Mohnpflanze (Eschscholzia californica). Dieser Mohn liebt die Sonne und blüht von Mai bis Oktober. Typisch für den ursprünglich in Kalifornien heimischen „Goldmohn“ ist intensives Goldgelb. Im Saatguthandel gibt es außerdem schöne Farbmischungen.

Mehr lesen https://www.gartenflora.de/mein-garten/blatt-bluete/diese Blüte-macht-suechtig/

 

Jetzt bienenfreundliche Dahlien pflanzen

Jetzt beste Gelegenheit für Dahlien

Im Mai ist Pflanzzeit für die Knollen der farbenfrohen Dahliensorten. Dank ihres Farbenreichtums gelten diese Zwiebelblumen oft als Brückenbauer im Staudenbeet. Auch die Vielfalt der Blütenformen überrascht: Manche Dahlien beeindrucken zum Beispiel mit großen Blütenbällen, während andere mit einfachen Blüten natürlichen Charme ausstrahlen und die Orchideen-Dahlien mit ihren eingerollten Zungenblüten fast exotisch anmuten.

Unübertroffen ist ihre Farbenvielfalt und 2015 gehörten sie zu den Stars der Bundesgartenschau im Havelland.

Bienenfreundliche Sorten bevorzugen

Die Sorten mit einfachen Blüten wirken vielleicht weniger spektakulär als etwa die Pompon-Dahlien, deren überaus kompakte Blütenbälle noch am ehesten an Rosenkugeln erinnern. Doch sie sind durchaus sehr farbstark und wer offen blühende Sorten auswählt, tut auch Bienen etwas Gutes.

Bei Dahliensorten mit ungefüllten bzw. einfachen Blüten sind die Staubblätter nicht zu zusätzlichen Blütenblättern umgewandelt worden. Sie halten deshalb in ihrer Blütenmitte Pollen und Nektar als Bienenfutter bereit. Zu diesen Dahlienstars gehören unter anderem Sorten aus der Bishop-Serie und der Honka-Gruppe (Orchideen-Dahlien) sowie Anemonenblütige und Päonienblütige Dahlien.

Die “Bischöfe” unter den Dahlien

Die Bishop-Dahliensorten sind eine kleine, ganz besondere Gruppe, die durch einige prägnante Merkmale zusammengefasst werden können: Sie besitzen rotbraune, manchmal beinahe schwarz wirkende Blätter und relativ kleine Blüten, denen sie vielleicht ihre auffallend gute Standfestigkeit verdanken.

Die bienenfreundlichen Bishop-Sorten haben allesamt eine Wuchshöhe von knapp einem Meter. Von Gräsern wie Chinaschilf oder Diamantgras umwoben, können sie den fulminanten Hintergrund einer Rabatte bilden. Auch andere, ähnlich filigran gebaute Pflanzen wie das Patagonische Eisenkraut oder hohe, zarte Astern sind passende Partner.

 

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Heimische Pflanzen für den Garten

Heimische Arten

Ein ganzes Feuerwerk an Blühern und Laubpflanzen brennt die Autorin Elke Schwarzer ab und zeigt eindrucksvoll wie umfangreich und sinnreich komplett unsere heimische Pflanzenwelt ist. Für jede spezielle Nische, jeden Standort, alle Licht- und Feuchteverhältnisse  ist ein Kraut gewachsen.

Ulmer Verlag Elke Schwarzer Heimische Pflanzen Ulmer Verlag Elke Schwarzer Heimische PflanzenSie alle machen den naturnahen Garten zu einer Oase für den Besitzer aber auch die auf diese heimischen Arten angewiesenen Insekten, Vögel und Säugetiere.

Wer kennt noch die Pimpernuss und Weinrose, den echten Beinwell, die Bergminze und Blaustern, die Hainsimse und Herzgespann oder Kirschpflaume und Felsenkirsche.

Ulmer Verlag Elke Schwarzer Heimische PflanzenDie Autorin bringt sie dem interessierten Leser und Gärtner nahe und überhaupt oder wieder ins Gedächtnis. Dass viele dieser Pflanzen nebenbei auch noch zum Naschen oder zu gesundheitsfördernden Behandlungen dienen können, ist dabei nur nebenbei bemerkt.

Im ersten Teil beantwortet Elke Schwarzer die Frage nach dem Sinn der Verwendung heimischer Pflanzen. Sie beschreibt die Wechselwirkung von Insekten, Pflanzen und Vögeln und nicht zuletzt die positiven Auswirkungen auf den Menschen, den Gartenbesitzer. Gleichzeitig will sie keine Dogmen, sondern Anregungen vermitteln und betont den entspannten Umgang mit dem Thema.

Ulmer Verlag Elke Schwarzer Heimische Pflanzen100 Blumen, Sträucher und Bäume für mehr Artenvielfalt

Der zweite Teil führt die Pflanzengruppen auf, geteilt nach Stauden, Kletterpflanzen, Sträuchern und Bäumen. Stets mit einem aussagekräftigen Foto, einem Steckbrief und immer einem gewichtigen Tipp stellt die Autorin die Pflanzen vor.

Den Abschluss bildet ein umfangreiches Register, einigen Leseempfehlungen und vor allem geeigneten Bezugsquellen für diese heimischen Pflanzen.

Ulmer Verlag Elke Schwarzer Heimische PflanzenFazit

Das Buch ist unkompliziert, anschaulich sehr übersichtlich gehalten und ein wertvoller Ratgeber für den Insekten-, Tier- und Pflanzenfreund, der ja eigentlich in den meisten Gärtnern steckt.

Jeder, der seinen Garten naturnah und heimisch geprägt gestalten will, sollte dieses sehr informative kleine Buch in seine Bibliothek aufnehmen.

Info

  • Elke Schwarzer
  • Heimische Pflanzen für den Garten. 100 Blumen, Sträucher und Bäume für mehr Artenvielfalt.
  • 2016. 128 Seiten, 117 Farbfotos, kartoniert
  • ISBN 978-3-8001-8455-2.
  • Preis: 12,90 Euro, (Österreich € 13,30)